Rezension von Susann zu Der Tag, an dem die Kirschblüten fielen ... von Emily R. Jacobs
Erscheinungstermin: 28. März 2018
Seitenanzahl: 327
Erschienen bei Merlin’s Bookshop
Der Klappentext:
„Den Schatten
der Vergangenheit kann man nicht entrinnen. Das muss auch Victoria feststellen,
die nach zwanzig Jahren der Unwissenheit endlich Mitsuhikos Briefe findet.
Diese stellen die Britin jedoch kurzerhand vor die Entscheidung ihres Lebens.
Sollte sie nach Japan reisen und den Mann, der sie in Gedanken schon ihr ganzes
Leben lang begleitet, suchen? Was, wenn er das gegebene Versprechen gebrochen
hat und nicht mehr auf sie wartete? Was, wenn die Zeit sie endgültig
voneinander entfernt hatte?
Entschlossen,
sich dem Schicksal zu stellen, beschließt sie die Reise zu wagen. Dabei trifft
sie auf den Straßen Tokyos nicht nur auf den Yakuza, der niemals aufgehört hat
an sie zu denken, sondern auch auf die Schatten seiner eigenen Vergangenheit,
die sich nunmehr bedrohlich vor dem jungen Paar aufbauen. Wird ihre Liebe das
überleben? Vor allem, werden sie das?“
Quelle: http://shop.merlinsbookshop.com/merlinsbookshop-p55h1s32-Der-Tag-an-dem-die-K.html
Meine Meinung:
Am Anfang der Geschichte lernen wir Victoria
kennen. Sie ist gerade dabei ihr Elternhaus auszuräumen, da diese bei einem
Unfall ums Leben kamen. Als Victoria und ihre zwei Freunde, die ihr helfen,
über eine Truhe auf dem Dachboden stolpern, verändert sich für Victoria
alles. Sie entschließt sich, nach Tokyo
zu reisen, um den Mann zu finden, der ihr so viel bedeutet.
Victoria ist in meinen Augen eine sehr starke Frau.
Sie hat einen Gendefekt, sodass z. B. ihre Haare weiß sind, und hatte es
deshalb im Leben nicht immer leicht.
Im Laufe der Geschichte merkt man deutlich, wie aus
der unsicheren Frau eine sehr selbstbewusste wird, die sich nicht unterkriegen
lässt. Sie kämpft für das, was sie liebt. Ihre Wandlung verdankt sie Mitsuhiko.
Er nimmt sie so, wie sie ist und verurteilt sie nicht wegen ihrem
ungewöhnlichen Aussehen. Dafür mochte ich ihn sofort und weil er Victoria nie
vergessen und ihr jedes Jahr einen Brief geschrieben hat.
„Der Tag, an dem die Kirschblüten fielen ...“ hat
mich sehr begeistert. Nicht nur das Setting gefielt mir, sondern auch, dass man
es hier nicht mit einer typischen Liebesgeschichte zwischen zwei 20 Jährigen
mit gefühlt 40 Jahren Lebenserfahrung zu tun hat. Ich hatte nie das Gefühl,
dass sich ein Charakter nicht seinem Alter entsprechend verhielt. Dadurch
wirkten sie viel realer und greifbarer auf mich.
Wie schon geschrieben, liebe ich das Setting. Ich
bin ein Anime- und Manga-Fan und deshalb ist es natürlich umso schöner, dass
das Buch in Japan spielt und das man auch von typisch japanischen Sachen liest
wie z. B. dem Hanami (das Kirschblütenfest). Wer jetzt allerdings denkt, dass
das Buch nichts für ihn ist, weil die Begriffe fremd sind, den kann ich
beruhigen. Emily hat am Ende des Buches ein Register mit Begriffen, Namen und
Redewendungen angefügt. Man kann also ganz bequem während des Lesens hinten
nachschlagen.
Das Cover finde ich mega. Es passt einfach nur
super und ich hatte mich durch das „Japan“-feeling schon sehr auf das Buch
gefreut.
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, weil man die
Möglichkeit hatte, mehrere Sichten zu lesen und zu verstehen. Leider, leider
muss ich sagen, dass ich das Buch viel zu schnell durch hatte. Gern wäre ich
noch länger bei Victoria und Mitsuhiko zu Gast geblieben.
„Der Tag, an dem die Kirschblüten fielen ...“ ist
eindeutig eine Geschichte, die noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, denn
hier erwartet euch eine spannende, nervenaufreibende und absolut romantische
Liebesgeschichte. Deshalb gibt es 5 von 5 Sternen.
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