Donnerstag, 18. April 2019

AI: Sarah Nierwitzki

#Autoreninterview mit Sarah Nierwitzki


Name: Sarah Nierwitzki 
Wohnort: Bielefeld 
Lieblingsbuch: „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury 
Lieblingsfilm: Die Kingsman-Reihe 
Lieblingsessen: Kartoffeln mit Spinat 
Lieblingsfarbe: Gold 
Lieblingsgeruch: Das Parfüm meines Freundes ;) 
Lieblingsurlaubsort: Oberstdorf, Bayern 
Hobbys: Schreiben, schreiben, schreiben, Krafttraining 

  • Woher bekommst Du die Ideen für deine Romane und Geschichten? 

Meistens aus dem alltäglichen Leben. Manchmal reicht der Blick einer Person und ich habe schon eine grobe Idee im Kopf. Oft setzen sich aber solche Kleinigkeiten irgendwann zu einem großen Ganzen zusammen. So einen „Knall“-Moment, in dem ich DIE Idee habe, gibt es bei mir nicht. 

  • Wie lange brauchst Du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen? 

Zum Schreiben brauche ich ungefähr vier bis sechs Monate. Bis ein Buch erscheint dauert es dann etwa nochmal so lange. Also alles in allem etwa ein Jahr. 

  • In welchem Genre finden wir Dich? 

Hauptsächlich realistische Jugendliteratur (Young Adult). Letztes Jahr habe ich mich auch an einer Urban-Fantasy-Geschichte versucht und die ist mir glaube ich auch ganz gut geglückt (da warte ich gerade noch auf Rückmeldung vom Verlag), aber realistische Romane liegen mir mehr. 

  • Wann kommt Dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten? 

Mein nächstes Buch erscheint am 01. Mai im Zeilengold Verlag unter dem Titel „Der Ort in mir“. Ein realistischer Jugendroman, in dem es um zwei Freunde geht, die aus einer religiösen Gemeinde ausbrechen – beide aus unterschiedlichen Beweggründen – und zu sich selbst und zueinander finden. Liebe darf bei mir irgendwie nie fehlen, egal, wie ernst das Thema ist. Vorzubestellen ist der Roman schon unter zeilengold-verlag.de/shop/der-ort-in-mir

  • Welche Bücher liegen schon von Dir vor? 

Mein Debütroman erschien letztes Jahr im Angelwing Verlag unter dem Titel „Über mir der Sturm“. Da geht es um eine junge Läuferin, die ihren Unterschenkel verliert und sich zurück ins Leben kämpft. Zu kaufen ist der Roman allerdings nur noch bis Ende April, da der Vertrag mit dem Verlag dann ausläuft. „Der Ort in mir“ hingegen ist schon vorbestellbar, im Moment jedoch nur über den Shop des Zeilengold Verlags – aber alle anderen Händler folgen natürlich bald.

  • Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet? 

Seit neustem mit einem großen Monitor, an dem mein Laptop angeschlossen ist, damit ich endlich nicht mehr am 14-Zoll Laptopbildschirm arbeiten muss. Ansonsten ist es eher aufgeräumt. Alles hat seinen Platz. Rechts neben mir an der Wand hängt eine große Pinnwand, die ich selbst mit Korkplatten aus dem Baumarkt an die Wand genagelt hat (das gute Stück ist so lang wie die Wand, also knapp vier Meter). Ansonsten habe ich viel indirektes Licht: Kerzen, eine Stehlampe und diverse Lichterketten. 

  • Kann man signierte Bücher von Dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo? 

Über mir der Sturm“ kann man leider nicht signiert erwerben. „Der Ort in mir“ schon und zwar über die Zeilengold-Website.

  • Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war damals deine Berufswahl? 

Wollte ich tatsächlich, ja. In meiner Familie hat nie jemand gelesen oder geschrieben, ich weiß nicht, woher mein Drang kommt, zu schreiben. Aber in spätestens zwei Jahren möchte ich gern zumindest Teilzeit vom Schreiben leben können und das nicht nur so als Hobby nebenbei laufen lassen. Das Schreiben ist kein Hobby für mich, es soll mein Beruf werden. 

  • Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen da für in frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von Dir im Kino sehen? 

Das ist leicht! Ich plane meine Protagonisten immer vorher schon mit Schauspielern, um sie selbst vor Augen zu haben. Wenn wir zB „Der Ort in mir“ nehmen, würde ich die Rolle der Leah mit Olivia Cooke besetzen. Simon habe ich mir immer wie Taron Egerton vorgestellt. 

  • Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale fliegen die Dir so zu? 

