#Autoreninterview mit Sandra Florean
Name: Sandra Florean
Wohnort: Schwentinental bei Kiel
Lieblingsfilm: ich liebe die Avengers-Filme
Lieblingsessen: Pasta
Lieblingsfarbe: rot
Lieblingsurlaubsort: Italien – komme ich nur zu selten hin
Hobbys: schreiben, lesen, kostümieren, gelegentlich noch nähen
- In welchen Genre finden wir dich?
Im Bereich Phantastik
- Wann kommt dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten?
Im ersten Halbjahr 2019 wird es das fünfte Abenteuer von „Die Seelenspringerin“ geben mit dem einprägsamen Arbeitstitel „Irgendwas mit Göttern und eine Waldfrau“. Der finale Titel ist noch geheim ;)
- Welche Bücher liegen schon von dir vor?
Einige, wenn ich ehrlich bin. Z. B. die „Nachtahn“-Reihe in vier Bänden, dann vier Bände von „Die Seelenspringerin“, „Schattenrot“, „Deadmoon“, „Moonchild – Wiege der Dunkelheit“, „Das Erbe des Hüters“ und ein Kurzgeschichtenbeitrag in „Der Schnee von morgen“, einer Sammlung von Climate-Fiction-Stories nach einer Ausschreibung von TOR Online.
Außerdem bin ich Herausgeberin von „The U-Files. Die Einhorn Akten“, die 2018 den Deutschen Phantastik Preis gewonnen haben.
- Kann man signierte Bücher von dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo?
Signierte Exemplare bekommt man direkt bei mir, einfach per Mail, und auch in der Almut Schmidt Buchhandlung in Kiel
- Wann und wie kommst du auf neue Buchideen? Gibt es da eine bestimmte Vorgehensweise/Rituale oder fliegen dir Ideen einfach so zu?
Das ist ganz unterschiedlich. Mal kommen mir mehrere Ideen auf einmal, es gibt aber auch Zeiten, wo mir nichts einfallen will. Generell setzen sich die Ideen aus allem zusammen, was um mich herum passiert: Erzählungen von Freunden, eigene Erlebnisse, Nachrichten, Serien, Filme, manchmal reicht sogar eine Stelle in einem Song oder ein Gefühl, das ein Lied vermittelt, oder ein hübsches Bild, das ich beim Stöbern auf Pinterest entdecke.
All das wirkt dann in meinem geistigen Hinterstübchen zusammen und spuckt etwas aus, das ich vielleicht weiterverfolge.
- Hörst du Musik beim Schreiben? Inspiriert dich die Musik zum Schreiben?
Beim Schreiben brauche ich Ruhe. Aber Musik kann durchaus die Stimmung eines Romans wiederspiegeln.
- Wie lange brauchst du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen?
Das ist ein langer Weg, der aus ganz vielen Schritten besteht. Vom Plotten über das Schreiben an sich, dem Überarbeiten, im Grunde auch die Verlagssuche, dann Lektorats- und Korrektoratsdurchgänge, Buchsatz etc. pp. Ohne Verlagssuche, also reine Arbeitszeit am Buch würde ich sagen mindestens ein halbes Jahr. Mit dem Plotten beschäftige ich mich etwa 2-6 Wochen, bei dem Schreiben sind es 3-8 Monate.
- Wolltest du als Kind schon Autor/In werden oder was war damals deine Berufswahl?
Nein, das war eher eine spontane Eingebung, obwohl ich schon als Jugendliche Geschichten und Gedichte geschrieben habe. An meinen kindlichen Berufswunsch kann ich mich gar nicht erinnern. Ich glaube, das war mir als Kind nie wichtig – oder sagen wir lieber: meine Vorstellung von meiner Zukunft definierte sich nicht über einen Beruf
- Wenn du die Möglichkeit hättest, eins deiner Bücher zu verfilmen, welche Schauspieler kämen dafür in Frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von dir im Kino sehen?
Meine „Nachtahn“-Reihe hätte ich super gern auf der Leinwand. Da gibt es nämlich Schauspieler, die ich schon im Kopf hätte. Dorian könnte z.B. von Jude Law gespielt werden (auch wenn der mittlerweile eigentlich zu alt ist, mag ich ihn so gern). Letitia Casta könnte ich mir gut als Louisa vorstellen, Karl Urban als Eric und für den Bösewicht Jayden war Michael Fassbender Vorbild.
- Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an?
Haha, Fangfrage. „Nachtahn“ Dorian und ich haben schon viel gemeinsam, aber wahrscheinlich würde mich seine überhebliche, selbstverliebte Art wahnsinnig machen. Wobei er mich unter Garantie auch zu immer neuen Ideen antreiben und mich dabei unterstützen würde. Dorian ist ein Mann, der alles möglich macht.
Bei „Die Seelenspringerin“ gibt es den Vampir Angelo, dem ich vermutlich ebenso verfallen würde wie alle weiblichen Wesen um ihn herum. Oder Octavian, der geheimnisvolle Anführer, der niemandem sein wahres Gesicht zeigt, hätte auch seinen Reiz. Also, ja, es gibt da einige Kandidaten.
- Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?
Ich lese tatsächlich überwiegend Fantasy, weil ich mich da am wohlsten fühle. Das reale Leben hab ich ja schon, deshalb brauche ich etwas „mehr“ für meine Auszeiten
- Hast du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R?
Einige: Als Vampirliebhaberin natürlich allen voran Anne Rice, aber auch Stephen King (gar nicht mal nur wegen seiner Bücher, sondern eher als Vorbild), Oscar Wilde tut zwischendurch gut oder auch Antal Szerb, meine neueste Entdeckung. Von Laurell K. Hamilton habe ich einige Bücher verschlungen, ebenso von J.R. Ward und Ilona Andrews.
- Würdest du gerne mit deinem/R Protagonisten/In die Rolle tauschen?
Unbedingt! Mit Dorian, dem mächtigsten Vampir aus der „Nachtahn“-Reihe. Das wäre ein Spaß!
- Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet? Oder schreibst du gar nicht am Schreibtisch sondern im Bett, im Garten, usw. ?
Mein Arbeitsplatz ist eher zweckmäßig eingerichtet. Irgendwie fehlt mir immer die Zeit und die Muse, daraus eine Oase der Kreativität und Schaffenskraft zu gestalten. Aber mal sehen, vielleicht schaffe ich es dieses Jahr
- Was möchtest du unseren Lesern noch sagen?
Probiert unbedingt mal Bücher außerhalb des Mainstream aus, um auch deutschen Autoren eine Chance auf dem heftig umkämpften Buchmarkt zu geben. Es lohnt sich.
Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.