Donnerstag, 20. Juli 2017

AI: Lucy Stern

#Autoreninterview

mit Lucy Stern


Steckbrief:

Name: Lucy Stern
Wohnort: In der Nähe von Hannover
Lieblingsbuch: Das gibt’s nicht.
Lieblingsfilm: Leider kann ich damit auch nicht dienen, ich untreues Ding :D
Lieblingsessen: Siehe oben. Wenn ich etwas mag, überfresse ich mich daran einfach immer wieder.
Lieblingsfarbe: Derzeit Lila … aber … siehe oben. Das kann sich schnell ändern ;)
Lieblingsgeruch: Alles, was fruchtig ist
Lieblingsurlaubsort: Singapur *-*
Hobbys: Ihr seid ja schnuckelig … :D Schreiben natürlich


Interview:


Woher bekommst Du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

  • Hm, meist kommen sie einfach so. Und immer dann, wenn ich sie nicht gebrauchen kann, weil ich gerade noch 100 andere Sachen habe. Die Storylines für meine Reihen entwickeln sich ganz von allein. Meist auch erst beim Schreiben. Mir geht es da wie einem Leser. Ich setze mich allerdings an die Tastatur und nicht ans gedruckte Buch. Dafür überlasse ich dann meinem Kopfkino die Arbeit, während ich selbst gespannt verfolge, was sich nun wieder ereignet. Grob weiß ich es natürlich, aber wie gewisse Szenen dann im Detail aussehen, ist immer eine Überraschung.


Wie lange brauchst Du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen?

  • Früher 1-2 Monate. Aber da war ich auch „nur“ Autorin. Jetzt bin ich darüber hinaus Verlegerin, sodass es 3-4 Monate geworden sind, da 80% meiner Zeit in den Verlag gehen.


In welchen Genre finden wir Dich?

  • Liebesromane.


Wann kommt Dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten?

  • Das kann ich nicht sagen. Nach der Sommerpause auf jeden Fall. Ob es nun ein weiterer Twin Love Teil oder der dritte Teil meiner Bad Boys by the Bay Reihe wird, muss sich noch zeigen. :)


Welche Bücher liegen schon von Dir vor? Die man Wo? Kaufen kann?

  • Ähm, laut Amazon sind das vierzehn Bücher. ;) Ich bin unter anderem für die Twin Love Reihe, die Devil Reihe und die Bad Boys by the Bay Reihe verantwortlich. Aber alle möchte ich hier nicht aufzählen. Zu finden sind sie auf Amazon oder als signierte Print Ausgabe in dem Written Dreams Verlagsshop, wo ich meine eigene, kleine Ecke habe. <3


Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?

  • Da ich dort auch viel für den Verlag mache, stehen meist bunt bedruckte Aktenordner herum. Gemütlichkeit am Arbeitsplatz ist mir nicht sooo wichtig. Ich war nie so ein girly Girl, das ihren Schreibtisch dekoriert hat. Meiner sah immer aus wie die meiner männlichen Kollegen mit einem Hauch von Chaos. :D Gemütlich ist mein Arbeitszimmer dafür dennoch. Couch, viele Bilder / Cover an der Wand und einige süße Dinge, die Leser mir geschickt haben. Aber mein Schreibtisch selbst ist ein Arbeitsplatz. Da stört mich Deko nur und nimmt Platz weg.


Kann man signierte Bücher von Dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo?
  • Ja, kann man. Alles in meinem Bereich vom Written Dreams Verlagsshop erhältlich.


Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war damals deine Berufswahl?

  • Himmel, nein. Ich habe mich bis vor vier Jahren für hoffnungslos unkreativ gehalten und mich immer gewundert, warum mein Kopfkino so aktiv ist. Es hat ca. ein Jahr ab Schreibbeginn gedauert, bis es nicht mehr so übermäßig aktiv war. Begonnen habe ich nur aus der Not heraus, nämlich auf einer Dienstreise, wo bis auf das Hotel nichts weiter war. Einmal Autorin zu sein, wäre mir als Kind im Traum nicht eingefallen.


Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen dafür in frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von Dir im Kino sehen?

  • Keines davon. Ich kenne nur eine Verfilmung, die an das Buch heran kam. Bei allem anderen haben die Filme gegenüber der Bücher keine Chance. Ich bin kein Buchverfilmungsfan. 


Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale oder fliegen die Dir so zu?

  • Unter der Dusche, beim Unterhalten mit Freunden, beim Schreiben … ich erzwinge nichts und ich plotte meine Storys auch nicht von A bis Z durch. Jeder Autor muss seinen Weg finden, und alles durchzuorganisieren ist nicht mein Weg. Da blockiere ich. Für Ideen brauche ich mein geordnetes Chaos, womit aber nicht viele Autoren etwas anfangen können. Manchmal beginne ich mit dem Ende eines Buchs und bekomme gleich schon Ideen für andere Bücher. Manchmal mittendrin. Ab und an bekomme ich es auch hin, mal 4 Kapitel chronologisch zu schreiben.


Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an?

  • Die wenigsten meiner männlichen Protas sprechen mich persönlich als Bookboyfriend an. Ich mag sie, keine Frage, aber sich verlieben? Hmmm. Es gäbe da erst seit einem Jahr ein paar, die ich gerne daten würde :D . Da kämen derzeit aber nur meine Bad Boys aus San Francisco in Frage (und da würde ich dann natürlich Dante, meinen Priester, nehmen).


Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?
  • Da muss ich differenzieren. Privat lese ich eher Thriller. Aber ich lese schon seit über einem Jahr nicht mehr privat, weil mir der Kopf und die Zeit dafür fehlen. Was ich lese, ist immer irgendwie mit meiner Arbeit verbunden, was aber nicht negativ ist. Daher lese ich dann doch nur „mein“ Genre. Alles, was beim Written Dreams Verlag veröffentlicht wird, lese ich vor der Veröffentlichung und fast alles entspricht auch meinem persönlichen Geschmack, was diese Arbeit zu einem absoluten Traum macht. Aber ich finde es befremdlich, wenn etwas unter meinem ureigenen Label erscheint und ich keinen Schimmer habe, worum es in dem Buch geht und nie eine Zeile daraus gelesen habe.


Was war das letzte Buch welches Du selbst gelesen hast?
  • Don’t Wanna Love You von Ruby Recked (erscheint am 9.7.). Meine erste „Stiefbruder / Stiefschwester“ Geschichte, die ich sehr, sehr gern gelesen habe. Sonst habe ich erst wieder in die neue Reihe von Megan Carpenter reingelesen (kommt noch) oder den 2. Teil „Between Victory and Death“ von Chloe Jackson.


Hast Du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R?
  • Puh, Liebling nicht zwangsläufig, aber durch unsere enge Freundschaft nerve ich Isabelle Richter immer, dass ich auf kaltem Entzug bin und Lesenachschub brauche. :) Auch Werke von Kimmy Reeve oder Megan Carpenter verschlinge ich, ebenso wie die von Kim Valentine oder Chloe Jackson. Da kommen aber ständig welche hinzu, die Liste ist also lebend und wächst ständig.


Wenn du auf eine einsamen Insel auswandern müsstest welche 3 Dinge würdest du mit nehmen? Es gibt kein Strom!!!! Aber eine Monatliche Lieferung!!!

  • Ganz ehrlich? Inseln wären mein Todesurteil, da kann ich auch 10 Sachen mitnehmen und würde durchdrehen, ganz egal was es wäre. Mich würden auch keine 10 Pferde auf die Malediven bekommen. Allein die Aussage, dass man um manche Inseln in einer Stunde gelaufen ist, macht mich schon krank. Absoluter Albtraum. :D


Welche Ratschläge kannst du „jungen“ Autoren mit auf den Weg geben?

  • Seid ausdauernd und vor allem kritikfähig. Ohne diese Eigenschaften wird es schwer. Mittlerweile habe ich viele Rohskripte von Debütautoren gesehen und die Anfängerfehler gleichen sich sehr, sehr oft. Das bedeutet, dass man seinen Debütroman 3-4 Mal überarbeiten muss. Das erste Mal, um die ganzen Fehler auszumerzen, das zweite Mal, um die Plot- und Charakterschwächen im Skript zu eliminieren. Und zu guter Letzt noch ein normales Lektorat. Seid nicht so blauäugig und glaubt, dass man es auch ohne Lektorat machen kann, weil „meine Freundinnen das toll finden und die total kritisch sind“. Eure Freundinnen brauchen nicht nur die Fähigkeit, Kritik zu üben, sondern vor allem die Fähigkeit, Schwächen als solche zu erkennen und da hapert es sogar derzeit bei so manchem Lektor. Wie oft sitzt man als Autor an einer Szene und denkt sich „Irgendwas passt hier nicht. Es gefällt mir nicht 100%ig, aber ich kann nicht greifen, woran genau das liegt.“. Was man braucht ist jemand, der den Finger exakt in diese Wunde legt und das Ganze greifbar macht. Ein Debüt kostet Zeit und Nerven, aber ihr legt den Grundstein für spätere Werke, denn wenn ihr euch verbbessert, passieren euch diese Fehler nie wieder und das nächste Skript wird schon weniger arbeitsintensiv. ;) Aber vor allem: Finde deinen eigenen Weg. Tipps und Tricks, die bei einem Autor, den du vielleicht sehr gern liest, funktionieren, können bei dir fehlschlagen, ohne dass du etwas „falsch“ machst. Dann ist es nun mal nicht deine Methode. Die zu finden kann dauern. Das ist okay. :)


Vielen Dank für dieses tolle Interview!


Falls ihr gerne was von ihr lesen wollt:
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