Fliegen mir zu, ehrlich gesagt. Oft beim Auto-, Bus- oder Bahnfahren. Wenn so die Welt vorbeirauscht – irgendwie rauschen da meine Gedanken mit. Allgemein beobachte ich aber gern Menschen (und hoffe, sie bemerken das nicht!). Gestiken und Mimiken finde ich spannend, weil ich mich immer frage, was dahintersteckt. Ob es auch dunkle Ecken hinter einem Lächeln gibt (gibt es immer), ob auch ernste Menschen diese eine Person haben, bei der sie völlig ausgelassen lachen können (haben sie). Ich habe dadurch aber nicht sofort eine komplette Buchidee im Kopf, das entwickelt sich langsam. Irgendwann setzen sich die Blicke, Mimiken etc. zu einem großen Ganzen zusammen. Das bildet dann den Hauptstrang der Geschichte. 

  • Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an? 

Ich bin immer ein bisschen verknallt in meine männlichen Protagonisten, sonst habe ich beim Schreiben nicht das Bauchkribbeln, das ich beim Leser auslösen will. 

  • Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher? 

Ich lese tatsächlich lieber Fantasy als realistische Romane, das war schon immer so. Vielleicht als Ausgleich zu den Romanen, die ich schreibe, so genau weiß ich das nicht. Zwischendurch lese ich aber auch realistische Jugendbücher (vor allem die von Anne Freytag), aber eher seltener. 

  • Wie kommst du zum schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los? 

Ich plotte sehr ausführlich. Zuerst die Grundidee. Da schreibe ich wirklich alles ganz chaotisch auf, was mir einfällt zur Geschichte einfällt (Nebenfiguren, einzelne Szenen, Schauplätze etc.). Einiges kommt oft gar nicht hinterher ins Buch, dann nehme ich solche Szenen auch mal für andere Romane. Dann ordne ich die Ideen in einer Word-Tabelle, die ich nach Kapiteln gliedere, und schreibe als nächstes Charakterbögen für die Protagonisten (Nebenfiguren lasse ich aus, die entwickeln sich beim Schreiben bei mir). Danach wird die Word-Tabelle erweitert bis ich alle Kapitel recht ausführlich geplant habe. Und dann schreibe ich, allerdings langsam. Ich bin keine 5.000-Wörter-pro-Tag-Autorin. Mehr so 500-Wörter-am-Tag. Ich stresse mich da nicht. 

  • Hast Du eine/n Lieblingsautor/In? 

Anne Freytag. Sie ist auch gleichzeitig mein großes Schreibvorbild. Ihre Romane haben alles, was ich selbst als Leserin und Autorin schätze: Tiefe, Melodie, echte Protagonisten, Melancholie, trotzdem eine lebensbejahende Botschaft. Da kommt für mich niemand sonst ran. Ich habe noch nie bessere Bücher als die von Anne Freytag gelesen. 

  • Würdest du gerne mit deinem Protagonisten die Rolle tauschen? 

Leah aus „Der Ort in mir“ lebt in einer religiösen Gemeinde, in der sie sich nicht richtig frei fühlt. Das ist mir mein Alltag oft doch lieber. Aber – auch wenn das etwas selbstverliebt klingt – ich bewundere meine (weiblichen) Protagonisten sehr, dass sie dafür kämpfen, auszubrechen und sich nicht mit ihrer Situation abfinden. Da habe ich selbst lange dran gearbeitet und tue es immer noch.

  • Hörst du Musik zum schreiben? Inspiriert dich die Musik zum schreiben? 

Immer, ja. Ohne Musik kann ich nicht schreiben. Manchmal inspiriert mich nur ein Beat, manchmal der Text. Aber zu jedem Kapitel, das ich schreibe, gibt es mindestens ein Lied, das ich dabei gehört habe. Bei „Der Ort in mir“ spielt das Lied ‚Comptine d'Un Autre Été‘ aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ zB eine große Rolle. Bei „Über mir der Sturm“ habe ich das letzte Kapitel zu ‚Whatever it takes‘ von den Imagine Dragons gehört. Musik ist – neben dem Schreiben- sehr wichtig für mich. Da ich aber weder komponieren noch singen kann, schreibe ich einfach dazu :) 

Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.

