Rezension von Susann zu Wenn
die Seele zerbricht: Splintered Souls (Splintered Souls 2) von Gwendolyn A.
Wynter
Erscheinungstermin: 15.09.2019
Seitenanzahl: 412
Der Klappentext
„Die Probleme der Zwillingsschwestern werden
nicht weniger, als mit Stellas plötzlichem Verschwinden klar wird, dass sie
beide Ghenda sind. Als sie durch einen Zufall gemeinsam wandern, behalten sie
ihre Erinnerungen. Während sie noch damit beschäftigt sind, den Grund dafür
herauszufinden, leidet Luna darunter, dass Ro’esan weiterhin in Semwin ihren
Seelengefährten sieht. Doch es deutet immer mehr darauf hin, dass irgendetwas
daran nicht stimmt. Semwins Zustand verschlechtert sich von Besuch zu Besuch
und sie beschließen, eine weitere Reise zum Seelenwald auf sich zu nehmen, um
die Wahrheit herauszufinden.
Was, wenn das Schicksal erst dann richtig zuschlägt?
Was, wenn eine zersplitterte Seele erneut zerbricht?
Was, wenn Schicksale über die Grenzen der Welten hinaus untrennbar verwoben sind?“
Was, wenn das Schicksal erst dann richtig zuschlägt?
Was, wenn eine zersplitterte Seele erneut zerbricht?
Was, wenn Schicksale über die Grenzen der Welten hinaus untrennbar verwoben sind?“
Quelle: Gwendoly A. Wynter
~ Enthält eventuell Spoiler! ~
Meine Meinung
Wie schreibt man einen Anfang über ein Ende? Eine
Frage, die mich in letzter Zeit sehr beschäftigt hat, denn leider ist „Wenn die
Seele zerbricht“ nicht nur der zweite sondern auch bereits der letzte Teil der
Splintered Souls-Reihe. Der erste Teil konnte mich absolut überzeugen und ist
auch eins meiner Jahreshightlights 2019. Aber konnte Band 2 mithalten?
Die Charaktere
In diesem Teil spielt nicht nur Luna eine große Rolle, sondern auch Stella. Während Luna in Sachen „Reisen in eine andere Welt“ schon eher ein alter Hase ist, muss Stella sich erst damit arrangieren.
In diesem Teil spielt nicht nur Luna eine große Rolle, sondern auch Stella. Während Luna in Sachen „Reisen in eine andere Welt“ schon eher ein alter Hase ist, muss Stella sich erst damit arrangieren.
Luna konnte mich ja bereits im ersten Teil
überzeugen. Sie ist mutig und aufgeschlossen. Trotzdem hätte ich sie in diesem
Teil manchmal gern geschüttelt und Ro’esan am liebsten gleich mit. Ständig
stehen sie ihrem Glück im Weg. Wenn der eine alle gibt, blockt der andere ab.
Ich bin ehrlich, das hat mich doch schon etwas genervt. Zumal die Spannung
zwischen den beiden mehr als deutlich zu spüren ist.
Stella ist mindestens genau so mutig wie Luna.
Während Stella im ersten Band noch dachte, dass das alles gar nicht so schlimm
sei, muss sie nun ihre eigenen Erfahrungen machen. Schnell erkennt sie, dass
dieses Reisen ganz schöne Probleme verursachen kann. Ich fand es toll, dass man
in diesem Teil die Chance bekommen hat, auch Stelle näher kennenzulernen. Sogar
meine Vermutung, dass Stella weit tiefer in die Sache verstrickt ist, als alle
zunächst denken, hat sich bestätigt.
Schade fand ich allerdings, dass man wirklich sehr
wenig von Sored gelesen hat. Ihm hätte ich definitiv noch ein Happy End
gewünscht. (Vielleicht ja in einem Spin Off?)
Semwin hatte in diesem Band die Gelegenheit, sich zu
bewähren. Anfangs war ich doch noch recht skeptisch, allerdings ändert sich das
im Laufe der Geschichte deutlich.
Und dann gibt es da auch noch ihre unwissenden
Eltern, die plötzlich zu ungeplanten Komplizen werden.
Die Geschichte
Die Geschichte fand ich wieder sehr spannend.
Während im ersten Band noch die Reise zum Seelenwald den größten Raum einnahm,
merkt man hier sehr deutlich, dass das Hauptaugenmerk doch eher in eine andere
Richtung geht. Was ja nichts schlechtes ist. Tatsächlich war der Wandel in
dieser Geschichte eher förderlich für den Verlauf, und um den Spannungsbogen zu
halten. Was ich aber kritisieren muss und auch schon bei „Die Charaktere“
erwähnt habe, ist, dass Ro’esan und Luna einfach nicht aus dem Knick gekommen
sind. Das war grundsätzlich nachvollziehbar, hat mir aber etwas zu lange
gedauert.
Trotzdem habe ich die Geschichte sowohl wehmütig
als auch mit Freude beendet.
Der Schreibstil
Der Schreibstil war wieder locker und flüssig und
deshalb konnte ich das Buch sehr schnell beenden. Schön fand ich, dass die
ganze Story mit Abschluss des 2. Bandes ein Gesamtbild ergeben hat und dass
Gwendolyn keine Fragen mehr rund um Luna, Stella, Ro’esan und Semwin offen
lässt.
Das Cover
Das Cover ist einfach der Hammer und es passt so
gut zu der Geschichte. Außerdem ist es dem vom 1. Teil sehr ähnlich. Deshalb
wird auch ein eindeutiger Wiedererkennungseffekt geschaffen.
Das Fazit
Obwohl ich Ro’esan und Luna doch ziemlich oft
schütteln wollte, bin ich total froh, diese Geschichte gelesen zu haben. Ich
hätte sonst definitiv etwas verpasst. Allerdings würde ich Lesern, die lieber
Geschichten mögen, in denen schnell auf den Punkt gekommen wird, von dieser
Dilogie abraten. Die Geschichte braucht einfach seine Zeit und kann nicht
einfach mal so schnell abgehandelt werden.
Rückblickend empfand ich das Gesamtbild als absolut stimmig.
Rückblickend empfand ich das Gesamtbild als absolut stimmig.
Die Bewertung
Ich vergebe 4 von 5 Sternen, wegen dem oben
Beschriebenen und weil ich doch gern noch mehr von Sored gelesen hätte. Im 1.
Band hat er so eine große Rolle gespielt und im 2. war leider kaum die Rede von
ihm. Wie gesagt, zu ihm würde ich mir ein Spin Off wünschen. Das würde die
Geschichte perfekt machen.
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