Dienstag, 14. November 2017

Zarah Philips - Lauter Leichen

Rezension von Melanie zu "Lauter Leichen" von Zarah Philips

5 von 5 Krimi mit einer guten Portion schwarzem Humor. Sehr gelungen!

Inhalt 
Ein rasanter Krimi mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors im noblen Hamburger Westen.
Elli Gint, 31 Jahre alt, Malerin und Teilzeit-Henkerin aus Überzeugung, kann es kaum glauben: Ausgerechnet für einen Mord, den sie NICHT begangen hat, rückt ihr die Polizei auf den Pelz. 
Beim Toten handelt es sich um Ellis Ex-Liebhaber Peter – der dummerweise mit der Waffe erschossen worden ist, die bereits achtzehn Jahre zuvor Ellis Vater Konrad niederstreckte. Der damalige leitende Kommissar Josef Watkowski tippte auf Ellis Mutter Martha als Täterin. Tage später wurde er das Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht, und die Ermittlungen gegen Martha liefen ins Leere. 
Watkowskis Sohn Hiob übernimmt nun die Ermittlungen im Mordfall Peter. Doch er hat nicht nur ein persönliches Hühnchen mit der Familie Gint zu rupfen, sondern ist auch noch der berüchtigste Ermittler am Landeskriminalamt.
Enthusiastisch und nicht immer gesetzeskonform heftet er sich an die Fersen der Damen. Elli, Mutter Martha sowie die pragmatische Oma Frieda müssen sich viel einfallen lassen, um Watkowski von ihrer Spur abzubringen - denn es ist anders, als es aussieht. Das wird allerdings erst klar, als Elli sich in die Ermittlungen einschaltet … 
Unterstützt wird sie dabei von ihrem schizophrenen, aber genialen Cousin Simon, dessen Bruder Michael, der als Autoschieber Karriere gemacht hat, und Frühstück, einem potenten Lamahengst.

Meinung

Hui. Als die Autorin an unseren Blog herangetreten ist, hat mich allein schon der Titel angefichst. Denn es hörte sich nach schön viel Blut an ( ergo genau mein Beuteschema ), aber es ist kein brutaler Thriller, es ist ganz anders als gedacht. 

Alleine die Idee eine Teilzeit-Henkerin als Hauptfigur zu erkoren ist mal was anderes. Wie das ganze Buch,  denn trotz Titel haben mich nicht die Leichen am durchsuchten gehalten sondern der wunderbare Schwarze Humor hat mich bei der Stange gehalten.

Ich liiiiiiiiiebe makabre Geschichten.  Bin jemand der in den unmöglichsten Situationen etwas komisch finden kann, und oft rutscht mir dann auch mal ein Spruch raus, der vielleicht nicht wirklich angebracht ist, aber oft werde ich dann später darauf angesprochen, das er doch gut war. Und bei dieser Story hatte ich sehr oft dieses Eindruck. 

Ich habe sehr viel geschmunzelt. Und ein oder zweimal auch laut gelacht.

Der Schauplatz dieser Story ist Hamburg und dreht sich um zwei reiche Familien die lauter Leichen im Keller haben, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber mehr wird über die Story hier nicht erzählt.  Schön brav selber lesen.

Die Oma Frieda bleibt mir bis zum Schluss undurchsichtig und geheimnisvoll. Auch ein sehr schöner Charakter. Einerseits auf alltes Omachen getrimmt steckt sie andererseits voller Rätsel. Sie erzählt zwar einiges aber oft sind es auch nur Andeutungen. 

Ellie ist mir total sympathisch gewesen. Zwar zuerst ziemlich naiv was ihren Partner angeht, aber sie hat Charme und Witz.

Ich war zwar schon das eine oder andere Mal in Hamburg, kenne mich allerdings null aus, aber die Orte waren bildlich  so das ich mich schon wieder fand und ich die Beschreibungen doch als sehr nachvollziehbar empfand.

Das Cover finde ich mit dem Totenkopf in schwarz weiß zum einen passend und ein echter Hingucker. 

Ich bin gespannt wie es weiter geht. 

Überzeugte Leseempfehlung! 

Fakten
480 Seiten  
TB 14,99 €
Ebook 2,99 €

Erschienen im @epubli

Ich möchte mich bei der Autorin für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken. 

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Es war einfach geil!