Donnerstag, 21. November 2019

Alexandra Fischer - Meine Sterne in deiner Nacht (S)


Rezension von Susann zu Meine Sterne in deiner Nacht von Alexandra Fischer


Erscheinungstermin: 21.11.2019
Seitenanzahl: 330


Der Klappentext
Liebe findet man auch in der Dunkelheit...
Seit dem Tod ihrer Eltern liegt die Welt der 18-jährigen Skye in Scherben. Obwohl sie sich bemüht, weiterhin Zeit mit ihren Freunden zu verbringen, erinnert sie jede Begegnung mit ihnen nur daran, wie unbeschwert sie nicht mehr ist. Doch dann trifft sie Asher mit den dunklen Augen, die so düster sind wie das Loch, in das Skye bisweilen fällt. Asher, der ihr so auf die Nerven geht, dass sie ihn Ashhole nennt. Asher, der ihr klarmacht, dass man Eltern auf unterschiedliche Art verlieren kann.
Skye beginnt Vertrauen zu fassen und begleitet Asher auf eine spontane Reise, die sie wieder ins Leben zurückholt. Doch sehr bald wird ihr klar, dass Asher größere Probleme hat als sie denkt. Und dass sie womöglich eins davon ist…“


Quelle: Alexandra Fischer



~ Enthält eventuell Spoiler! ~

 

Meine Meinung
„Meine Sterne in deiner Nacht“ ist tatsächlich das erste Buch von Alexandra, das ich gelesen habe. Der Klappentext hat viel versprochen und ich war sehr auf Alexandras Schreibstil gespannt. Aber konnte der Klappentext auch das halten, was er verspricht? – Das erfahrt ihr jetzt:


Die Charaktere
Von Skye war ich von Anfang an fasziniert. Sie ist ganz anders als ihre Freunde und schnell wird klar, dass sie durch einen schweren Schicksalsschlag erbarmungslos aus ihrer jugendlichen Traumblase gerissen wurde und nun der Realität ins Auge schauen muss. Ich fand es super, dass sie Werte vermittelt wie z. B. dass Geld allein nicht glücklich macht. Sehr gut fand ich dabei, dass beschrieben wurde, dass sie vor dem Unfall von Geld und Glamour noch total angetan war. Es war für mich einfach durch und durch realistisch, dass sich nach so einem Unglück auch die Weltanschauung verändert. Das, was wichtig war, erscheint plötzlich so unwichtig und oberflächlich. Im Laufe des Buches beweist Skye immer wieder Mut und wächst mit den Herausforderungen. Ich fand es schön ihr dabei zuzusehen, wie sie ihr Schneckenhaus aufbrechen und einfach leben konnte.
Asher mochte ich erst gar nicht, aber der Namen Ashhole, den Skye ihm verpasst hatte, war echt super. Das fand ich einfach mega kreativ. Über Asher denkt man am Anfang genau das gleiche wie Skye: „Was ist das denn für ein Typ? Der fühlt sich wohl besonders toll mit dem ganzen Geld.“ Und dann beginnt man ihn kennenzulernen. Schritt für Schritt erkundet man seinen Charakter und fasst deshalb genau wie Skye Vertrauen.




Die Geschichte
Die Geschichte kam mir länger vor, als sie tatsächlich ist. Versteht mich nicht falsch. Das meine ich durch und durch positiv! Bei einigen 300-Seiten Büchern hat man dann dieses beklemmende „Was? Das war’s schon…?“-Gefühl. Das hatte ich hier gar nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass ich auf diesen 330 Seiten viel mehr bekommen habe. Dabei hat sich die Geschichte auch noch in einem super Tempo entwickelt. Es ging nie zu schnell oder zu langsam. Alles in allem habe ich das Buch beendet und ja, natürlich war ich wehmütig, als es zu Ende war, aber das Gefühl, dass dieses Buch mitsamt dem Ende komplett rund ist, hat überwogen. Bisher hatte ich nur eine Handvoll Bücher, bei denen ich am Ende echt das Gefühl hatte, dass diese Geschichte zu Ende ist und dass ich beruhigt Abschied von den Charakteren und dem Ort nehmen kann.
Ganz toll fand ich auch, dass das, was sich zwischen Skye und Asher entwickelt, nicht von Anfang an klar war. Beide mussten erst einen Weg zu sich und dann zum jeweils anderen finden.


Der Schreibstil
Den Schreibstil empfand ich als locker und flüssig. Ich bin sehr schnell in das Buch reingekommen und habe die Geschichte sehr genossen. Das Geschehen erlebt man in der Ich-Perspektive als Skye. Dadurch habe ich mich ihr noch näher gefühlt. Außerdem ist die Ich-Perspektive meine Lieblingserzählperspektive. Auch dadurch ist mir der Einstieg in die Geschichte sehr leichtgefallen.


Cover
Durch das Cover bin ich auf die Geschichte gekommen. Zufällig habe ich es bei Instagram in meiner Timeline gesehen und war direkt verliebt. Eigentlich ist es ganz einfach gehalten, doch im Bezug auf das Buch ist es so viel mehr. Der Sternenhimmel hat für Skye eine besondere Bedeutung und die Wolken symbolisieren für mich dunkle Zeiten. Aber auch die schwärzesten Wolken verziehen sich einmal und dann blickt man auf einen sternenklaren Himmel, der einem Hoffnung gibt.



Fazit
Fand ich das Buch gut? – Auf jeden Fall!
Würde ich wieder etwas von Alexandra lesen wollen? – Zu 100 % ja!
Würde ich euch das Buch weiterempfehlen? – Aber so was von!

Das heißt also, dieses Buch ist eine


~ klare Leseempfehlung ~


Die Bewertung
Ich bin einfach begeistert von der Geschichte. Lest sie und lern Skye kennen und Asher lieben. Erkundet mit ihnen die Welt und das Leben und findet zurück ins Licht.  
Deshalb gibt es von mir auch 5 von 5 Sternen.


Dieses Buch ist mein 4. Lesehighlight 2019.


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