Rezension von Susann zu Lässig in Love von Greta
Schneider
Erscheinungstermin: 29. Juli 2018
Seitenanzahl: 348
Der Klappentext:
„Sie
braucht ihn, um ein Dach über dem Kopf zu haben.
Er braucht sie, um die Tochter seines Chefs zu erobern.
Sie haben einen Deal. Und der führt direkt ins Chaos...
Elina sitzt plötzlich auf der Straße. Allein, ohne Geld,
ohne Job.
Henry, der beste Freund ihres Bruders, hat ein Zimmer
frei – aber er bittet um eine ungewöhnliche Gegenleistung: Wenn sie Henry darin
unterweist, seine Traumfrau zu erobern, lässt er Elina kostenfrei bei sich
wohnen.
Doch das Training verursacht eine Reihe von Pleiten, Pech
und Pannen, an deren Ende beide ihr Herz verlieren … haben sie sich verzockt?“
Quelle: Amazon
Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Man erfährt,
warum Elina keine Wohnung mehr hat und zieht erst ein paar Tage zu ihrer
Freundin Tanja und dann zu ihrem Bruder Jonas. Allerdings ist das nur eine
Notlösung. Da trifft es sich doch prima, dass sie ein Zimmer beim besten Freund
von Jonas haben kann. Der beste Freund heißt Henry Lässig. In Sachen Frauen
macht er seinem Nachnamen aber nicht gerade Ehre. Er ist total schüchtern und
bekommt kaum ein Wort heraus. Als er auch noch Gefallen an der Tochter des
Chefs findet, weiß der junge Softwaredesigner, dass er Hilfe braucht. Er geht
mit Elina einen Deal ein, eine glatte Win-Win-Situation also.
Elina ist eine junge, lockere Frau, die irgendwie kurzzeitig
das Ziel vor Augen verloren hat. Ich mochte ihre freundliche und lustige Art.
Sie ist ein totaler Sonnenschein. Dabei bleiben ihre Handlungen immer
realistisch. Wenn es ihr mal schlecht geht, dann zeigt sie es auch. Sie wirkt
dadurch durch und durch natürlich.
Henry ist halt der typische Nerd. Er könnte wirklich
The Big Bang Theory entsprungen sein. Doch er ist auch bereit sich zu ändern. Das
habe ich sehr an ihm bewundert. Viele Menschen sind verbohrt, halten an dem
fest, was sie kennen und wollen sich nicht ändern, weil irgendwie der Mut dazu
fehlt. Aber Henry lässt alles, was Elina sich ausdenkt, (manchmal nicht ganz
freiwillig) mit sich machen und geht selbstbewusst aus der ganzen Sache hervor.
Ich glaube Henry hätte keinen besseren Flirtcoach
als Elina haben können. Weil sie sich von früher schon kannten, waren ihr
Zusammenleben und ihre Gespräche immer ungezwungen und das normalste auf der
Welt. Sie konnte sein, wer sie wollte und er genauso.
Gretas Schreibstil ist locker und flüssig. Es wurde
nie langweilig, weil immer irgendetwas passiert ist oder man gerade einem
Ereignis entgegenfieberte. Es gab einige Situationen, bei denen ich herzhaft
lachen konnte oder mit Elina zusammen betrübt war. Man war immer mitten in der
Story, weil man sowohl aus Elinas als auch aus Henrys Sicht liest. (Solche Bücher
lese ich ja eh am liebsten.)
Das Buch ist über das Lernen, Mut zu haben und
selbstbewusst durch’s Leben zu gehen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Henry
bei seinen Fortschritten und Elina beim Sortieren ihres Lebens zuzuschauen. Der
Hauch von Erotik machte die Geschichte für mich rund und deshalb vergebe ich 5
von 5 Sternen.
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