Montag, 15. April 2019

Asuka Lionera - Nemesis 1: Erde und Feuer (J)

Rezension von Jenny zu "Nemesis 1: Erde und Feuer" von Asuka Lionera

Klappentext

"Ich muss ihr den Rücken stärken, wenn sie selbst es nicht kann. Ich muss ihr Halt geben, wenn sie strauchelt. Dafür wurde ich geboren. Deswegen bin ich ein Wächter."
Was würdest du tun, wenn du von einem Moment auf den anderen einer Göttin gegenüberstehst, die dich als ihre Hüterin auserwählt hat, um einen ewig währenden Wettstreit für sie zu gewinnen?
Für die impulsive Gamerin Evelyn scheint ein Traum wahr zu werden, als sie sich plötzlich in einer Fantasywelt wiederfindet. Ihre Aufgabe klingt einfach: Finde deine vier Wächter, besiege die feindlichen Hüter und erwecke die Göttin Gaia!
Je länger sie aber in der fremden Welt verweilt, desto mehr verschwimmen für Eve die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie, vor allem, als sie beginnt, sich zudem Mann hingezogen zu fühlen, der ihr Herz mit einem einzigen Blick schneller schlagen lässt.
Während Eve versucht, sich auf ihre Aufgabe zu konzentrieren, muss sie sich nicht nur ihren eigenen Gefühlen, sondern auch den feindlichen Hütern stellen, die ihr bereits dicht auf den Fersen sind ...

Meinung

Wow das Buch ist spannend in einem durch. Asuka Lionera schafft es tatsächlich einen so zu fesseln, dass die Geschichte im Kopf als Kinofilm abläuft. Dabei kommen auch die Emotionen nicht zu kurz, ich hab geflucht, gelacht, war genervt, verliebt, stark und vor allem gespannt wie ein Flitzebogen.
Asuka Lionera schafft es einfach das die Worte tanzen und der Handlung ein gewisses Etwas zu geben. Es passt einfach wie die Faust aufs Auge. Die Spannung ließ auch kein bisschen nach, sondern wurde umso stärker.
Die Protagonisten kommen authentisch rüber, einzig Lucian wollte ich anfangs gerne mal schütteln, als seine Kapitel kamen. Aber sobald er sich endlich zusammen gerissen hat, waren die Kapitel ausdrucksstark und man kriegt viel mit, wenn Eve nicht vor Ort war.
Freue mich sehr auf Band 2.

5 von 5 sterne

Erschienen im Tagträumer Verlag
EBook Preis 4,99 Euro
Buch Preis 14,90 Euro
Seitenzahl 435

Sonntag, 14. April 2019

Katharina Olbert - Counting Stars (S)


Rezension von Susann zu Counting Stars von Katharina Olbert

Erscheinungstermin: 01. April 2019
Seitenanzahl: 323
Erschienen bei Forever by Ullstein


Der Klappentext:

„»Manchmal brechen Herzen nicht, aber sie brennen. Ich hab dein Herz gebrochen, aber meins stand seit dem in Flammen«

Leonie will nichts mehr fühlen. Nie wieder. Denn der Schmerz, den sie mit sich herum trägt, reicht für ein ganzes Leben. Seit vor zwei Jahren ihre Eltern bei einem Feuer ums Leben kamen und ihre große Liebe Nick sie kurz darauf verließ. Ohne Grund. Ohne sich je wieder zu melden. Jetzt betäubt Leonie alle Gefühle mit Alkohol und mit belanglosen Affären. Einzig ihr großer Bruder Julian gibt ihr noch Halt im Leben. Doch dann steht Nick plötzlich wieder vor ihr und alle Gefühle, die sie sorgfältig in ihrem Inneren verschlossen hatte, brechen wieder heraus. Aber noch einmal wird sie einen Verlust nicht überleben…"

Quelle: https://forever.ullstein.de/book/counting-stars/


Meine Meinung:

Len ist ein Partygirl. Sie geht nachts aus, um zu tanzen, zu trinken und anschließend einen Typen abzuschleppen. Eigentlich lebt sie in einer Blase, in der sie sich sicher fühlt und sich vor Gefühlen abschirmen kann. Doch was passiert, als ihre große Liebe Nick wieder auftaucht? Und warum hat er sie überhaupt verlassen?

Mit Len hatte ich sehr lange zu kämpfen. Wir wurden einfach nicht warm miteinander. Teilweise war sie für mich einfach zu übertrieben widersprüchlich. Sie merkt genau, dass sie noch etwas für Nick empfindet, denkt es auch, versucht es aber zu verdrängen. Mehr als einmal geht er auf sie zu und sie blockt ihn immer und immer wieder ab. Irgendwann war dieses Verhalten für mich nicht mehr nachvollziehbar. Erst als sie endlich wirklich ehrlich ist und ihm eine Chance gibt, sich zu erklären, konnte ich einen Zugang zu ihr finden. Im Nachhinein gesehen, würde ich Len nicht als meine liebste Protagonistin bezeichnen, aber ich kam mit ihr klar und ihr wahres Wesen ist wirklich sehr lieb und so konnte sie mich doch überzeugen.
Nick ist einfach nur toll. Er gibt Len nicht auf, allerdings belästigt er sie mit seiner Nähe auch nicht. Vorsichtig versucht er sie zurückzubekommen. Seine liebevolle und kämpferische Art in Bezug auf Lens Liebe hat mein Herz mehr als einmal höher schlagen lassen. Nick war da, wenn Len ihn brauchte.




Der Schreibstil von Katharina war flüssig und locker. So konnte ich dem Geschehen sehr gut folgen und mir die einzelnen Orte vorstellen. Besonders gut fand ich an der Geschichte, dass ein Charakter so gar nicht das ist, was er zu sein scheint.

Das Cover finde ich mega schön. Es passt auch super zum Inhalt, weil auch erklärt wird, was es eigentlich mit „Counting Stars“ auf sich hat. Der Titel ist einfach mehr als nur ein Titel. Er ist eine Verbindung zweier Menschen, die erst wieder zueinander finden müssen.

Bis auf meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin konnte mich das Buch absolut überzeugen. Ich werde auch sicher wieder zu einem Buch von Katharina greifen, da mich ihr Schreibstil und der Aufbau der Geschichte sehr angesprochen haben.
Für Counting Stars vergebe ich 4 von 5 Sternen.


Kaufen könnt ihr es zum Beispiel bei

- Amazon
- Thalia
- direkt beim Verlag
- oder in der Buchhandlung eures Vertrauens

als Taschenbuch für 13,00 €
oder als eBook für 3,99 €.

Samstag, 13. April 2019

Interview Ingrid Höhl - Release-Party zu Sanctuarium (09.04. - 15.04.2019)


Passend zur Release-Party von "Sanctuarium", habe ich hier ein kleines Interview mit Ingrid Höhl für euch. ♥️ Viel Spaß. 😊


Susann: Hi Ingrid,
ich freue mich sehr, dass du das Interview mit mir machst. :)

Ingrid: Hi Susann, ich danke dir für die Gelegenheit, ein wenig mit dir zu plaudern.

Susann: Erzähl doch gern kurz etwas über dich, damit die Leser einen Eindruck von dir bekommen, bevor wir mit den Fragen zu „Sanctuarium“ starten.

Ingrid: Gern, ich bin 46 Jahre alt, lebe in einem Städtchen in Baden Württemberg mit meinen Katzen und arbeite als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache.




Susann: Worum geht es in deinem Buch?

Ingrid: Mein Buch handelt von einem jungen Mädchen, das sich seiner problematischen Vergangenheit stellen und sich einen Platz in der Welt erkämpfen muss. Cassie ist kein Sonnenschein, denn sie hat einiges erlebt und misstraut anderen erst einmal. Aber sie ist stärker als sie glaubt und hat noch vieles zu entdecken über sich und die Welt, in der sie lebt und die deutlich anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Denn Engel und Dämonen sind sehr real.

Susann: Wie bist du zum Schreiben gekommen und woher kam die für Idee für „Sanctuarium“?

Ingrid: Ich gehöre zu der Fraktion, die schreibt, seit sie einen Stift in der Hand halten kann. Allerdings habe ich bisher noch nichts veröffentlicht.
Die Idee zu "Sanctuarium" entstand, als ich auf der Suche nach einem Thema für eine Urban Fantasy Geschichte war. Von einem kurzen vorherigen Versuch, in diesem Genre zu schreiben, einmal abgesehen, ist "Sanctuarium" mein erstes Projekt im Urban Fantasy Bereich. Davor habe ich High Fantasy geschrieben. Geschichten über Engel haben mir schon immer besonders gefallen, aber ich wollte Engel und Dämonen einmal anders darstellen als das gegenwärtig oft der Fall ist. Das heißt, man wird in "Sanctuarium" vergeblich nach einem heißen Luzifer (Ich liebe dich, Tom Ellis!) oder einem starken Erzengel Michael (ich finde ja John Travolta in "Michael" ganz großartig) suchen. Dafür habe ich versucht, Charaktere mit Tiefen, mit Stärken und Schwächen zu entwickeln und typische Klischees zu umschiffen.

Susann: Wie lange hat es gedauert, von der ersten Seite bis zur Veröffentlichung?

Ingrid: Laaange. Die Idee entstand etwa 2016. Geschrieben habe ich zwar fleißig, aber mit Pausen (dem Alltag geschuldet) und vielen, vielen Überarbeitungen. Was das Endergebnis angeht, bin ich ehrgeizig. Zu meiner Verteidigung muss ich auch sagen, dass ich fleißig weitergeschrieben habe, als das Buch bei den Testlesern war, und ich mit dem Rohmanuskript für den zweiten Teil fast fertig bin, während wir hier plaudern.




Susann: Die Charaktere. – Sind sie deiner Fantasie entsprungen oder gibt es Schauspieler, Sänger, usw., die du als Vorlage genommen hast? Falls das zweite der Fall sein sollte, verrate doch bitte, an wen genau du gedacht hast. ;)

Ingrid: Ich hatte keine Prominenten als Vorbild für die Charaktere, aber ich habe tatsächlich Fotos aus dem Internet genommen und sie haben mir sehr geholfen, mich auf den jeweiligen Charakter einzustimmen.

