Rezension von Susann zu Wenn das Meer leuchtet von
Jessica Koch
Erscheinungstermin: 16. August 2018
Seitenanzahl: 268
Erschienen im FeuerWerke Verlag.
Der Klappentext:
„Marie
ist neu auf dem College. Hier in Kalifornien ist alles anders – aber auch genau
so, wie es für sie schon immer war: Ausgrenzung und Ablehnung bestimmen ihren
Alltag, und so zieht sie sich in sich selbst zurück.
Doch eine dramatische Bedrohung zwingt sie zum Handeln.
Ihr Leben auf dem College wird zum Spießrutenlauf. Ihre Tage in Kalifornien
scheinen gezählt. Aber dann ist von einem auf den anderen Tag plötzlich alles
anders…
Denn was tust du, wenn derjenige, der dich so lange
bedroht hat, auf einmal der einzige ist, der dir noch beisteht? Kannst du ihm
verzeihen, ihm vertrauen, dich ihm gar anvertrauen? Und kann so aus Angst
plötzlich Liebe werden…?“
Quelle: http://www.feuerwerkeverlag.de/gewinnspiel-und-xxl-leseprobe-wenn-das-meer-leuchtet/
Meine Meinung:
Im Prolog erleben wir eine Szene, in der ein
Mädchen von ihren Klassenkameraden gemobbt wird. Danach lernen wir im ersten
Kapitel Marie kennen, die am College einen Neuanfang wagt. Niemand kennt ihre
Vorgeschichte. Niemand weiß, wie es ihr während der Schulzeit ergangen ist.
Niemand, außer ihrem kleinen Bruder.
Als ich den Prolog gelesen habe, war ich mir erst
nicht sicher, ob ich weiter lese. Nicht weil ich es nicht wollte, sondern weil
ich nicht wusste, ob ich es konnte. Denn in dem Mädchen, das da beschrieben
wurde, habe ich mich selbst gesehen. Allerdings wollte ich auch wissen, ob
Marie ihr Glück finden kann und vor allem hat mich interessiert, wie sie es
findet. Also habe ich weiter gelesen und je weiter ich gelesen habe, desto mehr
wurde die Geschichte meine eigene. Ich habe mich noch nie einer Protagonistin
so nahe gefühlt wie Marie. Ich habe mit ihr gelitten und verdammt viel geweint.
Ich habe alles fühlen können, was sie empfunden hat, ob es nun Enttäuschung,
Freude, die Hoffnung, endlich Anschluss zu finden oder das Gefühl, dass der Schmerz
einen erdrückt, war. Marie und ich unterscheiden uns eigentlich nur in der Art
und Weise, wie wir mit unserem Schmerz umgehen.
Jayden mochte ich am Anfang gar nicht. Er war wie
alle anderen: Man glaubt das, was man hört und verurteilt denjenigen dann. Doch
er beweist einige Zeit später, dass er auch ganz anders sein kann. Er ist mir
sehr ans Herz gewachsen, weil er Marie nie aufgibt, weil er zu ihr hält und
auch für ihren kleinen Bruder da ist, aber er musste sich das Vertrauen bei mir
mindestens genauso hart wie bei Marie erarbeiten.
Ich möchte euch gar nicht zu viel von der
Geschichte verraten, aber ich kann euch sagen, dass die Geschichte sehr
realistisch ist. Maries Gedanken und Handlungen waren immer nachvollziehbar und
ich habe mich in zu 99 % in ihr wiedererkannt. Auf das gleiche Unverständnis bin
auch ich so oft getroffen und genau so wollte ich auch meine Familie damit nie
belasten.
Ich bin Jessica sehr dankbar, dass sie über das
Thema Mobbing geschrieben hat. Es wird noch viel zu wenig darüber geschrieben
und oft von z. B. Schulen usw. totgeschwiegen oder ignoriert.
Jessicas Schreibstil ist flüssig und man erlebt,
wie oben schon geschrieben, hautnah den Alltag eines Mobbingopfers mit. Die
Emotionen sind immer zum Greifen nah und lassen einen mitfiebern.
In dem Buch geht es um Mut. Mut sich auch zu
wehren, zuzugeben, dass man Hilfe braucht und vor allem geht es um Hoffnung.
Sei es nun durch einen Menschen, der plötzlich dein wahres Ich erkennt oder wie
bei mir ein Schulwechsel, durch den ich so viele liebe Menschen kennengelernt
habe, die für mich da waren.
Ich würde sehr gern mehr als nur 5 von 5 Sternen
vergeben, denn Wenn das Meer leuchtet hätte definitiv mehr verdient.
Dieses Buch ist mein Lesehighlight dieses Jahr bzw.
ist es für mich das absolute Lesehighlight.
~ Klare Leseempfehlung! ~
Kaufen könnt ihr es zum Beispiel bei
- Amazon
- Thalia
als Taschenbuch für 11,90 €
oder als eBook für 0,99 €.
