Donnerstag, 20. Juni 2019

AI: Nicole Makarewicz

#Autoreninterview

Name: Nicole Makarewicz 
Wohnort: Wien 
Lieblingsbuch: zu viele, um sie aufzuzählen 
Lieblingsfilm: Serien sind mir lieber 
Lieblingsessen: Pierogi 
Lieblingsfarbe: Apfelgrün 
Lieblingsgeruch: Orangenduft 
Lieblingsurlaubsort: der Norden 
Hobbys: Lesen, Reisen, Schwimmen, Spielen 

  • In welchem Genre finden wir dich? 

Aktuell im Bereich Krimi/Thriller. 

  • Wann kommt dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten? 

Im Oktober 2018 ist mein aktueller Thriller „Dein Fleisch und Blut“ erschienen. 

  • Welche Bücher liegen schon von dir vor? 

„Tropfenweise“ (Roman, Seifert Verlag), „Jede Nacht“ (Erzählband, Seifert Verlag) und „Dein Fleisch und Blut“ (Thriller, Holzbaum Verlag). Außerdem sehr, sehr viele Kurzgeschichten in Anthologien, Literaturzeitschriften und beim Hörmordkartell. 

  • Kann man signierte Bücher von dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo? 

Ja, bei mir und bei Lesungen. 

  • Wann und wie kommst du auf neue Buchideen? Gibt es da eine bestimmte Vorgehensweise/Rituale oder fliegen dir Ideen einfach so zu? 

Meist ist es ein einziger Satz, der sich zu einer Geschichte auswächst. Oder ein Charakter, der unbedingt erzählt werden muss. Die Geschichten wachsen dann im Unterbewusstsein, werden immer „lauter“ und dringlicher, bis ich gar nicht mehr anders kann, als sie aufzuschreiben. Dabei verselbstständigen sie sich und es überrascht mich oft, wohin sie mich führen. 

  • Hörst du Musik beim Schreiben? Inspiriert dich die Musik zum Schreiben? 

Manchmal. Lieber ist mir allerdings eine alltägliche Geräuschkulisse wie etwa im Kaffeehaus oder im Freien. 

  • Wie lange brauchst du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen? 

Viel zu lange – v.a. weil ich neben Brotjob & Kindern zu wenig Zeit zum Schreiben habe. 

  • Wolltest du als Kind schon Autor/In werden oder was war damals deine Berufswahl? 

Ja, ich wollte schon immer schreiben. Dann wurde ich Journalistin und habe vom Schreiben gelebt. Über das „Schreiben-Schreiben“ habe ich mich erst später drübergetraut. 

  • Wenn du die Möglichkeit hättest, eines deiner Bücher zu verfilmen, welche Schauspieler kämen dafür in Frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von dir im Kino sehen? 

Es wäre toll, meinen Thriller „Dein Fleisch und Blut“ auf der großen Leinwand zu sehen. Mit Claire Danes als investigative Journalistin Leah Sebelia und Liam Neeson als Peter Geer von der Polizei. 

  • Würdest du dich selbst in deinen männlichen/weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an? 

Ich bin in alle meine Charaktere ein bisschen verliebt – sie sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Alle haben ihre Macken, Ecken und Kanten, aber sie beißen sich durch und das liebe ich an ihnen. 

  • Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher? 

Ich lese sehr viel, sehr schnell und bunt gemischt. Von Sachbüchern über Biographien bis hin zu Thrillern, Horror und Fantasy. 

  • Wie kommst du zum Schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los? 

Je nach Projekt. Ich neige zum Bauchschreiben. Vor allem bei Kurzgeschichten weiß ich erstmal nur den ersten Satz und bin oft überrascht, wohin mich die Reise führt. „Den Fleisch und Blut“ habe ich allerdings aus dramaturgischen Gründen komplett durchgeplottet. 

  • Hast du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R? 

Stephen King, Christine Nöstlinger und Joanne K. Rowling sind meine „Big Three“, aber es gibt noch sehr viel mehr hervorragende Autorinnen & Autoren, die zu meinen Favoritinnen zählen. 

  • Würdest du gerne mit deinem/R Protagonisten/In die Rolle tauschen? 

