Rezension von Susann zu Und über uns das Licht von Alisha
Mc Shaw und Katharina Groth
Erscheinungstermin: 13. Dezember 2018
Seitenanzahl: 400
Erschienen bei Hawkify Books
Einzelband
Der Klappentext:
„»Ich kann dich einfach nicht in meinem
Leben brauchen«, flüsterte er an meinem Hals und ich hielt unwillkürlich die
Luft an. »Aber …«, fuhr er noch leiser fort, »ich will dich in meinem Leben.«
Wir schreiben
das Jahr 2684. Nach einer Klimakatastrophe lebt die Menschheit 10.000 Meter
unter der Meeresoberfläche in einer riesigen Unterwasserstation, genannt »D.U.
Atlantis«.
Als sich Valea
und Corvin das erste Mal begegnen, überkommt beide das seltsame Gefühl, sich
schon zu kennen. Nach anfänglicher Skepsis und einer unerklärlichen Sehnsucht
nach einander fangen sie damit an, den Dingen auf den Grund zu gehen. Gemeinsam
kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, dessen Tragweite sie zu spät begreifen.“
Quelle: https://hawkifybooks.com/produkt/ueber-uns-das-licht/
Meine Meinung:
~ Achtung! Spoiler möglich! ~
Valea ist ein Medical operator und soll eine Auszeichnung für besondere Verdienste erhalten. Eigentlich will sie da gar nicht hin. Allerdings hat sie nicht wirklich eine Wahl und außerdem sind da noch ihre besten Freunde Thera und Aaron, die Feuer und Flamme sind, dass Valea zu so einer Feier darf. Vor allem ist dort auch Corvin, der Sohn des Stationsleiters, der laut Thera „Mr. hotter als hot“ ist. Valea ist unbeeindruckt… Bis sie ihn trifft und mit einem Schlag ist alles anders. Aber was ist zwischen den beiden geschehen?
Wenn man das Buch beginnt, liest man erst eine
kurze Sequenz von „Anonym“. Diese Sequenzen kommen immer mal wieder, bleiben
einem aber bis zu Ende ein Rätsel.
Danach starte man direkt mit Valea. Sie ist die
jüngste Med-op und ist zu allen sehr freundlich. Sogar bei Patienten, die ihr
den letzten Nerv rauben, bewahrt sie einen kühlen Kopf. Sie war mir von Anfang
an sympathisch, da sie nicht auf den Mund gefallen ist und für das kämpft, was
ihr wichtig ist. Bei Valea musste ich sehr oft schmunzeln, da ich mich in ihr
wieder erkennen und deshalb ihre Aussagen und Handlungen super nachvollziehen
konnte.
Corvin konnte ich erst nicht einschätzen. Er ist
der Sohn des Stationsleiters, gibt sich aber gar nicht so. Doch schnell wurde
mir klar, wie er tickt und konnte damit mein Herz erobern. Er ist so liebevoll,
eigensinnig und verdammt klug. Ja, er ist ein richtiges Schlitzohr. Ich fand es
toll, dass er sich immer treu geblieben ist und dass er sein Ziel nie aus den
Augen verloren hat.
Ich wusste zwar, dass das Buch von zwei Autorinnen
geschrieben worden ist und das war mir in den ersten zwei Kapiteln auch noch
bewusst, aber dann habe ich das völlig vergessen. Die Schreibstile von Alisha
und Katharina sind sich so ähnlich, dass man die ganze Zeit das Gefühl hat,
dass nur eine Person daran gearbeitet hat. Ich konnte „Und über uns das Licht“
flüssig durchlesen und durch die sich langsam, aber stätig aufbauende Spannung,
wollte man immer dabei bleiben und erfahren, wie es weiter geht. Außerdem ist
die Geschichte von Valea und Corvin wie ein Rätsel, dass man mit ihnen
gemeinsam lösen möchte.
Man erlebt sowohl Valea als auch Corvin aus der
Ich-Perspektive. Das liebe ich. Ich habe mich den Protagonisten so viel näher
gefühlt und konnte sehr viele verschiedene Eindrücke sammeln.
Die Beschreibungen der einzelnen Charaktere und der
Umgebung waren immer sehr bildhaft. So konnte ich mir zum Beispiel die Orte
sehr gut vorstellen.
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Man sieht die Kuppeln, in denen die
Menschen leben müssen, leuchtende Quallen und die Wasseroberfläche. Hier stimmt
einfach alles für mich. Außerdem passt es perfekt zum Inhalt der Geschichte.
Ich werde euch nicht spoilern, aber ich bin mir
sicher, dass das Ende noch zu einigen Diskussionen führen wird. Manche werden
es mögen, andere wiederum nicht, denn dieses Ende ist… Ja, es ist speziell. Es
ist ein völlig neues Ende. Es gibt kein schwarz oder weiß, kein hell oder
dunkel. Nein, dieses Ende ist einfach dazwischen. Zugegeben, ich war erst
schockiert, aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto genialer fand
ich es.
Mein Bauchgefühl entscheidet immer, wie viele
Sterne ich vergebe. Doch hier hat es mich verlassen. Ich war hin und
hergerissen zwischen 4 und 5 Sternen, eben weil das Ende speziell ist. Aber ich
gebe euch einen Rat: Lasst es auf euch wirken, denkt darüber in Ruhe nach und
verurteilt es nicht, gerade weil es einfach etwas total anderes, ungewöhnliches
ist.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen, weil mich die
Geschichte vollkommen überzeugen konnte und bin froh, dass ich ein komplett
neues Leseerlebnis hatte.
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