Susann: Haben sich die Charaktere genau an deinen Plan gehalten oder haben sie während des Schreibens plötzlich gemacht, was sie wollten?

Ingrid: Ich hatte keinen detaillierten Plan, denn das funktioniert bei mir nicht. Ich bin spontan und intuitiv beim Schreiben. Lieber überarbeite und schleife ich hinterher, als mich zu sehr durch Vorgaben einengen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass meine Charaktere keine Statisten sind, sondern mit mir zusammenarbeiten und so hat sich tatsächlich die eine oder andere Überraschung ergeben.

Susann: Welcher Charakter fasziniert dich selbst am meisten in deinem Buch?

Ingrid: Das kann ich so nicht sagen. Ich mag meine Charaktere, manche liebe ich und vor manchen habe ich Respekt. Die junge Dame, vor der ich den meisten Respekt habe, taucht erst im zweiten Buch auf und war noch nicht einmal so eingeplant.

Susann: Wenn du die Möglichkeit hättest, dich für einen Tag in die Geschichte zu beamen, würdest du es wollen oder erlebst du sie lieber in deiner Fantasie?

Ingrid: Also in Geschichten springen zu können, fände ich großartig. Das würde ich sofort machen, egal, ob in meine eigene oder andere. Nur allzu gefährlich dürfte es nicht sein, damit ich heil wieder herauskomme ;)…




Susann: In deinem Buch geht es unter anderem um ein Online-Spiel. Zockst du selbst oder woher kam die Inspiration?

Ingrid: Tatsächlich habe ich gezockt. Dass in die Geschichte einzubauen, obwohl es sehr am Rande bleibt, kam ziemlich spontan und ist eine Reminiszenz an diese verrückte Zeit und die verrückten Dinge, die ich dabei erlebt habe. Leider ist das heutzutage sehr anonym und viele wollen einfach nur "abgreifen", aber zu meiner Zeit hat man noch miteinander kommuniziert und zusammengearbeitet, einfach an der Freude daran, etwas in einer Gemeinschaft zu tun.

Susann: Hörst du Musik beim Schreiben oder lenkt dich das zu sehr ab? Ich könnte es gar nicht, weil ich immer den Drang hätte, mitzusingen. :D

Ingrid: Ich höre meistens sehr ruhige, instrumentale Musik. Gesprochene Worte zu hören, würde mich ablenken. Allerdings hat es mir Spaß gemacht, in die Musik reinzuhören, die Cassie, meine Hauptfigur, mag. Dadurch ist es auch spontan zu einer Playlist gekommen.

Susann: „Sanctuarium“ wird ja eine Trilogie. Hast du schon andere Projekte in Aussicht, die du gern später veröffentlichen möchtest oder lässt du erst einmal alles auf dich zukommen? Wenn ja, in welche Richtung gehen sie? Wieder Urban Fantasy?

Ingrid: Themen, die mich reizen würden, habe ich einige. Dazu gehören vor allem mythische Kreaturen wie Meerjungfrauen, Elementare, Dschinns und Phönixe, aber auch Hexen und Götter. Das wäre dann wieder Urban Fantasy, ja.




Susann: Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?

Ingrid: Ich lese genau das am liebsten, was ich auch selbst schreibe. Es gibt ja mittlerweile eine große Vielfalt an Büchern in diesem Bereich und auch erfreulich viele deutsche Autoren und Autorinnen ;).

Susann: Was würdest du den Lesern gern noch sagen?

Ingrid: Ich freue mich, meine Geschichte mit euch zu teilen und bin gespannt auf euer Feedback.


Susann: Liebe Leser,

ich hoffe, dass ihr nach diesem kleinen Einblick neugierig auf das Buch geworden seid.



Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.


Freitag, 12. April 2019

Kayla Ancrum - Wicker King (J)

Rezension von Jenny zu "Wicker King" von Kayla Ancrum

Klappentext

Lass dich mitnehmen in die Welt von Jack und August! Aber gibt es sie wirklich?

Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.

Meinung

Als mir Wicker King im August/September 2018 das erste mal über den Weg gelaufen ist bei Instagram und Co, war ich sofort in das Cover und den Klappentext verliebt. Ende des Jahres hatte ich dann bei einem Gewinnspiel Glück und habe dieses Schmuckstück gewonnen. Als ich es ausgepackt habe, hatte ich nur noch Herzchen in den Augen. Die Aufmachung ist ein Traum. Es gibt Polizei- und Arztberichte, CDs mit Liedern, kleine Notizen, Zeichnungen und vieles mehr, dass alle paar Seiten zusehen waren. Das macht das Buch nur um so spannender. 