Nein. Ich mag mein Leben, ich möchte eigentlich mit niemanden tauschen – weder real noch fiktional. 

  • Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet? Oder schreibst du gar nicht am Schreibtisch sondern im Bett, im Garten, usw.? 

Mein Schreibtisch ist ein wunderbar schlicht designter Vollholztisch aus Nussholz. Zwei Messinglampen, eine mit grünem und eine mit weißem Glasschirm spenden Licht. Mein Krimskrams ist daneben im Regal untergebracht – bei den Fach- und Sachbüchern. Wann immer ich allerdings die Zeit dafür habe, schreibe ich auswärts, sehr gerne auch im Freien. 

  • Was möchtest du unseren Lesern noch sagen? 

Verliert euch in Fantasiewelten, träumt unmögliche Träume, lebt unzählige Leben und bringt das Glück, das ihr beim Lesen/Schreiben empfindet, mit in die Realität. 

Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.

Dienstag, 18. Juni 2019

Tomo Kurahashi - Doggystyle (T)

Rezension von Tabea zu "Doggystyle" von Tomo Kurahashi

Klappentext:
Als frischgebackener Lehrer muss sich Ken erst noch einen guten Ruf erarbeiten, darum darf auf keinen Fall bekannt werden, dass er ein fanatischer Boygroup-Anhänger ist. Doch dann kommt ihm ausgerechnet der heimtückische Schüler Haruma auf die Schliche! Ken fleht ihn an, sein Geheimnis zu bewahren, aber Haruma stellt eine Bedingung: Ken soll ab sofort sein Schoßhündchen spielen...

Eigene Meinung:
Bei dem Titel konnte ich einfach nicht die Finger von lassen! Habe den Manga natürlich sehr erwartungsvoll gelesen, habe mir aber mehr sexuelles gewünscht bei dem Titel...hat allerdings nur 2 von 5 Chilis. ;3 Die Story ist ganz süß, also an alle Yaoi Liebhaber da draußen...greift ruhig zu bei diesem Werk!
Ich finde die Rollenverteilung zwischen Seme (der dominantere) und Uke (der devotere) richtig gut gewählt und dafür dass dies ein Einzelband ist, konnte man sich sehr gut in die Charaktere verlieben.

4 von 5 Sterne

erschienen bei: Kaze Manga
Preis: 6,95 €

Montag, 17. Juni 2019

Katharina v. Haderer - Das Schwert der Totengöttin Bd 1 (J)

Rezension von Jenny zu "Das Schwert der Totengöttin: Black Alchemy 1" von Katharina v. Haderer

Klappentext

Ein detail- und facettenreicher Weltenentwurf, ambivalente Figuren und ein düsteres magisches Abenteuer: der Auftakt zur packenden Fantasy-Saga „Black Alchemy“ von Katharina V. Haderer.

Willkommen in Tradea – wo sich die Toten aus ihren Gräbern erheben!
Als Sergent Erik Zejn degradiert und von der Hauptstadt ins Vorland versetzt wird, rechnet er mit Ereignislosigkeit und Langeweile. Doch dann erheben sich die Toten aus den Gräbern und greifen die Lebenden an. 

Zejn steht vor der größten Herausforderung seines Lebens: Um die Menschen zu retten, muss er herausfinden, wie er die Toten für immer zurück unter die Erde schicken kann. Die Einzige, die mehr über die unheimlichen Vorgänge zu wissen scheint, ist die Kräuterhexe Mirage, doch Zejn ist sich sicher, dass man ihr nicht trauen kann.

Mirage ist keine Hexe, sondern Alchemistin und versucht alles, um die Bedrohung aufzuhalten. Nur deshalb ist sie immer in der Nähe, wenn die Toten erwachen. Schnell beginnt die Bevölkerung zu glauben, dass sie für die Angriffe verantwortlich ist und wendet sich gegen sie. Wenn Mirage sich selbst retten will, muss sie ihre Unschuld beweisen und die Toten für immer zurück unter die Erde bringen. 

Weder Zejn noch Mirage ahnen, dass die Toten nicht ihre einzigen Feinde sind.

