Rezension von Susann zu Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne von Johanna Danninger
Erscheinungstermin: 03.09.2020
Seitenanzahl: 384
Erschienen bei Impress (Carlsen)
Der Klappentext
„**Wenn die Hoffnung stirbt, dann kämpfe, um zu lieben.**
In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt. Er ist ihr Nordstern in der Dunkelheit. Doch die Finsternis macht auch vor dem Licht der Liebe nicht halt. Es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …“
Quelle: Impress
Meine Meinung
Auf diese Geschichte war ich sehr gespannt. Ich wollte unbedingt wissen, was für eine dystopische Welt Johanna Danninger hier wohl geschaffen haben könnte. Ob mich die Geschichte auch abholen konnte, erfahrt ihr jetzt.
Die Charaktere
Zunächst muss ich sagen, dass es mich total fasziniert hat, dass sogar die Nebencharaktere eine unglaubliche Tiefe hatten. Bei z. B. Doris hat man immer wieder etwas Neues herausfinden können und trotzdem blieb sie bis zum Schluss doch irgendwie ein Rätsel. Schade fand ich etwas, dass der Waschbär Ricco nur so einen kurzen Auftritt hatte. Ja, er hätte im weiteren Verlauf der Geschichte irgendwie schwer reingepasst, aber trotzdem ist er mir doch etwas zu sehr untergegangen, weil er Mila ja doch sehr wichtig war.
Mila ist eine freundliche, starke, junge Frau. Mit Schuldgefühlen beladen muss sie ihren Alltag meistern und sie wirkte dabei mehr als realistisch. Kurz bevor sie den jungen Mann trifft, der wie im Klappentext beschrieben ihr Leben verändert, ist sie an einem Punkt, an dem sie weder vor noch zurück kann. Ich habe mich ihr einfach so nahe fühlen können, weil jede Emotion so greifbar war.
Über den jungen Mann verrate ich euch nicht wirklich viel außer, dass er sooooo toll ist. Auch er war für mich greifbar. Er ist für alle der Starke, trotzdem scheut er sich nicht, seine Ängste und Schwächen zuzugeben.
Die Geschichte
Die Geschichte hat sich für mich flüssig und spannend weiterentwickelt. Man hat wirklich darauf gebrannt, dass Mila und der junge Mann sich endlich näher kommen können. Ab einem gewissen Punkt verändert sich die Geschichte plötzlich unerwartet. Ihr lernt im Verlauf der Geschichte einen Tom Foulder kennen. Ihn werdet ihr eher weniger mögen und ab dem Punkt, wo sich die Geschichte so plötzlich verändert, glaubt mir, ihr werdet ihn hassen. Man hat zwar später noch kurz einen Funken Mitleid mit ihm, aber das erstickt er wirklich sehr schnell. Alles in allem habe ich die ganze Story sehr genossen und wollte immer wissen, wie es wohl mit Mila und den anderen weitergehen wird.

Der Schreibstil
Der Schreibstil war flüssig und sehr angenehm. Hier haben wir es mit dem personalen Erzähler zu tun. Das heißt, das Geschehen lest ihr in der 3. Person, könnt aber gleichzeitig in den Kopf der Person schauen, die ihr gerade begleitet. Bei dieser Geschichte wechseln sich auch verschiedene Personen ab. Ihr könnt somit die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Auch wenn das nicht meine Lieblingserzählperspektive ist, war sie hier absolut angemessen und ich glaube sie hätte nicht passender sein können.
Das Cover
Hinter dem Cover steckt mehr, als man zunächst vermuten kann. Das solltet ihr aber selbst herausfinden. Ich finde es auf jeden Fall sehr schön und absolut passend zur Geschichte.
Das Fazit
Wenn ihr eine Story lesen wollte, in der es dystopisch zugeht, in der es Intrigen und Liebe und spanende Charaktere gibt, dann solltet ihr auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Für mich hat hier einfach alles gestimmt.
Die Bewertung
Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne von mir.
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