Dienstag, 24. Januar 2017

Clare Mackintosh - Alleine bist du nie

4 von 5 🌟 

Zoe Walker fĂŒhrt ein komplett durchschnittliches Leben in einem Londoner Vorort: Sie ist geschieden, hat zwei Kinder und einen langweiligen Job. Eines Tages entdeckt sie auf dem sonst so ereignislosen Heimweg ein Foto von sich in der U-Bahn, daneben eine ihr unbekannte Telefonnummer. Bloß eine harmlose Verwechslung? Zoe ahnt, dass es hier um mehr gehen muss. Doch noch weiß sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt - und wie bald sie alles zu verlieren droht, was sie liebt -

Viele Leute, die öffentlich in die Arbeit pendeln, werden sich in dem Buch wiedererkennen. Die Annahme, dass man sich dabei nicht beobachtet vorkommt, mag trĂŒgerisch sein. Zumindest ist das in diesem Buch der Fall. Anfangs ist es noch unklar, ob hinter dem beklemmenden GefĂŒhl von Zoe Walker mehr steckt als nur Paranoia. Doch die Beweise verdichten sich und ein Katz und Maus Spiel beginnt. Wer ist in Gefahr? Wer steckt hinter den scheinbar nicht zusammenhĂ€ngenden Verbrechen? Eine geraubte Geldbörse hier, eine AnnĂ€herung da ... Ist vielleicht doch alles nur Zufall? Vertraue niemanden!



Zoe Walker ist Mutter von 2 erwachsenen Kindern und lebt mit ihnen und ihrem Partner in London. Zu ihrem Job bei einer Immobilienvermittlung fĂ€hrt sie jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Eines Tages entdeckt sie im „Metro“ Magazin eine Anzeige fĂŒr eine Partnervermittlung – mit ihrem Bild! Zuerst unsicher, ob die Frau auf dem Foto wirklich sie ist, entdeckt sie nach und nach ZusammenhĂ€nge zwischen der Anzeige und Verbrechen an Frauen. Denn jeden Tag ist eine andere Frau in dieser Anzeige zu sehen. Zoe ist ĂŒberzeugt, dass sie gemeinsam mit vielen anderen Frauen in Gefahr schwebt. Doch niemand will ihr so richtig glauben.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzĂ€hlt. Mal aus Zoes, mal aus Sicht der Polizistin Kelly, die noch immer mit einem Vorfall in ihrer Vergangenheit kĂ€mpft, Zoe aber unbedingt helfen möchte. Zwischendurch gibt es kursive EinschĂŒbe, die die Gedanken des TĂ€ters beschreiben. Dadurch baut sich nach und nach Spannung auf, die sich zum Ende hin entlĂ€dt.

Das Buch startet etwas langsam, wird aber immer rasanter. Der letzte Abschnitt hat es in sich, das Ende fand ich sehr gelungen. Inklusive Kopfkino.

Alleine bist du nie ist durchaus gelungen, leidet aber ein wenig unter dem gemĂ€chlichen Anfang. Das kann die Spannung und das unerwartete Ende aber durchaus wettmachen. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung fĂŒr alle Thriller-Fans.

Mein Fazit:
Ein gut durchdachter spannender Thriller, der ohne Gewaltexzesse auskommt. Es spielt sich viel im Kopf der Hauptdarstellerin und der Leser ab und erzeugt ein beklemmendes GefĂŒhl des Verfolgungswahns. Interessante Wendungen lassen mal die eine, mal die andere Person verdĂ€chtig erscheinen. Eine nette Polizistin, die ihre eigenen Probleme hat, komplettiert die Handlung. Klare Leseempfehlung vor allem fĂŒr Leute, die sich mehr von Girl on the train erwartet haben und natĂŒrlich fĂŒr Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel.