Samstag, 13. April 2019

Interview Ingrid Höhl - Release-Party zu Sanctuarium (09.04. - 15.04.2019)


Passend zur Release-Party von "Sanctuarium", habe ich hier ein kleines Interview mit Ingrid Höhl für euch. ♥️ Viel Spaß. 😊


Susann: Hi Ingrid,
ich freue mich sehr, dass du das Interview mit mir machst. :)

Ingrid: Hi Susann, ich danke dir für die Gelegenheit, ein wenig mit dir zu plaudern.

Susann: Erzähl doch gern kurz etwas über dich, damit die Leser einen Eindruck von dir bekommen, bevor wir mit den Fragen zu „Sanctuarium“ starten.

Ingrid: Gern, ich bin 46 Jahre alt, lebe in einem Städtchen in Baden Württemberg mit meinen Katzen und arbeite als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache.




Susann: Worum geht es in deinem Buch?

Ingrid: Mein Buch handelt von einem jungen Mädchen, das sich seiner problematischen Vergangenheit stellen und sich einen Platz in der Welt erkämpfen muss. Cassie ist kein Sonnenschein, denn sie hat einiges erlebt und misstraut anderen erst einmal. Aber sie ist stärker als sie glaubt und hat noch vieles zu entdecken über sich und die Welt, in der sie lebt und die deutlich anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Denn Engel und Dämonen sind sehr real.

Susann: Wie bist du zum Schreiben gekommen und woher kam die für Idee für „Sanctuarium“?

Ingrid: Ich gehöre zu der Fraktion, die schreibt, seit sie einen Stift in der Hand halten kann. Allerdings habe ich bisher noch nichts veröffentlicht.
Die Idee zu "Sanctuarium" entstand, als ich auf der Suche nach einem Thema für eine Urban Fantasy Geschichte war. Von einem kurzen vorherigen Versuch, in diesem Genre zu schreiben, einmal abgesehen, ist "Sanctuarium" mein erstes Projekt im Urban Fantasy Bereich. Davor habe ich High Fantasy geschrieben. Geschichten über Engel haben mir schon immer besonders gefallen, aber ich wollte Engel und Dämonen einmal anders darstellen als das gegenwärtig oft der Fall ist. Das heißt, man wird in "Sanctuarium" vergeblich nach einem heißen Luzifer (Ich liebe dich, Tom Ellis!) oder einem starken Erzengel Michael (ich finde ja John Travolta in "Michael" ganz großartig) suchen. Dafür habe ich versucht, Charaktere mit Tiefen, mit Stärken und Schwächen zu entwickeln und typische Klischees zu umschiffen.

Susann: Wie lange hat es gedauert, von der ersten Seite bis zur Veröffentlichung?

Ingrid: Laaange. Die Idee entstand etwa 2016. Geschrieben habe ich zwar fleißig, aber mit Pausen (dem Alltag geschuldet) und vielen, vielen Überarbeitungen. Was das Endergebnis angeht, bin ich ehrgeizig. Zu meiner Verteidigung muss ich auch sagen, dass ich fleißig weitergeschrieben habe, als das Buch bei den Testlesern war, und ich mit dem Rohmanuskript für den zweiten Teil fast fertig bin, während wir hier plaudern.




Susann: Die Charaktere. – Sind sie deiner Fantasie entsprungen oder gibt es Schauspieler, Sänger, usw., die du als Vorlage genommen hast? Falls das zweite der Fall sein sollte, verrate doch bitte, an wen genau du gedacht hast. ;)

Ingrid: Ich hatte keine Prominenten als Vorbild für die Charaktere, aber ich habe tatsächlich Fotos aus dem Internet genommen und sie haben mir sehr geholfen, mich auf den jeweiligen Charakter einzustimmen.

Susann: Haben sich die Charaktere genau an deinen Plan gehalten oder haben sie während des Schreibens plötzlich gemacht, was sie wollten?

Ingrid: Ich hatte keinen detaillierten Plan, denn das funktioniert bei mir nicht. Ich bin spontan und intuitiv beim Schreiben. Lieber überarbeite und schleife ich hinterher, als mich zu sehr durch Vorgaben einengen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass meine Charaktere keine Statisten sind, sondern mit mir zusammenarbeiten und so hat sich tatsächlich die eine oder andere Überraschung ergeben.

Susann: Welcher Charakter fasziniert dich selbst am meisten in deinem Buch?

Ingrid: Das kann ich so nicht sagen. Ich mag meine Charaktere, manche liebe ich und vor manchen habe ich Respekt. Die junge Dame, vor der ich den meisten Respekt habe, taucht erst im zweiten Buch auf und war noch nicht einmal so eingeplant.

Susann: Wenn du die Möglichkeit hättest, dich für einen Tag in die Geschichte zu beamen, würdest du es wollen oder erlebst du sie lieber in deiner Fantasie?

Ingrid: Also in Geschichten springen zu können, fände ich großartig. Das würde ich sofort machen, egal, ob in meine eigene oder andere. Nur allzu gefährlich dürfte es nicht sein, damit ich heil wieder herauskomme ;)…




Susann: In deinem Buch geht es unter anderem um ein Online-Spiel. Zockst du selbst oder woher kam die Inspiration?

Ingrid: Tatsächlich habe ich gezockt. Dass in die Geschichte einzubauen, obwohl es sehr am Rande bleibt, kam ziemlich spontan und ist eine Reminiszenz an diese verrückte Zeit und die verrückten Dinge, die ich dabei erlebt habe. Leider ist das heutzutage sehr anonym und viele wollen einfach nur "abgreifen", aber zu meiner Zeit hat man noch miteinander kommuniziert und zusammengearbeitet, einfach an der Freude daran, etwas in einer Gemeinschaft zu tun.

Susann: Hörst du Musik beim Schreiben oder lenkt dich das zu sehr ab? Ich könnte es gar nicht, weil ich immer den Drang hätte, mitzusingen. :D

Ingrid: Ich höre meistens sehr ruhige, instrumentale Musik. Gesprochene Worte zu hören, würde mich ablenken. Allerdings hat es mir Spaß gemacht, in die Musik reinzuhören, die Cassie, meine Hauptfigur, mag. Dadurch ist es auch spontan zu einer Playlist gekommen.

Susann: „Sanctuarium“ wird ja eine Trilogie. Hast du schon andere Projekte in Aussicht, die du gern später veröffentlichen möchtest oder lässt du erst einmal alles auf dich zukommen? Wenn ja, in welche Richtung gehen sie? Wieder Urban Fantasy?

Ingrid: Themen, die mich reizen würden, habe ich einige. Dazu gehören vor allem mythische Kreaturen wie Meerjungfrauen, Elementare, Dschinns und Phönixe, aber auch Hexen und Götter. Das wäre dann wieder Urban Fantasy, ja.




Susann: Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?

Ingrid: Ich lese genau das am liebsten, was ich auch selbst schreibe. Es gibt ja mittlerweile eine große Vielfalt an Büchern in diesem Bereich und auch erfreulich viele deutsche Autoren und Autorinnen ;).

Susann: Was würdest du den Lesern gern noch sagen?

Ingrid: Ich freue mich, meine Geschichte mit euch zu teilen und bin gespannt auf euer Feedback.


Susann: Liebe Leser,

ich hoffe, dass ihr nach diesem kleinen Einblick neugierig auf das Buch geworden seid.



Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.


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