Was mich allerdings gestört hat, war die Schreibart, da musste man sich echt dran gewöhnen, auch das es immer nur so ein bis zwei Seiten Kapitel waren. Es war sehr gewöhnungsbedürftig. Mit dem Verlauf der Geschichte wurde es immer spannender, auch das die Seiten immer dunkler und dunkler wurden. Bis sie zum Ende schwarz waren. Einfach der Hammer. Ich muss dieses Buch andauernd angucken und durch blättern. 

Die Handlung fand ich ganz okay, oft habe ich mich über die "Überschrift" gewundert, auch über die Beziehung zu August und Jack. Trotz allem fand ich, dass die Emotionen gut rüber gekommen sind. Ich habe total mitgefiebert. Es war aber auch erschreckend, wie das alles abgelaufen ist und man fragt sich, ob man auch so gehandelt oder vielleicht doch lieber Hilfe gesucht hätte. Auch den Lost Place fand ich mega, obwohl ich weiß, dass so ein altes Gebäude viel zerstörter wäre, als im Buch beschrieben. 

4 von 5 Sternen

Erschienen im DTV Verlag
eBook Preis 14,99 Euro
Buch Preis 16,95 Euro
Seitenzahl 384

Donnerstag, 11. April 2019

Laura Labas - The lie she never told (J)

Rezension von Jenny zu "The lie she never told" von Laura Labas

Klappentext
Mein Name ist Faith Rochester und ich habe meine beste Freundin getötet.
Fast drei Jahre später kehre ich in meine Heimatstadt zurück, in dem Wissen, dass mich niemand ansehen, geschweige denn mit mir reden wird. Niemand bis auf eine Ausnahme. Liam Bridges hat sehr viel über mich und den Tod seiner Schwester zu sagen und nichts davon ist besonders nett.
Nachdem Faith ihre beste Freundin Emma auf einem Foto, das nach ihrem vermeintlichen Tod aufgenommen wurde, entdeckt, reist sie nach Grayne Village. Zurück an den Ort, an dem alles seinen Anfang nahm. Dort erkennt sie schon bald, dass das Mysterium um Emmas Verschwinden weiter und tiefer reicht, als sie geahnt hat. Ist Emma wirklich tot oder gibt es noch Hoffnung? Wie tief muss Faith graben, um die Wahrheit endlich aufzudecken und sich von den Lügen einer ganzen Stadt zu befreien?

Meinung

Wow, einfach wow. Ich war so gefesselt von der Geschichte, dass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich hätte niemals, wirklich niemals mit diesem Ende gerechnet. Der Schreibstil ist einnehmend und die Handlung äußerst spannend. 

Es war richtig hart zu lesen, wie sehr Faith den Hass der Bewohner ausgesetzt ist. Aber sie hat meinen größten Respekt, dass sie zurück gekehrt ist und Nachforschungen über Emmas Verschwinden zustellen. Ich war erschüttert und geschockt, aber es gab noch andere Emotionen, die ich jetzt mal zurückhalte, da sie sonst ggf spoilern würde. 

Ich muss allerdings sagen, dass ich zuerst jemand anderen in Verdacht hatte. Wen hattest du im Verdacht? 

5 von 5 Sterne

Erschienen beim Drachenmond Verlag
eBook Preis 3,99 Euro
Buch Preis 12,90 Euro
Seitenzahl 306
Coverdesign Alexander Kopainski

AI: Leonie Jungen

#Autoreninterview mit Leonie Jungen

Name: Leonie Jungen 
Wohnort: Mainz 
Lieblingsbuch: The Great Gatsby 
Lieblingsfilm: Inception (und so viele andere) 
Lieblingsessen: Maultaschen 
Lieblingsfarbe: Eisblau (wie ein unberührter Bergsee, wenn die Sonne auf die Wasseroberfläche scheint) 
Lieblingsgeruch: Zimt 
Lieblingsurlaubsort: Schottland 
Hobbys: Zeichnen und Malen, Fotografieren, Gitarre und Klavier spielen 

  • In welchen Genre finden wir dich? 
Bisher habe ich hauptsächlich in den Genres Fantasy und Science-Fiction geschrieben. Mein neues Projekt wird wohl eher in Richtung Young Adult gehen, aber auch hier werden wieder ein paar Fantasyelemente mit hineinfließen. 

  • Wann kommt dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten? 
Noch stehe ich ganz am Anfang des Schreibprozesses, daher kann ich dazu leider noch nichts dazu sagen, aber bleibt gespannt. 

  • Welche Bücher liegen schon von dir vor? 

