Sonntag, 1. Juli 2018

Jennifer Alice Jager - Die Nacht der fallenden Sterne


Rezension von Susann zu Die Nacht der fallenden Sterne von Jennifer Alice Jager

Erscheinungstermin: 07. Juni 2018
Seitenanzahl: 284
Erschienen bei Impress


Der Klappentext:

„**Die verlorenen Splitter des Herzens der Mondkönigin**

Niemals trüben Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige… Als direkte Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern werden – den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen.

Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/die-nacht-der-fallenden-sterne/97083


Meine Meinung:

Von einem auf den anderen Tag wird Lunas Leben völlig auf den Kopf gestellt und schnell merkt sie, dass sie ihr wohl behütetes Leben hinter sich lassen muss. Ihre Wandlung von der einfachen Prinzessin, die gern die Welt verändern würde, zur jungen Frau, die die Welt verändert, hat mich sehr beeindruckt. Man findet in Luna eine sehr starke und weise Protagonistin wieder, welche nicht nur an sich und ihr Reichtum denkt. Die Erzählung in der Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man sie sehr schnell ins Herz schließt und so bestreitet man an ihrer Seite das Abenteuer, dass doch die ein oder andere Schrecksekunde enthält.
Hayes ist ein verschlossener Charakter. Am Anfang weiß man nicht so recht, ob er jetzt zu den Guten oder den Bösen gehört. Kann Luna ihm vertrauen?
Sehr gefreut hat es mich, dass Luna in ihrer Dienerin Mara eine Freundin gefunden hat. Mara gegenüber war ich erst ein bisschen skeptisch, aber irgendwann versteht man ihre doch manchmal schroffe Art und schließt auch sie ins Herz.

Zum Inhalt werde ich euch nichts verraten. ;) Es handelt sich aber um eine Märchen-Adaption von „Sterntaler“. Ich fand die Settings der Handlung immer super gewählt und auch die Beschreibung ließ keine Wünsche offen. Sie war sehr detailreich und deshalb war man immer mitten im Geschehen. Der flüssige und spannende Schreibstil von Jennifer verleiht der Geschichte den perfekten Rest. Die Seiten fliegen dadurch schneller dem Ende entgegen, als einem lieb ist.




Am allerbesten hat mir aber die Beschreibung der Gefühle gefallen, z. B. dass man nach außen hin stark tut, auch wenn im Inneren nur ein riesiger Scherbenhaufen liegt oder dass man irgendwann abstumpft, wenn man zu viele schreckliche Erfahrungen machen musste. Besonders diese Textstellen haben mich sehr berührt.


Für diese absolut super umgesetzte Adaption vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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