Meinung

Ich bin sprachlos. Vollkommen. Beim lesen hatte ich Gänsehaut, Ekelgefühle, Faszination und hatte Angst vor Albträumen. 

Katharina v Haderer schreibt so mega fesselnd, mit einer Genauigkeit, dass ich Bilder in meinem Kopf hatte, die ich da zeitweise nicht haben wollte. Der Verlauf der Geschichte war so interessant geschrieben, dass ich oft noch daran denken musste, wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe. Man merkt richtig, dass sich die Autorin mit den ganzen Salben, Pflanzen und Chemie...kas? Chemiker.. .. Ach mit dem zusammensetzen von den Pflanzen zu Salben, Cremes und nennen wir sie mal "Wurfgeschosse" die laut boom machen und schönen Rauch verteilen, auseinander gesetzt hat und sich nicht was zusammen gesponnen hat. Auch die Verarztungen von den Verletzungen fand ich gut gelöst.

Die wechselnden Sichten von Zejn und Mirage waren beide sehr spannend und interessant geschrieben, auch wenn ich sagen muss, dass ich lieber die Sicht von Zejn gelesen habe. Warum kann ich gar nicht so genau sagen. Während dem lesen habe ich immer mal wieder meinen Freundinnen von den Buch erzählt und sie heiß darauf gemacht. 

Der Handlung kann man super folgen und ich hoffe die offenen Fragen werden bald in Band 2 uns offenbart. 

5 von 5 Sterne

Erschienen bei Knaur
eBook und Buch Preis 9,99 Euro
Seitenzahl 384

Kaye Pearson - Not a hero: Ashton (J)

Rezension von Jenny zu "Not a hero: Ashton" von Kaye Pearson

Klappentext

*Dark Love - Dark Romance. Not a hero ist eine kurzweilige Novelle der Wicked League-Autorin.*

Durch eine falsche Entscheidung steht für Helena alles auf dem Spiel - selbst ihr Leben. Sie taucht unter und ist fest entschlossen, nie wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen.
Der beste Freund ihres neuen Chefs bringt ihren Entschluss jedoch schnell ins Wanken. Sie landet in Ashtons Bett und genießt das leidenschaftliche Spiel mit dem dominanten Mann. Nach dieser heißen Nacht wird allerdings klar, dass sein dunkles Verlangen nach ihr noch lange nicht gestillt ist.
Doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Kann Helena ihr ein weiteres Mal entkommen und welches Geheimnis verbirgt Ashton vor ihr?

Novelle, Umfang ca. 150 Buchseiten.

Meinung

Liebe Kaye Pearson,

Du schreibst so, so gut. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden inhaliert. Die Sichten von Helena und Ashton waren super spannend, heiß und interessant be- und geschrieben. Das Kopfkino lief auf Hochtouren. Nun warte ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil inkl der Vorgeschichte von Helena und ... Dazu will ich natürlich auch wissen, was sagt Ashton zu dem ganzen? Wird es zwischen den beiden ein Happy End geben? Trennen sich ihre Wege? Trifft Ethan, die Frau seiner Träume? So viele offene Fragen und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr will ich diese Fragen aufdecken. Ich finde, man bleibt, wenn es ein offenes Ende ist, einfach am Ball und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. 

Auch wenn ich persönlich hoffe, dass wir Leser/innen nicht so lange warten müssen. Weiß ich, dass die Autorin noch ein Privatleben mit Kindern hat und nebenbei noch andere Bücher schreibt. Gut Ding will weile haben! 

Die ... nennen wir sie mal liebevoll "Kuschelszenen" waren heiß und richtig elektrisierend beschrieben, sie kamen an den richtigen Stellen und haben das Buch gut abgerundet. Auch die Actionszenen waren so spannend geschrieben, dass ich mit den Augen nicht mehr vom Kindle kam. Weiter so! 

Ich freue mich auf die nächsten Werke! 

