Sonntag, 5. Juli 2020

Jessica Koch - Denn Geister vergessen nie (S)


Rezension von Susann zu Denn Geister vergessen nie von Jessica Koch


Erscheinungstermin: 28.05.2020
Seitenanzahl: 299
Erschienen im FeuerWerke Verlag


Der Klappentext:
„ „Wenn dein Herz zu zerbrechen droht, kann nur noch die Liebe dich retten.“

Amy hat das Wichtigste in ihrem Leben verloren. Sie ist kurz davor, alles aufzugeben, als plötzlich Mian vor ihr steht.
Mian ist anders. Er kann spüren, was Amy fühlt. Und er schaut nicht nur bis in den letzten Winkel ihres Herzens, er erkennt auch als Einziger ihren unendlichen Schmerz.
Als Amy und Mian mit einer Gruppe von Freunden zu einem zweiwöchigen Segeltrip aufbrechen, entwickelt sich eine tiefe Liebe zwischen den beiden, und Amys Herz beginnt langsam zu heilen. Doch das Glück scheint nur von kurzer Dauer. Denn als Amy bemerkt, dass auch Mian mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft, kommt es auf dem Schiff plötzlich zur Katastrophe. Und am Ende wird ihnen klar – die Geister aus der Vergangenheit vergessen nie ...“

Quelle: Feuerwerke Verlag


Meine Meinung
Wenn das Meer leuchtet, war für mich ein absolutes Highlight. Nun hat Jessica Koch einen weiteren Band dazu geschrieben. Konnte er mich genau so überzeugen wie der erste?


Die Charaktere
In diesem Buch trifft man auch auf Marie. Sie ist die Protagonistin des ersten Bandes. Sie wiederzutreffen war schön und auch zu sehen, wie sie nun aufgeblüht ist, war wirklich toll.
Mit Amy hatte ich erst ein paar Schwierigkeiten. Wobei ich glaube, dass das sogar so gewollt war. Sie ist in ihrem Schmerz so gefangen, dass sie einfach unnahbar wirkt. Aber mit jeder weiteren Seite, fühlt man mehr und mehr mit ihr und hofft, dass ihr ihre Last bald genommen werden und dass ihr Herz endlich heilen kann.
Als Mian das erste Mal erschien, war ich sofort fasziniert. Über ihn und seinen Bruder wollte ich einfach unbedingt mehr erfahren.


Die Geschichte
Die Geschichte behandelt ein sehr ernstes Thema. Wie geht man mit Schmerz und Schuldgefühlen um? Was mich leider ein bisschen gestört hat, dass ich den Titel hätte ernster nehmen sollen, denn hier verschwimmt die Realität mit Übersinnlichem. Der Klappentext hat auf mich nicht so gewirkt, als würden übernatürliche Kräfte eine Rolle spielen. Nachdem der erste Band eins zu eins aus dem echten Leben hätte gegriffen sein können, fand ich es schade, dass der zweite Band sich dann doch sehr weit davon entfernte. Trotzdem habe ich die Geschichte gemocht. 



Der Schreibstil
Der Schreibstil war flüssig und angenehm. Schnell war ich durch das Buch durch. Man erlebt das ganze Geschehen in der Ich-Perspektive. Dabei wechseln sich Amy, Marie und Mian stätig ab.


Das Cover
Das Cover wirkt tatsächlich im ersten Moment etwas zu freundlich bzw. zu sehr nach Urlaubsfeeling. Im Laufe der Geschichte versteht man aber, warum gerade dieses Cover gewählt wurde und dass es die Hoffnung symbolisieren soll.


Das Fazit
Das Buch war schön, keine Frage, aber ich hatte nach dem ersten Teil irgendwie mehr erwartet. Ich war von dem ersten Band einfach so geflasht. Ich bin froh „Denn Geister vergessen nie“ gelesen zu haben, aber es wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich es nicht getan hätte. Der Anteil vom Übernatürlichen hat für mich auch etwas das reale und ernsthafte an der Geschichte kaputtgemacht.


Die Bewertung
Für dieses Buch vergebe ich 4 von 5 Sternen.


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