Rezension von Susann zu Die Nacht der fallenden Sterne von Jennifer Alice Jager
Erscheinungstermin: 07. Juni 2018
Seitenanzahl: 284
Erschienen bei Impress
Der Klappentext:
„**Die
verlorenen Splitter des Herzens der Mondkönigin**
Niemals trüben
Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets
rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und
Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige… Als direkte
Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen
darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie
wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern
werden – den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss
Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat
und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen
warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen.“
Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/die-nacht-der-fallenden-sterne/97083
Meine Meinung:
Von einem auf den anderen Tag wird Lunas Leben
völlig auf den Kopf gestellt und schnell merkt sie, dass sie ihr wohl behütetes
Leben hinter sich lassen muss. Ihre Wandlung von der einfachen Prinzessin, die
gern die Welt verändern würde, zur jungen Frau, die die Welt verändert, hat
mich sehr beeindruckt. Man findet in Luna eine sehr starke und weise
Protagonistin wieder, welche nicht nur an sich und ihr Reichtum denkt. Die
Erzählung in der Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man sie sehr schnell ins
Herz schließt und so bestreitet man an ihrer Seite das Abenteuer, dass doch die
ein oder andere Schrecksekunde enthält.
Hayes ist ein verschlossener Charakter. Am Anfang
weiß man nicht so recht, ob er jetzt zu den Guten oder den Bösen gehört. Kann
Luna ihm vertrauen?
Sehr gefreut hat es mich, dass Luna in ihrer
Dienerin Mara eine Freundin gefunden hat. Mara gegenüber war ich erst ein
bisschen skeptisch, aber irgendwann versteht man ihre doch manchmal schroffe
Art und schließt auch sie ins Herz.
Zum Inhalt werde ich euch nichts verraten. ;) Es
handelt sich aber um eine Märchen-Adaption von „Sterntaler“. Ich fand die
Settings der Handlung immer super gewählt und auch die Beschreibung ließ keine
Wünsche offen. Sie war sehr detailreich und deshalb war man immer mitten im
Geschehen. Der flüssige und spannende Schreibstil von Jennifer verleiht der
Geschichte den perfekten Rest. Die Seiten fliegen dadurch schneller dem Ende
entgegen, als einem lieb ist.
Am allerbesten hat mir aber die Beschreibung der
Gefühle gefallen, z. B. dass man nach außen hin stark tut, auch wenn im Inneren
nur ein riesiger Scherbenhaufen liegt oder dass man irgendwann abstumpft, wenn
man zu viele schreckliche Erfahrungen machen musste. Besonders diese
Textstellen haben mich sehr berührt.
Für diese absolut super umgesetzte Adaption vergebe
ich 5 von 5 Sternen.
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