5 von 5 Sterne

Erschienen bei Amazon
eBook Preis 99 Cent
Seitenzahl ca 150

Freitag, 14. Juni 2019

Kami Garcia - I Knew You Were Trouble (C)

Rezension von Carmen zu I Knew You Were Trouble von Kami Garcia

Klappentext:
"Marco Leone: sexy, tätowiert und ein berüchtigter Bad Boy. Frankie Devereux: reiches Mädchen aus den Heights. Doch seit sie den Mord an ihrem Freund miterlebt hat, plagen sie schwere Schuldgefühle. Traumatisiert zieht sie zu ihrem Vater, einem Undercover-Cop im übelsten Viertel der Stadt. Dort trifft sie auf Marco – und gegen ihren Willen können die beiden nicht voneinander lassen. Doch Frankies Vater tut alles, um das zu verhindern, denn Marco fährt illegale Autorennen. Nur Frankie sieht hinter Marcos harte Schale. Aber ist sie bereit, für ihre Liebe alles zu riskieren?"

Quelle: Amazon/Verlag.

Meinung:
Frankie ist nicht mehr sie selbst, ihr Freund ist Tod. Sie kann ihr altes Leben nur schwer ertragen und gerät dadurch in kleinere Schwierigkeiten. Die Vergangenheit holt sie immer wieder ein, bis auf eine wichtige Sache. Sie muss an eine neue Schule und dort merkt man sofort, dass eine Person sie aufanhieb faziniert. Doch da geht ihre Geschichte erst richtig los.

Frankie mochte ich als Person sehr. Ich kann ihre Emotionen total verstehen und ich halte sie für eine sehr starke Person, wenn man bedenkt, was sie so durchmachen musste und erlebt. Ich fand es nur schade, dass sie sich ihrer Freundin Lex nicht eher geöffnet hat. Jeder ihrer Freunde und auch neuen Freunde, haben ihre eignen Geheimnisse und Erlebnisse zi verarbeiten, was mir gefallen hat. Das hat allen Personen das gewisse etwas gegeben. Marco ist sowas von heiß. Er hat auch mit Dämonen zu kämpfen aber ich kann ihn irgendwie verstehen wieso er es tut. Ich finde ihn einfach toll.

Das Buch nimmt einen super mit und es lässt sich durch den schönen Schreibstil super lesen. Es ist eine richtig schöne Liebesgeschichte, wo nichts zu knapp kommt. Ich finde es ist einfach mal etwas anderes, da ich sowas noch nicht gelesen habe, wo es um Dinge wie Autorennen und Autos geht und dadurch hat es sogar etwas sehr modernes. Ein bisschen wie diese Rennfilme. Wer steht nicht auf solche Bad Boys? Mein Geschmack hat es voll getroffen.

Ich empfehle euch das Buch gerne weiter und kann hier nur

5 von 5 Sternen geben.

Info:
415 Seiten
Erschienen im: Ravensburger Verlag
EB: 9,99€
TB: 14,00€.

Donnerstag, 13. Juni 2019

AI: Stefan Lochner

#Autoreninterview 

Name: Stefan Lochner 
Wohnort: Leinfelden-Echterdingen 
Lieblingsbuch: Im Westen Nichts Neues – Erich Maria Remarque 
Lieblingsfilm: Odyssee 2001 
Lieblingsessen: Rostbraten mit Bratkartoffeln und Salat 
Lieblingsfarbe: Schwarz 
Lieblingsgeruch: Pilze 
Lieblingsurlaubsort: Viele (u.a. Angkor Wat, Uxmal, Damaskus, Paris, Ayuttya…) 
Hobbys: Schreiben, Fotografieren Reisen 

  • In welchen Genre finden wir dich? 

Science Fiction, Thriller. 

  • Wann kommt dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten? 

Herbst 2019. Titel: Der will nur spielen (vorläufig) 

  • Welche Bücher liegen schon von dir vor? 

Myzel (Roman), Mitarbeit in diversen Anthologien u.a. Biergeschichten (CD), Sternenfeuer, Succubus, Sternenflammen…) 

  • Kann man signierte Bücher von dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo? 

Am besten über den Verlag (Hybrid Verlag) 

  • Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale oder fliegen dir Ideen einfach so zu? 

Die Ideen fliegen mir einfach nur so zu, ich muss sie selektieren. Am besten in der Bahn oder in einem Sessel. Wenn ich schon eine gewisse Vorstellung habe, die ausgearbeitet werden muss, auch im Bett. 

