Freitag, 17. MĂ€rz 2017

Anja Fahrner - Alkatar


4,5 von 5 🌟 beeindruckende Zukunftsversion. Leider scheitert es mal wieder am Menschen

2030 – Die Menschen haben die Erde an den Rand einer Katastrophe gebracht, doch jenseits unseres Sonnensystems ist diese Entwicklung nicht unbemerkt geblieben. Die Laurasier, entfernte Vorfahren der Menschen, starten eine verborgene Rettungsaktion, um den Fortbestand der menschlichen Spezies zu sichern: Freiwillige sollen auf dem erdĂ€hnlichen Planeten Zadeg einen Lebensweg im Einklang mit der Natur erlernen. Doch der Verantwortliche der Mission, der laurasische HeerfĂŒhrer und Telepath Alkatar, wird schon bald mit den AbgrĂŒnden der menschlichen Natur konfrontiert. Als ein intergalaktischer Krieg Zadeg von der Außenwelt abschneidet, setzt sich eine dramatische Entwicklung in Gang ...

Mir wurde das Exemplar als Blogger von der lieben Schriftstellerin zur VerfĂŒgung gestellt. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen ich bin doch sehr angetan. Sowohl vom Schreibstil als auch von der Geschichte.

Es spielt in der Zukunft. Die Erde steht vor dem Abgrund zerstört von der Machtgier einiger weniger zerrĂŒttet.
Parallel erfĂ€hrt der Leser von einer Welt namens Samos. In der menschennahe Lebewesen in Kasten leben in Verbindung mit der Natur und den Tieren. Die Hauptperson Alkatar, dieser ist nun nach den Regeln seines Volkes erwachsen, seine telepathischen FĂ€higkeiten stark. Doch ein Missgeschick seiner Halbschwester Annevay zerstört etwas in ihm, sie stirbt, weil Frauen die Macht haben und MĂ€nner zur Reinhaltung der Linie in andere Gruppen entsandt werden nach Initiierung. Alkatar sieht schon vor den Feierlichkeiten davon und versucht sein GlĂŒck in einer "Stadt". Es ist des Nachts immens gefĂ€hrlich denn da treiben sich wilde Tiere herum, und die Nacht dauert 6 Monate unserer Zeitrechnung. In der "Stadt" angekommen wird er ĂŒberfallen und ĂŒbel zugerichtet, da er immer noch seiner Halbschwester nachtrauert hĂ€tte er den Tod willkommen geheissen. Aber er erwacht in der Schmiede des Ortes, und verpflichtet sich bei seiner Ehre die Pflege abzuarbeiten. Da es aber eintönig ist und er alleine ist sucht er Freunde, und findet Henschel , ausgerechnet einer der ihn seinerzeit ĂŒberfallen hat. Aber die beide werden echte Freunde, bis zu dem Tag, als Henschel von einer Welt ausserhalb Samos erzĂ€hlt, von Planeten und Völker die im Interplanetaren Bund zusammen geschlossen sind. Henschel will es gerne versuchen und meldet sich freiwillig. Alkatar begleitet ihn zur "Musterung", lĂ€st ihn aber ziehen. Die Sehnsucht nach Freiheit und der Jagd wird immer stĂ€rker in Alkatar. Der Schmied hat irgendwann ein Einsehen und vermittelt ihn an die angesehenste Kasten auf Samos die ihn zu einem ManturenjĂ€ger formte. Das Schlimmste aber war, das er als Zuchtbulle hergenommen wurde. Er war zutiefst verletzt. Und er begann an seinem eingeschlagenen Weg zu zweifeln, den Rest Zweifel kam auf als eine Jagd missglĂŒckte und viele starben. Er beschloss zu gehen und bewarb sich ebenfalls beim Interplanetaren Bund. Parallel dazu auf der ziemlich zerstörten Erde lebten u.a. Stefa, welche ich total lieb gewonnen habe ihren Bruder Heinrich, dem der Name Adolf besser gestanden hĂ€tte und dessen Freundin Ulrike aka Eva Braun. Diese bemerken ebenfalls das es mehr gibt als die Erde und bewerben sich freiwillig fĂŒr einen Neuanfang auf einem fernen Planeten um zur Natur und ihren Geschöpfen in Einklang zu kommen und dann mit neuen Werten die Erde neu zu besiedeln. Auf Zadeg angekommen im Tiefschlaf Tanks. Erkennen die Menschen, das sie eigentlich nur Die FrĂŒchte des Planeten haben und vom Grunde ganz neu anfangen mĂŒssen. Und Alkatar als Koordinator dies begleitet Stefa ist hin und weg von dem Krieger. Aber schaffen es die Menschen so zu leben uns sich nicht ĂŒber andere zu erheben?

Ich war von diesem Buch echt schwer begeistert. Die Protagonisten : Alkatar, Stefa und Heinrich sind eindrucksvoll beschrieben. Ebenso die Landschaften.

Die volle Punktzahl gibt es nur nicht, weil ich es einfacher gefunden hÀtte, wenn die verschiedenen Lebewesen und Kasten gleich zu Beginn hÀtten erklÀrt werden können. Aber ansonsten ein Lesegenuss.
Das Cover wird dem Buch nicht gerecht.