#Autoreninterview
Name: Mona Seiffert
Wohnort:
Vorarlberg in Österreich
Lieblingsbuch: „Weiberregiment“
von Terry Pratchett
Lieblingsfilm: -
Lieblingsessen:
Pasta
Lieblingsfarbe: Lila
Lieblingsgeruch:
Herbstwald
Lieblingsurlaubsort: Zuhause
Hobbys:
Schreiben, Zeichnen, Kochen, Nähen
Woher bekommst Du
die Ideen für deine Romane und Geschichten?
Überallher. Filme, Fernsehen, andere
Romane oder Artikel im Internet, Bilder, Töne – fast alles
beinhaltet eine Geschichte oder zumindest den Beginn einer
Erzählung.
Wie lange brauchst Du für ein Buch? Vom ersten
Wort bis zum Erscheinen?
Schwer zu sagen. An Feuergabe habe ich
gut fünfzehn Jahre gearbeitet. Immer wieder bin ich mit der
Geschichte nicht weiter gekommen oder mein Leben ließ nicht genug
Zeit und Raum, um zu Schreiben. An meinen Königskindern arbeite ich
seit bald drei Jahren und habe immer noch die vermessene Hoffnung,
sie bald fertig zu bekommen.
Es gibt Geschichten, die kann man
schnell erzählen und solche, in die man richtig Arbeit hineinstecken
muss, die sich immer wieder weiter entwickeln. Jeder Roman hat seine
eigenen Anforderungen und auch wenn ich zum Teil sehr schnell
Schreiben kann, will ich das nicht immer, sondern lasse mich lieber
ein wenig von meinen Figuren in ihre Welt entführen.
In
welchen Genre finden wir Dich?
Ausschließlich in der Fantasy. Aus
irgendeinem Grund fällt es mir schwer, Geschichten zu schreiben, die
in der realen Welt spielen.
Wann kommt Dein nächstes Buch
heraus? Und wie wird der Titel lauten?
Zur zeit arbeite ich an einem Projekt
das den Arbeitstitel „Die Königskinder von Pérranon“ trägt.
Ich hoffe, das Manuskript bald fertig zu haben und es dann, nach
einer letzten Überarbeitung, an Verlage herausgeben zu können. Ob
und wann einer anbeißt und wie lange es dann bis zur
Veröffentlichung dauern wird, weiß niemand. Ich hoffe auf
2019.
Welche Bücher liegen schon von Dir vor? Die man Wo?
Kaufen kann?
Im Moment kann man „Feuergabe“ als
Taschenbuch und eBook bei Amazon oder direkt beim Aeternica-Verlag
kaufen.
Weitere Romane sind noch nicht
erschienen, wer aber Lesestoff braucht, findet auf meiner Website
www.mona-seiffert.net
meinen Webroman „Cardoom“, den ich nach und nach in kurzen
Episoden veröffentliche.
Wie gemütlich ist dein Schreibtisch
eingerichtet?
Eher zweckmäßig und chaotisch. Meist
mit Schokoladenpapierchen und Kinderspielzeug zwischen Papier und
Stiften.
Kann man signierte Bücher von Dir käuflich
erwerben? Und wenn ja, wo?
Käuflich zu erweben sind signierte
Bücher von mir leider nicht. Bisher habe ich nur ein paar wenige
Exemplare händisch verzieren dürfen. Wer das aber möchte, kann
mich gerne per Email anschreiben. Ich werde außerdem am 14. Oktober
2017 auf dem BuCon in Dreieich sein und einen Stift dabei haben
;)
Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war
damals deine Berufswahl?
Ich kann mich nicht erinnern, einen
konkreten Berufswunsch gehabt zu haben. „Irgendetwas mit Papier.“
– war mein Gedanke. Bücher habe ich schon immer geliebt, ebenso
Stift, Karteikarten, Schriften, Farben … Am Ende wurde ich
Grafikerin.
Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner
Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen da für in frage und
wieso? Welches Buch möchtest du gerne von Dir im Kino sehen?
So ganz unter vier Augen: ich bin der
festen Überzeugung, dass „Königskinder“ irgendwann auf der
Leinwand oder als Serie zu sehen sein wird. Passende Schauspieler?
Für Tilda Swinton hätte ich eine Rolle, bei der ich mir selbst noch
nicht so sicher bin, ob die Figur am Ende Mann oder Frau sein wird.
Und auch für Evanna Lynch gäbe es eine schöne Rolle. Für Darron
bräuchte ich rein von der Statur her wohl Hafthor Julius
Björnsson.
Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen?
Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale fliegen die Dir so
zu?
Ja, im Normalfall fliegt mir das zu. Zumindest einige
Bruchstücke, die ich dann notiere – entweder in einem Notizbuch
oder digital. Ich mache meist ein paar Skizzen dazu und lasse das
Ganze dann eine Weile ruhen und schaue, was sich sonst noch so
entwickelt, bevor ich mich an die richtige Arbeit mache, all die
Lücken zwischen den Plotstückchen fülle und die Löcher irgendwie
zustopfe.
Würdest du dich selbst in
deinen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ nicht an?
Ich glaube fast jede Autorin und jeder
Autor ist zum ein oder anderen Zeitpunkt schwer in eine der eigenen
Figuren verschossen. Als ich begonnen habe „Feuergabe“ zu
schreiben, war ich in etwa im selben Alter, wie Alec, mein
Protagonist und ich fand das Bild, das ich damals von ihm im Kopf
hatte durchaus hübsch. Allerdings war und ist er eher so der
Bester-Freund-Typ. Meist tun es mir sowieso eher die Nebenfiguren
an.
Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?
Ich lese fast ausschließlich Fantasy.
Die wenigen Bücher aus anderen Genres in meinem Regal sind schon
älter oder einfach Klassiker, die man „gelesen haben muss“.
Was
war das letzte Buch welches Du selbst gelesen hast?
„The Shepherds Crown“ von Terry
Pratchett. Sein letztes Werk.
Hast Du eine/n
Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R?
Terry Pratchett. Ich liebe die
Scheibenwelt, ihre Bewohner und seine humorvolle Art wirklich
wichtige Themen zu durchleuchten und daraus eine spannende Geschichte
zu weben.
Wenn du auf eine einsame Insel auswandern
müsstest welche 3 Dinge würdest du mit nehmen? Es gibt kein Strom,
aber eine monatliche Lieferung!
Stifte, Papier und meinen Mann.
Welche
Ratschläge kannst du „jungen“ Autoren mit auf den Weg geben?
Einfach machen. Der erste Entwurf ist
nie perfekt, er ist das Rohmaterial, mit dem man arbeitet.
Hört euren Gedanken zu oder lest euch
selber vor, was ihr geschrieben habt. Ein Text muss nicht nur Sinn
ergeben, er muss auch klingen.
Es gibt kein „Das kann ich doch nicht
schreiben!“. Seid mutig. Dazu ist die Kunst da, jede Kunst.
Vielen Dank für das tolle Interview
Dieses Interview wurde durch vorherige Absprache und mit Einverständnis mit der Autorin veröffentlicht.