  • Hörst du Musik beim Schreiben? Inspiriert dich die Musik zum Schreiben? 

Meistens schreibe ich ohne Musik. In Ausnahmefällen motiviert mich das und gibt mir Kraft. 

Wenn Ablenkungen da sind (Kneipe, Eisenbahn etc…), ist Musik sehr hilfreich, um mich von der Umwelt abzuschotten. 

  • Wie lange brauchst du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen? 

Da ich hauptsächlich als Hobby schreibe, bisher 3-5 Jahre. Allerdings dauerte es lange, bis ich einen Verlag für mein erstes Buch gefunden habe. 

  • Wolltest du als Kind schon Autor/In werden oder was war damals deine Berufswahl? 

Ich wollte immer Paläontologe werden, habe dann an Der Berufsakademie BWL Fachrichtung Datenverarbeitung studiert und arbeite seitdem in der IT Branche (mit viel Spaß). 

  • Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen, welche Schauspieler kämen da für in Frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von dir im Kino sehen? 

„Myzel“ würde sich sehr gut für einen Film eignen. Nach meiner Ansicht und der einiger Leser. 
Schauspieler sind mir egal. 

  • Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an? 

Pst. In die eine oder andere Protagonistin könnte ich mich schon verlieben. 

  • Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher? 

Ich lese sehr gerne Science Fiction, aber seit einiger Zeit lasse ich das, um nicht fremde Ideen mit eigenen zu vermischen. 

  • Wie kommst du zum Schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los? 

Kurze Idee, dann schreibe ich los. Dabei entwickelt sich der Plot. Sobald der in der Rohversion steht, schreibe ich so richtig los, um zu sehen, wie es sich anfüllt. Der Plot kann sich allerdings beim Schreiben noch weiter entwickeln und ändern. 

  • Hast du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R? 

Ich habe mehrere die ich immer wieder zu unterschiedlichen Zeiten gerne lese. 
Erich-Maria Remarque, Philip K. Dick, Mark Twain, G.B. Shaw, H.P. Lovecraft, S. Lem, C. Woolrich 

  • Würdest du gerne mit deinem/R Protagonisten/In die Rolle tauschen? 

Um Himmels Willen! 

  • Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet? Oder schreibst du gar nicht am Schreibtisch sondern im Bett, im Garten, usw. ? 

Der Schreibtisch ist sehr spartanisch eingerichtet. Da steht nur der PC. Sonst schreibe ich zum Beispiel in der Eisenbahn. Das Korrekturlesen mache ich dann mit einem Ausdruck in der Bahn, in einer Kneipe (wenn ich auf Geschäftsreise bin) oder im Urlaub an einem Strandtag. 

  • Was möchtest du unseren Lesern noch sagen? 

Schreiben ist eine Erfahrung, die jeder machen sollte. Als Autor erstellst Du Welten, schaffst Menschen und gibst ihnen eine Vergangenheit und Zukunft. Ja, es ist wie Gott spielen. 

Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.

Montag, 10. Juni 2019

Ronja Delahaye - US – Wie Worte so laut (S)


Rezension von Susann zu US - Wie Worte so laut von Ronja Delahaye


Erscheinungstermin: 04. Juni 2019
Seitenanzahl: 320


Der Klappentext

"Die Abwesenheit von Worten hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Nein, eigentlich ist es nicht die Abwesenheit von Worten - sondern viel mehr die Anwesenheit von Stille. Sie umgibt mich wie ein willkommener Kokon. Bis ich jemandem begegne, bei dem ich das Bedürfnis habe, mich daraus zu befreien."

Seit Jahren spricht Reyes nur noch mit ihren engsten Vertrauten, in der Öffentlichkeit hüllt sie sich in Schweigen. Sie hat Angst. Angst davor, dass fremde Menschen ihre Stimme hören könnten. Doch dann trifft sie auf den tauben Fynn, bei dem sie sagen kann, was immer sie will. Der junge Musiker führt ihr vor Augen, wie wundervoll es sein kann, aus ihrem gewohnten Leben auszubrechen. Reyes' Umfeld beobachtet die Entwicklung misstrauisch. Dabei wird der jungen Frau eines klar: Viele könnten ihr zuhören, aber es gibt nur einen, der sie wirklich versteht. Aus ihrer Stille werde Worte, aus Worten eine gemeinsame Sprache. Schon bald entwickelt Fynn Gefühle für die stille junge Frau, schwört sich aber, diese ihretwillen hintenanzustellen.

