Mittwoch, 1. Januar 2020

Melike Yasar - Cursed: Die Wölfe Aswanias (S)


Rezension von Susann zu Cursed: Die Wölfe Aswanias von Melike Yasar


Erscheinungstermin: 15.11.2019
Seitenanzahl: 440


Der Klappentext
Die Schöne und das Biest – oder wie war es noch? - Er ist ein Biest – ein Jäger – jähzornig und ungehobelt – - Sie, eine Kriegerin – mutig - beherzt und auf der Suche nach ihrem Vater -- Beide sind sich spinnefeind – Nichtsdestotrotz knistert es gewaltig zwischen ihnen-Sieben Brüder, verdammt zu einem Leben als reißende Bestien. Sie werden verfolgt, gejagt und aus ihrer Heimat vertrieben. Die Hoffnung, jemals wieder die zu werden, die sie einst gewesen sind, haben die Geschwister längst verloren. Fern von menschlichen Gefühlen ist den Brüdern jedes Mittel recht, um überleben zu können. Überfälle auf Dörfer, Verschleppen und Reißen von Vieh sowie gnadenloses Vergehen an den Frauen bestimmen ihren Alltag – bis sie auf Athanasia treffen, die nach der verhängnisvollen Begegnung mit ihnen von dem Fluch erfährt, der auf ihnen lastet. Gemeinsam ziehen die Gefährten los, um den Fluch aufzuheben und die Gewalt des Bösen zu brechen. Ein Märchen romantisch wie das Abendrot, düster und geheimnisvoll wie die Nacht.“

Quelle: Melike Yasar


~ Enthält Spoiler! ~



Meine Meinung
Manchmal will man auch einfach mal etwas anderes lesen. Schon beim Cover hatte ich das Gefühl, dass ich hier etwas Neues geboten bekommen könnte. Der Klappentext bestätigte dieses Gefühl. Schnell war für mich klar – Dieses Buch muss ich lesen. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden, verrate ich euch jetzt.


Die Charaktere
In diesem Buch treffen wir auf sehr vielseitige Charaktere und Melike beschreibt sie wirklich sehr gut. So hatte ich von Anfang an eine genaue Vorstellung und konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen.
Tatsächlich gehe ich bei dieser Rezension nicht so sehr auf die Charaktere ein. Meiner Meinung nach, muss man sie selbst kennenlernen. Die Geschichte baut sich langsam auf und braucht seine Zeit. Genau so geht es einem mit den Charakteren. Man lernt sie alle nach und nach kennen. Jeder ist auf seine Weise besonders. Ich fand ihre Wandlung im Laufe des Buches sehr interessant und habe gern verfolgt, wie die ganze Sache wohl für sie ausgehen wird.




Die Geschichte
Diese Geschichte ist düster, brutal und romantisch. Seien wir ehrlich: Es werden Vergewaltigungen beschrieben. Das hat mich schon schlucken lassen. Besonders als z. B. die Bewohner eines Dorfes nach der Vergewaltigung eines jungen Mädchens es mehr oder weniger einfach abtun, was passiert ist. Das fand ich mega heftig und musste ich auch erst einmal sacken lassen. Rückblickend betrachtet, schmeckt mir das immer noch nicht ganz. Wenn man aber darüber nachdenkt, dass die Geschichte im Mittelalter spielt und die Leute mit so etwas damals einfach ganz anders umgegangen sind als wir heutzutage, ist es irgendwie doch passend. Die Vergewaltigungen und auch die Gewalt wurden aber an keiner Stelle verherrlicht! Es war ein weiteres Mittel um die Geschichte düster zu machen. Denn das haben wir hier. – Eine düstere Märchenadaption.
Bis die Geschichte aber so richtig ins Rollen kam, dauerte es etwas. Auch wenn die Geschichte genau diese Zeit gebraucht hat, um dem Leser alles wichtige nahe zu bringen, war es doch ein winziger Tick zu lang für mich.


Der Schreibstil
Mit dem Schreibstil musste ich erst einmal warm werden. Wie gesagt, spielt das Geschehen im Mittelalter. Dementsprechend ist auch der Schreibstil. Nach eins, zwei Kapiteln war ich dann aber voll im Geschehen und konnte alles gut mitverfolgen und nachvollziehen. Auch hier hat es mich erschrocken, wie direkt Melike alles beschreibt. Das bin ich einfach nicht gewohnt. So erschrocken wie ich war, genau so erfrischend fand ich es aber auch. Dieser Schreibstil und die komplette Geschichte sind einfach nur unverblümt.


Das Cover
Dieses Cover zieht die Aufmerksamkeit einfach unweigerlich auf sich. Es strahlt schon etwas Düsteres aus. Der rote Umhang bildet dazu dann den perfekten Kontrast. So bekommt man nur durch das Cover schon den Eindruck, dass die Frau darauf eine wichtige Rolle spielen wird.


Das Fazit
Durch den Schreibstil und weil mir der Anfang ein wenig zu lang vorkam, hatte ich kleine Startschwierigkeiten. Allerdings war die Geschichte für mich erfrischend und punktet mit ihren Charakteren deutlich. Die unverblümte Art muss einem gefallen. Ich bin ehrlich: Ich fand auch das erfrischend, trotzdem war es nicht 100 % meins. Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe. Denn hier hätte ich sonst echt etwas verpasst.


Die Bewertung
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.



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