Rezension von Susann zu Aschenliesel:
Ein wahres Märchen von Mia Sole
Erscheinungstermin: 31.03.2020
Seitenanzahl: 370
Der Klappentext
„„Nur über meine Leiche!“, schreit Alina
ihren Vater an, als sie vom Schlachtplan ihrer Stiefmutter Wind bekommt. Nicht
genug, dass Olga ihr bereits vor Jahrzehnten den Vater entrissen, und sie mit
Hilfe ihrer Tochter Kati zum Aschenputtel des Gasserhofes deklariert hat.
An ihrem vierundzwanzigsten Geburtstag beschließt sie,
ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen und Vater die Stirn zu bieten.
Wie wäre es, wenn sie ihre Mutter aufsuchen würde, von
der sie vor zwanzig Jahren einfach so auf dem Hof zurückgelassen wurde?
Im denkbar ungünstigsten Moment taucht ausgerechnet Mike,
der arrogante Erbe des Wellnessschuppens von nebenan, auf.
Warum will er ihr plötzlich helfen, wenn er ihr bereits
in der Schule klargemacht hat, dass sie, die „Bauernliesel“, nicht seinem
Niveau entsprach? Und wird sie auf sein Angebot eingehen?“
Quelle: Mia Sole
Meine Meinung
Nach einigen Fantasy-Büchern wollte ich nun
Abwechslung. Da kam „Aschenliesel“ doch wie gerufen. Hier erleben wir
Aschenputtel als modernes Märchen und ich verrate euch jetzt, wie ich das Buch
fand.
Die Charaktere
Mit Alina eine Verbindung aufzubauen ist mir anfangs
doch etwas schwer gefallen. Nach wenigen Kapiteln war sie mir aber sehr ans
Herz gewachsen und ich hatte riesiges Mitleid mit ihr. Ihre Stiefmutter und
Stiefschwester sind einfach nur ein Graus und Alinas Vater hätte ich ab und zu
einfach gern geschüttelt, damit er sich mal allem bewusst wird. Super fand ich,
dass Alina eine Halbschwester hatte. Das hob die Geschichte neben der modernen
Art noch zusätzlich vom eigentlichen Märchen hab. Ihre Halbschwester war auch
total lieb. Ich war froh, dass Alina in dem Haushalt wenigstens eine normale
Person um sich hatte.
Bei Mike war ich echt zwiegespalten. Ich weiß
nicht, ob ich ihm so einfach hätte verzeihen können. Trotzdem konnte er sich
beweisen und ich fand es toll, dass er selbst über sein Handeln von damals
reflektiert hat.
Die Geschichte
In dieser Geschichte wird einem viel geboten. Man
bekommt eine abwechslungsreiche Mischung aus Hof- und Hotelalltag, Verarbeitung
der Vergangenheit, Dreiecksbeziehungen, Intrigen und natürlich ganz viel Liebe
und Knistern.
Allerdings muss ich sagen, dass mir an manchen
Stellen einfach die Spannung gefehlt hat. Es war hier mehr ein Auf und Ab als
eine konstante Steigung.
Die Geschichte ist für mich einfach etwas Süßes für
Zwischendurch, wenn man von einem stressigen Tag mal in einen Tagtraum
abtauchen will.
Der Schreibstil
Der Einstieg in die Geschichte ist mir erst gar
nicht so leicht gefallen. Im Prolog erfährt man ein paar wichtige Hintergründe
und erlebt das Geschehen aus der Sicht von Alina, als sie noch ein Kind war.
Ich glaube, der Einstieg ist mir nur so schwer gefallen, weil ich nicht
erwartet habe, erst aus der Sicht eines Kindes zu lesen. Danach konnte ich dem
Geschehen flüssig folgen.
Toll fand ich, dass man die Geschichte sowohl aus
Alinas als auch aus Mikes Sicht erlebt hat. Dazu kommt noch, dass wir hier meine
Lieblings-Erzählperspektive finden: Die Ich-Perspektive. Dadurch konnte ich
dann auch gut in das Geschehen abtauchen und mich in die Protagonisten
hineinversetzen.
Das Cover
Das Cover ist genauso süß wie die Geschichte und
strahlt für mich schon etwas Märchenhaftes aus.
Das Fazit
Obwohl mir der Einstieg etwas schwer gefallen ist
und mir die Spannung doch ab und zu gefehlt hat, fand ich die Geschichte schön.
Sie ist wirklich eine süße Geschichte für Zwischendurch.
Die Bewertung
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
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