#Autoreninterview
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| Bildquelle: Foto von privat, Stefanie Mühlsteph |
Name: Stefanie Mühlsteph
Wohnort: Hessen
Lieblingsbuch: Drachenreiter von Cornelia Funke
Lieblingsfilm: Chihiros Reise ins Zauberland
Lieblingsessen: Ramen (japan. Nudelsuppe)
Lieblingsfarbe: Flieder
Lieblingsgeruch: Grüner Tee; Jasmin
Lieblingsurlaubsort: Schottland <3
Hobbys: neben dem Schreiben – was so ziemlich die meiste Zeit neben Familie und Brotjob vereinnahmt – lesen, Kino und ein bisschen sporteln.
Woher bekommst Du die Ideen für deine Romane und Geschichten?
Die meisten Ideen sind Fragen und Geistesblitze, die mich während des Tages beschäftigen. Manchmal entstehen sie auch bei Unterhaltungen mit Freunden, auf Partys oder sogar wenn mir meine Tochter erzählt, was sie alles im Kindergarten erlebt hat.
Wie lange brauchst Du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen?
Von der ersten Idee bis zur Erscheinung dauert es oft über ein Jahr. Es gibt viele kleine Schritte zwischen dem ersten Entwurf bis das Manuskript einem Verlag angeboten wird – und da ist das Buch meist nicht einmal fertig geschrieben. Wenn ein Manuskript durch eine Agentur einem großen Verlag angeboten wird, kann der Entstehungsprozess sogar noch länger dauern als über ein Jahr. Zeit ist hier – wie so oft im Leben – eine subjektive Empfindung.
In welchen Genre finden wir Dich?
Hauptsächlich findet man mich im Jugendbuchbereich. Dort schreibe ich Fantasy und Thriller mit dem besonderen Kick.
Schließlich soll man auch das schreiben, was man am liebsten liest und ich bin eindeutig ein Jugendbuch-Junkie.
Wann kommt Dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten?
Meine nächsten beiden Bücher kommen relativ nahe hintereinander heraus.
Im Oktober erscheint im Verlag In Farbe und Bunt der phantastische Krimi „N3rdasty – Der Geschmack von Träume“ und im November der Jugendbuchthriller „Game Over – You’re lost“ im Papierverzierer Verlag.
Welche Bücher liegen schon von Dir vor? Die man Wo? Kaufen kann?
Da gibt es mittlerweile einen kleinen Haufen.
Nach zwei populären Sachbüchern du meinem Fantasyroman „Blutschwur – Die Söhne des Drachen“ (Verlag Torsten Low) gab es eine etwas längere Babypause, aus der ich 2017 mit voller Kraft wieder zurückgekommen bin.
2018 erschien von mir:
- die bittersüße Steampunk-Romanze „Cenusa“ (Art Skript Phantastik Verlag)
- „So brauch ich Gewalt“ ein Thriller, in dem Auftragsmörder nicht das Schlimmste sind (Papierverzierer Verlag)
- die sehnsüchtige Uni-Romanze „Erinnerungen an uns“ (Amrûn Verlag)
Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?
Ich teile den Schreibtisch mit meinem Mann, aus diesem Grund ist der Schreibtisch eher pragmatisch eingerichtet mit zwei Monitoren, Tastatur und allerlei Notizblöcke und Papierstapel. Dafür hängen an der Wand Motivationspostkarten und ein „Alice im Wunderland“ Poster. Kreativität entsteht schließlich nicht auf dem Schreibtisch, sondern da wo im ersten Schritt nichts unmöglich ist: Im Kopf. Und da herrscht genug Chaos.
Kann man signierte Bücher von Dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo?
Signierte Bücher kann man von den jeweiligen Verlagen direkt beziehen. Da ich kein Gewerbe betreibe, ist dies die einzige Möglichkeit.
Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war damals deine Berufswahl?