Ich habe bereits „Monde der Fortuna – Galaxie der Unendlichkeit“ und den Folgeband „Monde der Fortuna – Hinter dem Glas“ im Papierfresserchen MTM-Verlag veröffentlicht, einem Förderverlag für junge Autorinnen und Autoren. Mit „The Last State of Grace“ habe ich dann den ersten Schritt auf den Self-Publishing-Markt gewagt. 

  • Kann man signierte Bücher von dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo? 

Nein, bisher habe ich nur bei Lesungen signiert oder wenn mich Leserinnen und Leser persönlich mit der Bitte um eine Signatur kontaktiert haben. 

  • Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale oder fliegen dir Ideen einfach so zu? 

Neue Buchideen entstehen meistens in meinem Unterbewusstsein, ohne dass ich davon viel mitbekomme. Ich denke sehr viel über Themen nach, die mich faszinieren und irgendwann fügen sich dann Bruchteile von Überlegungsprozessen zusammen. Bei meinen bisherigen Büchern passierte das, indem ich eine Art Filmtrailer vor meinem inneren Auge gesehen habe, was nicht so seltsam ist, wie es sich anhört, versprochen! 

Meine jetzige Idee hingegen entstand aus einem Bild heraus, das ich in Gedanken über Monate gezeichnet habe. Dabei lasse ich mich meistens von anderen Büchern, Filmen oder Serien inspirieren, in denen Gesellschaftskritik oder moralische Konflikte eine vordergründige Rolle spielen und Figuren einem inneren Dilemma ausgesetzt sind. 

  • Hörst du Musik beim Schreiben? Inspiriert dich die Musik zum Schreiben? 

Manchmal kann Musik sehr hilfreich beim Schreiben sein, zum Beispiel, wenn ich an einer sehr emotionalen Szene arbeite und mich in die Stimmung der Figuren versetzen muss. Dann sind gerade traurige Stücke oder Filmmusiken ideal. Ähnlich ist das mit Actionszenen. Wenn sich die Ereignisse überschlagen sollen, höre ich Musik, die dem Tempo der Szene entspricht und mir einen kleinen Adrenalinschuss verpasst, damit ich auch hier den Gedankengängen und Wahrnehmungen der Figuren gerecht werde. Allerdings höre ich dabei nie Musik, die Texte beinhaltet, da mich das zu sehr vom Schreiben ablenkt. 

  • Wie lange brauchst du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen? 

Das war bisher bei jedem Buch unterschiedlich. Die ersten beiden Romane habe ich innerhalb weniger Monate geschrieben, weil ich zu dem Zeitpunkt zwölf, bzw. dreizehn Jahre alt war und nur die Sommerferien über Zeit hatte, um an der Geschichte dranzubleiben. Zu dem damaligen Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht annähernd so viel über die Bedeutung eines logischen Plots, eine schöne Erzählsprache oder Figurenkonstruktion. Das war ein sehr intuitives Schreiben. 

Für „The Last State of Grace” hingegen habe ich sechs Jahre gebraucht. Das lag zum einen daran, dass ich fünf verschiedene Manuskripte geschrieben habe, in denen sich die Figuren und die Handlung sehr drastisch verändert haben und ich so viel wie möglich experimentieren wollte. Zum anderen hat sich mein Schreibstil zwischen den einzelnen Fassungen sehr drastisch entwickelt. 

Für mein neues Buch werde ich allerdings nicht mehr so lange brauchen. 

  • Wolltest du als Kind schon Autor/In werden oder was war damals deine Berufswahl? 

Mein erster Berufswunsch, auch wenn nicht bewusst gewählt, war Geschichtenerzählerin. Als Kind habe ich abends oft allein Theaterstücke nachgespielt, die wir im Kindergarten aufgeführt haben oder habe so getan, als würde ich meinen Eltern etwas vorlesen, obwohl ich zum damaligen Zeitpunkt nur meinen Namen schreiben konnte. In der Grundschule wurden daraus dann zunächst Comics und schließlich Kurzgeschichten. Erst, als ich ein Interview mit J.K. Rowling gelesen habe, wusste ich, dass ich einmal Bücher schreiben möchte. 

  • Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen, welche Schauspieler kämen da für in Frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von dir im Kino sehen? 

Es wäre eine große Ehre für mich, wenn „The Last State of Grace“ verfilmt werden würde, weil ich so viel Herzblut in diesen Roman gesteckt habe und ich beim Schreiben so viele Szenen förmlich vor mir gesehen habe als wäre ich Teil der Handlung. Und wenn ich tatsächlich den Luxus hätte, eine Schauspielerin auswählen zu können, die meine Protagonistin Sam spielen soll, dann wäre es Emma Watson. Nicht nur, weil sie seit Kindertagen mein großes Vorbild ist, sondern weil ich sie auf der Leinwand unbeschreiblich ausdrucksstark und präsent finde – gerade in stillen Szenen. Eine Eigenschaft, die meiner Meinung nach nicht viele Schauspielerinnen haben und die Sams Charakter in einigen Buchszenen beeinflusst hat. 

  • Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an? 

Diese Frage verallgemeinert zu beantworten ist sehr schwer, da jeder meiner männlichen Protagonisten andere Eigenschaften besitzt. Manche habe ich bewusst nach einem Modell konstruiert, das ich attraktiv finde, andere wiederum sind das komplette Gegenteil davon. Allerdings ist es etwas ganz anderes, über Menschen zu schreiben als tatsächlich mit ihnen in einer Welt zu leben. Deswegen bezweifele ich, dass ich mich in einen Menschen verlieben würde, den ich erschaffen habe. Da gäbe es nichts, was mich überraschen könnte und das wäre auf Dauer doch sehr langweilig. 

  • Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher? 

Da ich für die Uni viele englische Klassiker unterschiedlicher Genres lesen muss, bin ich da sehr flexibel geworden. Früher habe ich fast nur Fantasy gelesen, heute greife ich lieber zu Science Fiction, Young Adult oder manchmal auch Romance. Eine Präferenz habe ich da nicht, solange mir der Schreibstil gefällt und mich das Buch auch Stunden nach dem Lesen einfach nicht loslässt. Allerdings finde ich Bücher immer dann besonders faszinierend, wenn komplexe moralische Themen behandelt werden oder die Figuren eine starke Charakterveränderung durchleben. Seichte Unterhaltungsliteratur käme mir deswegen nie ins Bücherregal. 

  • Wie kommst du zum Schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los? 

Der erste Schritt ist meist ein grober Plotentwurf und eine Charakterskizze für meine Figuren, aber ich bin der Überzeugung, dass die besten Ideen erst während des Schreibprozesses entstehen. „The Last State of Grace“ habe ich sehr verkopft geschrieben, weil ich detailliert jedes Kapitel vor dem Schreiben durchgeplottet habe. Den Fehler werde ich bei meinem aktuellen Projekt nicht noch einmal begehen und stattdessen die Geschichte mehr auf mich zukommen lassen, denn meist liegt man mit seiner Autorenintuition richtig. 

  • Hast du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R? 

Ich habe zwei Lieblingsautoren. Einer davon ist F. Scott Fitzgerald, weil er ein unglaubliches Gefühl für Sprache hat und ich bewundere seine Fähigkeit, das Unausgesprochene zu schreiben. Jedes Mal, wenn ich eines seiner Bücher erneut lese, entdecke ich wieder etwas, das mir zuvor nicht aufgefallen ist. Fitzgerald versteckt sehr viel zwischen den Zeilen, ohne es konkret anzusprechen. Diese Eigenschaft hätte ich als Autorin auch gerne. 

Meine zweite Wahl fällt auf J.K. Rowling. Ihre Harry Potter-Serie hat mich sowohl menschlich als auch schriftstellerisch sehr geprägt. Auch, wenn mich ihr Schreibstil weniger anspricht, finde ich ihre Art der Figurenschöpfung sehr faszinierend. Ihre Charaktere tragen maßgeblich zur Plotentwicklung bei und das macht das Leseerlebnis nicht nur fesselnd, sondern unvergleichlich. 

  • Würdest du gerne mit deinem/r Protagonisten/In die Rolle tauschen? 

Oh ja. Wenn möglich, würde ich gerne mit Sam aus „The Last State of Grace“ für einen Tag die Rolle tauschen, aber auf keinen Fall für immer. Ich würde in ihrer Welt vermutlich einen Weltkrieg auslösen, aber sie könnte für mich meine Klausuren schreiben. Dann wären mir die Bestnoten sicher! 

  • Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet? Oder schreibst du gar nicht am Schreibtisch sondern im Bett, im Garten, usw. ? 

Ich schreibe am liebsten an einem Tisch. Das muss nicht der Schreibtisch sein, aber es muss zumindest eine gewisse Form der Arbeitsatmosphäre herrschen, sonst lasse ich mich zu schnell von der Wunderwelt des Internets ablenken. Gemütlichkeit spielt dabei weniger eine Rolle, sondern mehr die Inspiration meines Umfelds. Idealerweise bin ich allein und kann mich vollkommen auf die Geschichte konzentrieren, umgeben von Gegenständen oder Bildern, die mich zum Nachdenken bringen. 

  • Was möchtest du unseren Lesern noch sagen? 

Eine Geschichte lebt nur dann, wenn es jemanden gibt, der zuhört. Indem wir Bücher lesen, erhalten wir einen ganzen Kosmos an Welten am Leben und das ist das schönste Geschenk, das man Geschichtenerzählerinnen und -erzählern machen kann. 

Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.