Rezension von Susann zu Cursed:
Die Wölfe Aswanias von Melike Yasar
Erscheinungstermin: 15.11.2019
Seitenanzahl: 440
Der Klappentext
„Die Schöne und das Biest – oder wie war es
noch? - Er ist ein Biest – ein Jäger – jähzornig und ungehobelt – - Sie, eine
Kriegerin – mutig - beherzt und auf der Suche nach ihrem Vater -- Beide sind
sich spinnefeind – Nichtsdestotrotz knistert es gewaltig zwischen ihnen-Sieben
Brüder, verdammt zu einem Leben als reißende Bestien. Sie werden verfolgt,
gejagt und aus ihrer Heimat vertrieben. Die Hoffnung, jemals wieder die zu
werden, die sie einst gewesen sind, haben die Geschwister längst verloren. Fern
von menschlichen Gefühlen ist den Brüdern jedes Mittel recht, um überleben zu
können. Überfälle auf Dörfer, Verschleppen und Reißen von Vieh sowie
gnadenloses Vergehen an den Frauen bestimmen ihren Alltag – bis sie auf
Athanasia treffen, die nach der verhängnisvollen Begegnung mit ihnen von dem
Fluch erfährt, der auf ihnen lastet. Gemeinsam ziehen die Gefährten los, um den
Fluch aufzuheben und die Gewalt des Bösen zu brechen. Ein Märchen romantisch
wie das Abendrot, düster und geheimnisvoll wie die Nacht.“
Quelle: Melike Yasar
~ Enthält Spoiler! ~
Meine Meinung
Manchmal will man auch einfach mal etwas anderes
lesen. Schon beim Cover hatte ich das Gefühl, dass ich hier etwas Neues geboten
bekommen könnte. Der Klappentext bestätigte dieses Gefühl. Schnell war für mich
klar – Dieses Buch muss ich lesen. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden, verrate
ich euch jetzt.
Die Charaktere
In diesem Buch treffen wir auf sehr vielseitige Charaktere und Melike beschreibt sie wirklich sehr gut. So hatte ich von Anfang an eine genaue Vorstellung und konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen.
In diesem Buch treffen wir auf sehr vielseitige Charaktere und Melike beschreibt sie wirklich sehr gut. So hatte ich von Anfang an eine genaue Vorstellung und konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen.
Tatsächlich gehe ich bei dieser Rezension nicht so
sehr auf die Charaktere ein. Meiner Meinung nach, muss man sie selbst
kennenlernen. Die Geschichte baut sich langsam auf und braucht seine Zeit.
Genau so geht es einem mit den Charakteren. Man lernt sie alle nach und nach
kennen. Jeder ist auf seine Weise besonders. Ich fand ihre Wandlung im Laufe
des Buches sehr interessant und habe gern verfolgt, wie die ganze Sache wohl
für sie ausgehen wird.
Die Geschichte
Diese Geschichte ist düster, brutal und romantisch.
Seien wir ehrlich: Es werden Vergewaltigungen beschrieben. Das hat mich schon
schlucken lassen. Besonders als z. B. die Bewohner eines Dorfes nach der Vergewaltigung
eines jungen Mädchens es mehr oder weniger einfach abtun, was passiert ist. Das
fand ich mega heftig und musste ich auch erst einmal sacken lassen.
Rückblickend betrachtet, schmeckt mir das immer noch nicht ganz. Wenn man aber
darüber nachdenkt, dass die Geschichte im Mittelalter spielt und die Leute mit
so etwas damals einfach ganz anders umgegangen sind als wir heutzutage, ist es
irgendwie doch passend. Die Vergewaltigungen und auch die Gewalt wurden aber an
keiner Stelle verherrlicht! Es war ein weiteres Mittel um die Geschichte düster
zu machen. Denn das haben wir hier. – Eine düstere Märchenadaption.
Bis die Geschichte aber so richtig ins Rollen kam,
dauerte es etwas. Auch wenn die Geschichte genau diese Zeit gebraucht hat, um
dem Leser alles wichtige nahe zu bringen, war es doch ein winziger Tick zu lang
für mich.
Der Schreibstil
Mit dem Schreibstil musste ich erst einmal warm
werden. Wie gesagt, spielt das Geschehen im Mittelalter. Dementsprechend ist
auch der Schreibstil. Nach eins, zwei Kapiteln war ich dann aber voll im Geschehen
und konnte alles gut mitverfolgen und nachvollziehen. Auch hier hat es mich
erschrocken, wie direkt Melike alles beschreibt. Das bin ich einfach nicht
gewohnt. So erschrocken wie ich war, genau so erfrischend fand ich es aber auch.
Dieser Schreibstil und die komplette Geschichte sind einfach nur unverblümt.
Das Cover
Dieses Cover zieht die Aufmerksamkeit einfach unweigerlich
auf sich. Es strahlt schon etwas Düsteres aus. Der rote Umhang bildet dazu dann
den perfekten Kontrast. So bekommt man nur durch das Cover schon den Eindruck,
dass die Frau darauf eine wichtige Rolle spielen wird.
Das Fazit
Durch den Schreibstil und weil mir der Anfang ein
wenig zu lang vorkam, hatte ich kleine Startschwierigkeiten. Allerdings war die
Geschichte für mich erfrischend und punktet mit ihren Charakteren deutlich. Die
unverblümte Art muss einem gefallen. Ich bin ehrlich: Ich fand auch das erfrischend,
trotzdem war es nicht 100 % meins. Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich das
Buch gelesen habe. Denn hier hätte ich sonst echt etwas verpasst.
Die Bewertung
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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