Rezension von Susann zu "Federleicht: Wie Neben im Wind Bd 5" von Marah Woolf
Erscheinungstermin: 17.05.2017
Band 5 der 7-teiligen Saga
Erhältlich als ebook und Taschenbuch
Der Klappentext: (Ich habe ihn ein bisschen angepasst, da
dieser einen wichtigen Spoiler für Band 4 enthält.)
„Eliza ist zurück aus dem Haus der Wünsche und am Boden
zerstört. […] Cassian wendet sich endgültig von ihr ab. Für ihn gibt es nur
noch eine Möglichkeit, sein Augenlicht zurückzugewinnen und dafür muss er Opal
heiraten.
Eliza steht nun vor der Aufgabe, das Siegel des Beliozar in Sicherheit zu
bringen. Doch die Magier gewinnen immer mehr an Macht und Damian de Winter
lässt nichts unversucht, um das Siegel in die Hände zu bekommen. Auch dieses
Mal muss Eliza auf die Hilfe ihrer Freunde vertrauen und endlich erfährt sie,
warum ausgerechnet sie mit der Magischen Welt verbunden ist.“
Meinung
Wieder einmal verzauberte mich Marah mit ihrem
Schreibstil und ihren Geschichten aus der magischen Welt.
Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 4 an, welcher mit
der Befreiung aus dem Haus der Wünsche endet.
Da Eliza nun die Beschützerin des Siegels von Beliozar ist, bleibt sie
vorerst in Avallach, der Schule für alle magischen Wesen. Dort muss sie sich zu
Recht finden und ertragen, wie Opal sich an Cassian ranschmeißt. Cassian ist
mal wieder der Eisklotz in Person, aber das sind wir ja schon gewöhnt. Wieder
leidet man mit der armen Eliza, die vor lauter Liebeskummer kaum etwas essen
mag, aber versucht, sich nichts anmerken zu lassen.
Während sie sich den Kopf über diesen stolzen Elfen
zerbricht, stolpert sie in ihr nächstes gefährliches Abenteuer, denn das Böse
schläft nicht und versucht alles, um das Siegel in die Hände zu bekommen.
Band 4 ist mein Lieblingsband der Reihe. Deshalb habe ich
dem fünften regelrecht entgegen gefiebert.
Was ich an Marah liebe, sind die Gedichte zu Beginn ihrer
Bücher. Die Federleicht Saga wird in jedem Buch mit diesem schönen Gedicht
eingeleitet:
„Schnee sinkt zur Erde federleicht,
ein Ort durch die Kugel dem anderen weicht.
Uhr die Zeit verstummen lässt.
Vergangenes – es wird zum Fest.
Flöte jeden Wunsch erfüllt,
Unglück sich in Schweigen hüllt.
Spiegel nichts vor dir verbirgt,
Lüge keinen Zauber wirkt.
Zauberkraft in der Feder sitzt,
nützt nur dem, der sie besitzt.
Ring dich jederzeit versteckt,
bestimme selbst, wer dich entdeckt.
Schlüssel immer dich beschützt,
wenn vorsichtig du ihn benützt.“
Was es damit auf sich hat, solltet ihr besser selbst
herausfinden ;)
Eliza fand ich zu Anfang (Band 1) noch ein bisschen
anstrengend und unreif, aber im Laufe der Geschichte spürt man, wie sie mit
ihren Aufgaben wächst. Ich rechne es ihr jedes Mal aufs Neue hoch an, dass sie
Cassians Launen erträgt. An manchen Stellen hätte ich ihm schon längst den Hals
umgedreht. Allerdings ist er dann wieder so süß, dass man absolut
nachvollziehen kann, warum Eliza ihn so sehr liebt und förmlich dahin schmilzt.
Marah beschreibt ihre Charaktere so genau, dass man zu
jedem ein Bild im Kopf hat und sagen kann „Das ist ja mal wieder typisch für…“
Die Geschichte hat nicht ein bisschen an Reiz verloren.
Im Gegenteil. Von Band zu Band wurden die Cliffhanger für mich unerträglicher. Jetzt, wo die letzten Seiten hinter mir
liegen, weiß ich nicht so recht, was ich mit mir anfangen soll. Ich vermisse
sie alle jetzt schon und kann es kaum
bis zur Veröffentlichung von Band 6 abwarten. Leider wird das erst im Dezember
sein.
Toll finde ich, dass die Reihe mit ihrem Vorgänger, der
MondLicht-Saga, eng verbunden ist. So trifft man den einen oder anderen aus
„früheren Zeiten“ wieder. (Es ist nicht
zwingend notwendig, die MondLicht-Saga vorher zu lesen. Ich empfehle es aber.)
Deshalb gebe ich Band 5 (und somit natürlich auch den
restlichen Bänden) 5 von 5 Sternen.
Hiermit oute ich mich als totaler Marah-Fan und warte
sehnsüchtig auf Band 6 „Wie der Kuss einer Fee“.