Mittwoch, 22. Januar 2020

Annina Safran - Der Spiegelwächter Die Saga von Eldrid 1 (M)

Rezension von Mia zu "Der Spiegelwächter: Die Saga von Eldrid 1" von Annina Safran

Klappentext:

Die Saga von Eldrid beginnt

Fünf Spiegel, fünf Häuser, fünf Spiegelwächter, eine magische Welt: Eldrid.
Die Spiegelwächter versuchen das wertvolle Licht von Eldrid zu bewahren, aber sie kämpfen gegen Godal, den übermächtigen Schatten, und Zamir, den Schöpfer der Dunkelheit. Die 15-jährige Ludmilla wird zu Hilfe gerufen, um Godal einzufangen. Doch Zamir durchkreuzt die Pläne der Spiegelwächter und beschwört ein Unheil in Eldrid herauf. Der Kampf gegen die Dunkelheit beginnt. Wird Ludmilla ihre Mission durchführen können?



Meinung:

Direkt zu Beginn lernen wir unsere Protagonistin Ludmilla kennen, erfahren schnell, dass sie einem Geheimnis im Haus ihrer Großmutter auf den Grund gehen will und erhalten generell einen Einblick in ihre Lebensumstände.

Ludmilla ist eine schwierige Protagonistin. Ich muss gestehen, dass ich gerade in der ersten Hälfte des Buches nur genervt von ihr war. Ludmilla ist so, wie man sich ein schlimmes 15-Jähriges Pubertier vorstellt. Sie ist, meist völlig zu Unrecht, aufmüpfig, zickig, trotzig, frech und ich wollte sie zwischendurch irgendwo einsperren und alleine weiter durch Eldrid reisen. Dass ich am Ball geblieben bin lag schlichtweg daran, dass mir die Grundidee der Geschichte gefiel und ich wissen wollte, wie es weitergeht.
Das Grundkonstrukt der Autorin ist nämlich durchaus spannend und der Aufbau der Welt Eldrid und ihre Verbindung zu unserer Welt für mich interessant genug, um über Ludmilla hinweg zu sehen.

Wir gehen mit Ludmilla nach Eldrid, lernen die Bewohner kennen und müssen schließlich helfen dieses Land vor bösen Mächten zu schützen, beziehungsweise zu befreien.
Die anderen Charaktere, die wir auf unserer Reise kennenlernen, haben mir alle soweit gefallen und ich hoffe auf intensivere Einblicke im Folgeband.
Bei ihrer Reise durch Eldrid wird Ludmilla von dem Spiegelwächter Uri begleitet und geführt. Uri ist glücklicherweise ein starker Kontrast zu Ludmilla und hatte recht schnell meine Sympathien.

Je fortgeschrittener die Reise durch Eldrid ist und je mehr Hintergrundwissen wir als Leser erhalten, desto mehr konnte ich mich wirklich in der Geschichte fallen lassen und über Ludmilla hinweg sehen. Es wurde spannender und facettenreicher.
Wir begegnen mächtigen Wesen, die Bedrohung wird spürbarer und die Geschichte düsterer.
Mit der zweiten Hälfte des Buches konnte die Autorin mich überzeugen.

Band 1 endet ziemlich offen und somit bleibt man als Leser mit vielen Fragen zurück, was einen natürlich motivieren soll die Fortsetzung zu lesen. In einer Reihe finde ich solche Enden aber durchaus legitim und sogar gut, da vor allem der erste Band einer Reihe meist viel Raum einnimmt, um den Lesern die Welt und die Charaktere näher zu bringen.

Mit der Bewertung habe ich mich ein wenig schwer getan. Während mich die erste Hälfte des Buches und vor allem die Protagonistin nicht wirklich überzeugen konnte, war ich bei der zweiten Hälfte voll dabei.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, aber auch eher einfach gehalten.

Somit gebe ich dem ersten Teil 3,5 von 5 Sternen, aufgerundet zu 4 Sternen auf den gängigen Portalen.
Ich sehe noch viel Platz nach oben. Ich hoffe, dass Ludmilla an ihren Aufgaben wachsen wird und Band 2 bezüglich der Spannung mehr wie die zweite Hälfte von Band 1 sein wird. Den Potential ist definitiv vorhanden!

Ich danke der sehr sympathischen Autorin für das Rezensionexemplar! Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung.

Verlag: TWENTYSIX - der Self-Publishing Verlag
Erscheinungsdatum: 2018
Buchlänge: 288 Seiten
Print: 10,99 €
eBook: 3,99 €

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