Beruf kommt von Berufung und wenn ich dem ersten Impuls nachgegangen wäre, würde ich wie Karla Kolumna durch die Stadt flitzen und Artikel schreiben. Was heißt: Schreiben gehörte immer zu mir, seit ich denken kann. Ob das Berufung ist? Ich weiß es nicht, aber es ist ein Teil von mir.
Doch man entwickelt sich weiter, hat neue Leidenschaften und alles verflechtet sich zu dem Charakter, den man irgendwann wird.
Als tatsächlichen Beruf kann ich mir das Schreiben nicht vorstellen, dafür hege ich zu viel Liebe zur Technik. Allerdings vereine ich in meinem Brotjob als Technical Consultant nicht nur den technischen Part, sondern arbeite auch mit Menschen zusammen, organisiere, projektiere, kümmere mich um Messearbeit und schreibe. Ich habe das Glück meine Arbeit mit Herz und Seele zu mögen.
Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen da für in frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von Dir im Kino sehen?
Ich würde gerne „Game Over“ im Kino sehen. Der Roman ist noch nicht erschienen, aber die Thematik ist so „irre“, dass ich mir einen rechten Augenschmaus vorstellen kann. Als Etta würde ich mir Shailene Woodley wünschen, Finn stelle ich mir als Asa Butterfield vor und die perfekte Rolle für Tabeo ist definitiv Kento Yamazaki.
Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale fliegen die Dir so zu?
Es ist wie ein Überfall, anders kann ich es nicht beschreiben. Mache Geschichten und Protagonisten sind so präsent, dass ich auf der stelle ein detailliertes Exposé schreiben muss, andere wiederum verfliegen sehr schnell. Es gibt Geschichten, die begleiten mich seit Jahren und es gibt jene, die nur eine Idee bleiben und nie den Weg aufs Papier finden. Aber zu jeder Zeit kann es mich ereilen. Aus diesem Grund habe ich immer was zu schreiben dabei.
Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an?
Ich habe keinen speziellen Typ aus meinen Bücher, den ich gerne mag. Aber als Teen, so mit 14 oder 15, wäre Tabeo definitiv mein Schwarm gewesen und als Ada wäre für mich die absolute Anti-Heldin gewesen, die ich vergöttert hätte.
Beide Helden sind gewitzt und obwohl sie ziemlich starke Ecken und Kanten aufweisen, wissen sie mit ihrer Umwelt zugehen und sich selbst treu zu bleiben.
Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?
Ich lese wirklich das am liebsten, was ich schreibe – Jugendbücher mit eher ungewöhnlichen Themen.
Wie kommst du zum schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los?
Ich bin der absolute Planer. Bei Thrillern empfinde ich das als essenziell, weil ich Schlüsselszenen stark plotte, um keine Details zu vergessen und selbst da muss ich nach Fertigstellung immer wieder Sachen ergänzen, die zu kurz gekommen sind oder feiner herausarbeiten muss.
Hast Du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R?
Ich bewundere den Stil von Jennifer Benkau und liebe die gewagten Thriller von Ursula Poznanski. In dem Sinne habe ich zwei Autorinnen sehr stark ins Herz geschlossen und eifere ihnen auch auf meine Weise nach.
Würdest du gerne mit deinem Protagonisten die Rolle tauschen?
NIEMALS! Ich habe eine goldene Regel, wie ich meine Heldin in ihr Dilemma stürze: Wenn du denkst „Es geht nicht mehr“, warte ab, da kommt noch mehr.
In dem Sinne empfinde ich sehr oft großes Mitleid mit meinen Helden und will mit ihnen auf keinen Fall tauschen, dafür bin ich einfach eine zu bösartige Autorin.
Hörst du Musik zum schreiben? Inspiriert dich die Musik zum schreiben?
Zu manchen Szenen brauche ich Musik, bei anderen wiederum Still um mich herum. Was ich gar nicht leiden kann während des Schreibprozesses, ist Musik mit Texten, die ich verstehe. Am liebsten höre ich Soundtracks oder auch mal J-Rock, wenn es etwas energiegeladener sein soll.
Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.
