Sonntag, 11. Oktober 2020

Katherine Applegate - Baum der Wünsche (M)

Rezension von Mia zu "Der Baum der Wünsche" von Katherine Applegate


Klappentext:

Rot, die mächtige alte Eiche, hat schon so vieles gesehen und erlebt. Immer haben die Menschen ihm, dem Wunschbaum, ihre größten Träume anvertraut. Doch als die zehnjährige Samar mit ihrer Familie in die Straße zieht und ihm verrät, wie einsam sie ist und wie sehr sie sich einen Freund wünscht, merkt Rot, dass sich das Miteinander in der Nachbarschaft verändert hat. Er beschließt, die wichtigste Regel der Bäume zu brechen und seine Stimme zu erheben, um gemeinsam mit seinen tierischen Bewohnern einzugreifen.

Meinung:

In erster Linie bin ich durch das wunderschöne Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden, aber auch die niedliche Geschichte mit ihrer wichtigen Botschaft hat mir sehr gefallen.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der Rotbuche Rot erzählt.
Ich habe noch nie ein Buch aus Sicht eines Baumes gelesen und deswegen musste das Buch einziehen.

Tatsächlich hat mein Vater, der sonst fast nur Krimis liest und sich somit weniger für meine Bücher interessiert, es sich direkt ausgeliehen. (Ich lese fast ausschließlich im Genre Fantasy)
Schnell hat er es durchgelesen und mich immer wieder gefragt, ob ich endlich selbst angefangen habe. Ihn konnte es definitiv überzeugen.

Wir tauchen ein in Rots Gedankenwelt und seinen Beobachtungen.
Dabei hat mir die Interaktion mit seinen tierischen Bewohnern besonders gefallen. Durch die ganzen wunderschönen Illustrationen war es leicht Rot und all die Tiere direkt vor Augen zu haben.

Rot ist ein Wunschbaum, das heißt, dass jährlich Menschen zu ihm kommen und ihre Wünsche in seine Äste hängen.
Rot redet über die Veränderung der Menschen. Vor allem wie sich das Miteinander verändert hat. Ich hätte mir, wenn schon ein Baum der Protagonist ist, ein Fünkchen mehr Bezug auf das Verhalten der Menschheit gegenüber Wäldern gewünscht. Mit der doch kleineren Reichweite von Rot, war dies aber auch vielleicht schwer umzusetzen.
Nichts desto trotz hat mir die Geschichte über Freundschaft durchaus gefallen.

Es ist ein eher ruhiges Buch. Immerhin kann Rot sich nicht bewegen und wir bleiben stets in seiner Sicht. Sein Sichtfeld ist logischerweise sein Leben lang nur dieser eine Ort und sein Zeitgefühl anders, als das der Menschen.

Genauer beobachten tut er das Mädchen Samar, welches stets seine Nähe sucht und sich so sehr einen Freund sucht.
Rot möchte dem Mädchen gerne helfen und überlegt gegen die größte Regel zu verstoßen: Rede niemals mit Menschen!

Ich möchte gar nicht mehr auf die Handlung eingehen, da man hier doch sehr schnell zu viel verraten kann.

Wir haben hier ein niedliches Buch, mit wunderschönen Illustrationen für groß und klein über Freundschaft und Toleranz. Aber auch über über die Liebe zu Bäumen, die ein so wichtiger Teil in unserem Leben sind, obwohl dies viel zu viele Menschen gerne vergessen.

Der Schreibstil ist angenehm und eher einfach gehalten. Passend für ein Kinderbuch.

Ich vergebe ☆☆☆☆☆ 4,5 von 5 Sternen, gerundet zu 5 für ein schönes Kinderbuch über vorurteilsfreie Freundschaft zwischen Kindern, bei dem ich mir aber doch ein Quäntchen zum Thema Naturschutz gewünscht hätte.

Verlag: Ueberreuter Verlag
Erscheinungsdatum: 17. August 2018
Buchlänge: 224 Seiten
Gebunden: 14,95 €
Taschenbuch: 8,00 €
eBook: 12,99 €
Als Hörbuch verfügbar


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