Dienstag, 17. April 2018

Susanne Jansson - Opfermoor

5 von 5 🌟  Das Moor vergisst nicht

Klappentext
"Ein sagenumwobenes, abgelegenes Moor inmitten der WĂ€lder und Seen Schwedens: Hier entnimmt die junge Biologin Nathalie Proben fĂŒr ein Forschungsprojekt - und findet kurze Zeit spĂ€ter einen Mann, der brutal zusammengeschlagen im Sumpf liegt. Direkt daneben eine von Hand ausgehobene, etwa zwei Meter lange Grube. Ein vorbereitetes Grab? Ein Hinweis auf die Menschenopfer, die in der Eisenzeit hier erbracht wurden? Zusammen mit der Polizeifotografin Maya versucht Nathalie, die Geschehnisse aufzuklĂ€ren. Dabei stoßen die beiden Frauen auf weitere Leichen im Moor und finden heraus, wie unheilvoll die Bewohner des Ortes in die VorfĂ€lle verstrickt sind … Opfermoor ist ein suggestiver Spannungsroman der Extraklasse. Das zwischen Faszination und Unheil schillernde Moor wird dabei selbst zu einer Hauptfigur. Seiner PrĂ€senz und Sogwirkung kann sich der Leser nur schwer entziehen."

Quelle: Amazon/Verlag.

Meinung
Was ein Buch! Von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Noch nie hat mich das Moor so fasziniert und war soooo bildlich beschrieben wie hier. Wenn man durch die Geschichte flog konnte man fast den Nebel sehen, das Moos unter mir spĂŒren und die furchtbaren MĂŒcken am Ohr summen hören. Echt beeindruckend. Ich war noch nie in einem Moor, aber man konnte durch die detailverliebtheiten und ausfĂŒhrlichen Beschreibungen, sich ein gutes Bild machen.

Die Geschichte beginnt als die Protagonistin Nathalie aufgrund ihrer Dissertation in Biologie nach Jahren zurĂŒck nach Mossmarken kommt. Sie benötigt die NĂ€he zum Moor um Messungen durchzufĂŒhren und mietet sich in der NĂ€he einen Katzensprung entfernt eine FerienhĂŒtte.

Nathalie wird allerdings von keinem erkannt, und das, obwohl sie als Kind in Mossmarken gelebt hat, und ihre Vergangenheit wird nur nach und nach preisgegeben, was auch die Spannung schĂŒrt, denn man ahnt das diese fĂŒr die jetzigen Geschehnisse ursĂ€chlich ist.

Sie lebt in der FerienhĂŒtte sehr einsam, was sie allerdings begrĂŒĂŸt, allerdings hat sie nicht mit dem joggenden Student Johannes trifft. Und ihn trotz einer gewissen Anziehungskraft nur zögerlich nĂ€her kommen lĂ€sst.

Eines stĂŒrmischen Tages wird Johannes beim Joggen im Moor ĂŒbel verprĂŒgelt und dabei schwer verletzt.

Die Ermittlungen im Fall Johannes ĂŒbernimmt
Leif Berggren, der Inspektor steht kurz vor der Pensionierung.

Er wird dabei von der Polizeifotografin Maya Linde unterstĂŒtzt,  welche nach In- und AuslĂ€ndischen Aufenthalten, wo sie auch diverse Kunstausstellungen mit ihren Fotos fĂŒllte, denn sie hat den gewissen Blick, um die Bilder zu etwas Besonderen zu machen.

WĂ€hrend Maya sich in ihrem gekauften Haus einlebt und sie sich Gedanken um eine Vernissage ĂŒber das Moor macht; wird eine Leiche gefunden, die UmstĂ€nde lassen in Mossmarken die Geschichten ĂŒber WidergĂ€nger aus dem Moor aufkommen. Und wĂ€hrend Nathalie alles aus Sicht der Wissenschaftlerin beschreibt, kommt immer mehr was sie vergessen wollte hervor. Mega spannend!

Besonders hat mich bei diesem Erstlingswerk begeistert zum einen die klare Sprache und auch die Beschreibungen des Herbsttages aus der Sicht von Nathalie gepaart mit Wissen ist sehr gelungen.

Ich habe noch nie so ein wahnsinniges Setting gepaart mit dieser schwach besiedelten schwedischen Gegend,  dazu ein verborgenes und verdrĂ€ngte Kindheitstrauma und abgerundet mit den bildlichen Moorbeschreibungen, haben mich sehr gut unterhalten.

Klare Leseempfehlung! Ich freue mich auf mehr von der Autorin!

Fakten
320 Seiten
TB 15,00 €
Ebook 11,99 €

Erschienen im C. Bertelsmann Verlag

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag oder Amazon.

Ich möchte mich bei RandomHouse fĂŒr die VerfĂŒgung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!