Freitag, 20. Januar 2017

Guido M. Breuer - Das Lazarus Syndrom

Rezension von M zu Das Lazarus Syndrom von Guido M. Breuer

4 von 5 🌟

Ein packender, atmosphÀrischer Thriller um die skandalösen Machenschaften der Organmafia!

Dr. Johannes Krafft, genannt "Joe the Butcher", ist ein gebrochener Mann. Seit er seine Familie bei einem Unfall verlor, verdingt sich der brillante Chirurg als ambulanter Operateur fĂŒr eine Organspende-Organisation. Ist es Zufall, dass in letzter Zeit immer mehr geeignete Spender sterben? Als ein alter Bekannter ermordet wird, beginnt Joe Fragen zu stellen.

Bald gerĂ€t er nicht nur selbst ins Visier er Ermittlungen, sondern auch ins Fadenkreuz der Gegenseite, die einen Skandal um jeden Preis vermeiden will. Doch im Kampf gegen die ĂŒbermĂ€chtig scheinende Organspende-Mafia steht mehr auf dem Spiel als nur sein eigenes Leben. Wem kann Joe noch trauen?

Johannes Krafft, genannt Joe, einst brillanter Chirurg ist seit seine Frau und das ungeborene Kind bei einem Autounfall gestorben sind, ein gebrochener Mann. Sein Leben bestimmt der Alkohol und beruflich arbeitet er nur noch als Springer bei Extranspantationen. Aber so ganz hat er sein Gehirn noch nicht weggesoffen, denn ihm kommen Zweifel bezĂŒglich der RechtmĂ€ĂŸigkeit als sich die Anzahl der Spender drastisch erhöht. Er beginnt zu fragen und tritt dabei unbewusst eine Lawine los…
Also der Titel ist in meinen Augen sowas von treffend gewÀhlt, denn Lazarus ist Wikipedia der Patron der Metzger und TotengrÀber und medizinisch gesehen eine scheinbare Auferstehung. Beide Deutungen passen 100%ig zur Handlung.
Der Autor hat am Anfang des Buches sehr anschaulich beschrieben in welcher AbhĂ€ngigkeit Joe zum Alkohol steht. Das hat mich bei jedem Einsatz des Arztes bangen lassen, ob dessen Einsatz ĂŒberhaupt noch vertretbar ist. Denn ohne Alkohol keine ruhige Hand, mit Alkohol?
Soziale Kompetenz von Joe gleich Null.
Es hat mich stark berĂŒhrt, wie der Autor den Verfall dieses einst brillanten Arztes und Wissenschaftlers beschrieben hat.
Doch dann erhĂ€lt der Krimi eine zweite Seite bereit. Joe beginnt zu Zweifeln, zu Fragen und sticht dabei in ein Wespennest. Schlussendlich weiß man beim Lesen nicht mehr wem man trauen kann. Ich habe jedenfalls in jeder Person einen MittĂ€ter vermutet. Das macht das Lesen echt spannend und diese Spannung hĂ€lt sich bis zum Schluss.
FĂŒr mich war das ein sehr spannender Krimi, den ich allen Krimi-Fans wĂ€rmstens weiterempfehlen kann.

Joe ist als Chirurg in der Transplantationsmedizin tĂ€tig, er entnimmt toten Organspendern ihre Organe. Und er ist Alkoholiker seit seine Frau und sein ungeborenes Kind vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben kamen. Kurz: Joe steht an einem Abgrund und ist kurz davor, hinab zu stĂŒrzen. Doch er ist trotz allem noch klar genug, um zu bemerken, dass seine EinsĂ€tze als Transplantationschirurg sich hĂ€ufen. StĂ€ndig wird er zu einem Einsatz gerufen, es stehen plötzlich immer mehr Spenderorgane zur VerfĂŒgung. Joe versucht, den Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen und sieht sich plötzlich selbst in grĂ¶ĂŸter Gefahr, als ein tödlicher Anschlag auf seinen in der Transplantationsforschung tĂ€tigen Kollegen verĂŒbt wird.

Ein schwieriges Thema, ein spannender Medizin-Thriller, ein besonderer Protagonist. Der sein Leid offen lebt. Ein Thema was auch in den letzten Jahren immer öfter in die Öffentlichkeit tritt. Skandale um Organhandel in die auch Ärzte systematisch eingebunden wurden. Gut geschrieben aber nicht vollkommen ausgeschöpft.  Aber doch empfehlenswert. Besonders gut hat mir Johannes Krafft gefallen.

Das Cover passt sehr gut zu der Geschichte