Dienstag, 9. Januar 2018

Jan-Bart Kazemier - Drone

3,5 von 5 🌟 gute Idee, aber irgendwie nicht so gut ausgearbeitet 

Klappentext:
"Ein ehemaliger Elitesoldat wird zum Staatsfeind. Eine Politikerin entscheidet ĂŒber Leben und Tod. Eine gefĂ€hrliches Spiel beginnt. 
Als Eliot Koler eine verschlĂŒsselte Nachricht erhĂ€lt, ist alles wieder da – das afghanische Dorf, die Explosion, die vielen Toten. Die Informationen, ĂŒber die seine ehemalige Kollegin Miriam Veltman verfĂŒgt, sind brisant. Und endlich hat Eliot die Chance, die Wahrheit ĂŒber den Einsatz zu erfahren. Aber noch bevor er Miriam treffen kann, ist sie tot. Denn die beiden stehen lĂ€ngst im Visier des Geheimdienstes und einer mĂ€chtigen Gegnerin in den höchsten RĂ€ngen der Politik. Doch Miriam hat ihm eine letzte Spur hinterlassen. Sie fĂŒhrt zu einer IT-Expertin, die im Nahen Osten verschollen ist. Nur sie kann entschlĂŒsseln, was damals wirklich geschah…" 

"Der Autor Bart-Jan Kazemier, geboren 1979 in Groningen, Niederlande, hat Angewandte Linguistik studiert und unterrichtet heute an internationalen Bildungseinrichtungen. Er hat mehrere Dokumentarfilme produziert, die auf internationalen Filmfestivals gezeigt wurden. „Drone“ ist sein erster Roman, der auf Deutsch erscheint."

Quelle: Amazon/Verlag.

Meinung:
Ich mag Holland,  deswegen hat mich dieses Buch so gereizt, denn Bart-Jan ist so einer. Ich habe mich sehr darauf gefreut, denn Thriller ist meins. Und dieser fĂŒr mich unbekannter NiederlĂ€nder hat mich gereizt, vielleicht war das mein Fehler, das ich zu viel erwartet habe.

Der Anfang, hat mich gleich mal auf den Boden der Tatsachen zurĂŒck geholt, es ist ziemlich verwirrend und langatmig. Ich habe mich echt zwingen mĂŒssen, um die ersten Kapitel zu lesen. Die vielen unterschiedlichen Charaktere verwirren einen, dazu viele Kapitel, die eigentlich nur andeuten, aber keine fließende Geschichte erzĂ€hlen, und man einfach nicht richtig zuordnen kann. 

Der Hauptprotagonist Eliot Koler ist mir auch einfach zu .... unwirklich, er wird kaum wirklich beschrieben, auch hier nur immer Andeutungen, die kein klares Bild ergeben. Er wirkt unvollendet und alles andere als sympathisch.

Aber nach einiger Zeit,  wurde es doch spannend, eine Art Katz und Maus Spiel, und das war auch das, was ich mir ursprĂŒnglicherweise eigentlich erhofft habe. Und auch Eliot bekam etwas mehr Struktur,  denn er muss nun herausfinden was Mirjam ihm hĂ€tte zukommenlassen sollen. Es beginnt ein Spiel auf Zeit, indem Eliot immer einen Schritt zu langsam ist. Er reist quer durch die Welt. 

Es gab aber auch immer wieder Stellen, die wie Kaugummi wirkten, und die aufkommende Spannung wieder zurĂŒck warfen! 

Irgendwie bin ich mit der Geschichte und Eliot einfach nicht warm geworden, die Story hat mich nicht abgeholt. Die Gegenspieler, welche politisch angehaucht waren fand ich irgendwie unfertig!

Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt fĂŒr mich das Buch zu lesen.

Ich war trotz allem froh, durchgehalten zu haben, denn es wurde noch einmal richtig spannend, so das es noch ein versöhnliches Ende gab. Dieses ĂŒberraschte mich dann auch.

Wer sich nicht zu schnell ins Boxhorn jagen lĂ€sst, fĂŒr den ist diese Story eine absolute Leseempfehlung!

Fakten:
512 Seiten  
TB 10,00 €
Ebook 8,99 €

Erschienen im Pengion Verlag.

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei Amazon.

Ich möchte mich bei Randomhouse fĂŒr die VerfĂŒgungstellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!