Doch ist das wirklich die richtige Entscheidung für ihn - und für Reyes?


Quelle: Ronja Delahaye


Meine Meinung:
Manchmal ist Stille so viel lauter als Worte. Besonders dann ist es wichtig, dass man genau zuhört. Und genau darum geht es hier.

Die Charaktere
Die Charaktere sind alle absolut einzigartig und jeder ist auf seine Weise besonders.
Zu Reyes konnte ich sehr schnell eine Verbindung aufbauen. Teilweise war ich echt erschrocken, dass manche Gedanken mit meinen übereinstimmten. Besonders bewegt hat mich dabei der Anfang des vierten Kapitels, der einen tiefen Einblick in ihre Welt und den täglichen Kampf gibt.
Fynn konnte sich schon nach wenigen Seiten in mein Herz schleichen. Er überfordert Reyes nie, aber trotzdem fordert er. Reyes hat durch ihn die Möglichkeit aufzublühen und das kostbarste Gut überhaupt zu verschenken – das Vertrauen.
Mit Fynn treten noch drei weitere Menschen in Reyes Leben, die es gehörig auf den Kopf stellen.

Die Geschichte
Sie ist durch und durch bewegend. Man darf dabei zusehen, wie eine unsichere junge Frau Vertrauen gewinnt, lernt sich nicht zu verstecken und mutiger wird.
Spannung war eindeutig vorhanden. Man wollte die neue Welt mit ihr zusammen entdecken. Ob es nun ein aufregender Einkauf mit Freunden oder einfach nur ein Treffen mit Fynn ist.
Das einzige was ich hier anmerken muss, ist, dass es für mich an manchen Stellen doch sehr vorhersehbar war. Darunter hat die Spannung für mich ein klein wenig gelitten. Trotzdem ist die Geschichte auf jeden Fall absolut lesenswert. Leser, die sich mit Reyes Gedanken identifizieren können, werden das Gefühl haben, nicht allein damit zu sein. Leser, die diese Gedanken nicht kennen, werden in eine völlig neue Welt entführt.




Der Schreibstil
Der Schreibstil ist locker und flüssig. Ronja schafft es zu jedem Zeitpunkt die Gefühle von Reyes und Fynn zu vermitteln. Dadurch, dass sie einen die Geschichte sowohl aus Reyes‘ als auch aus Fynns Perspektive erleben lässt, kann man sich sehr gut in beide hineinversetzen.

Fazit
Obwohl ich die Geschichte ab und zu sehr vorhersehbar fand, habe ich sie sehr genossen. Mit US - Wie Worte so laut hat Ronja eine sehr bewegende Geschichte geschaffen, die einem zeigt, dass es neben der Dunkelheit immer Licht gibt. Auch wenn das Licht verschwindend klein zu sein scheint, lohnt es sich danach zu greifen, die Angst zu überwinden und es festzuhalten.
Hier wird einem gezeigt, dass man nicht allein ist und dass es sich lohnt zu kämpfen.
Außerdem glaube ich, dass es dort noch mehr zu erleben gibt und wir an den Ort zurückkehren werden. Ronja deutet immer mal wieder geschickt etwas an, was nicht weiter erklärt wird. Man kann sich durchaus Sachen zusammenreimen, aber trotzdem hoffe ich auf ein weiteres Buch, in dem wir Näheres erfahren können.

Das Lieblingszitat
Kapitel 4: „Es kommt immer der Punkt, an dem es schiefgeht – weil mein Kopf keine Ruhe gibt, bis er nicht weiß, was all die anderen Menschen über mich denken. Weil ich diese unbegründete Angst habe, dass alle Anwesenden insgeheim über mich reden, sich die Mäuler zerreißen und alles, was ich mache, genauestens unter die Lupe nehmen.

Die Bewertung
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.


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