Donnerstag, 7. Februar 2019

AI: Livia Fröhlich

#Autoreninterview mit Livia Fröhlich

Name: Livia Fröhlich 
Wohnort: Berlin 
Lieblingsbuch: "Rebecca" von Daphne du Maurier (Vorlage zum Hitchcock Klassiker), sehr atmosphärisch, elegant und lässt einen auf nicht greifbare Weise immer wieder erschaudern. 
Lieblingsfilm: "Big Fish", weil es unglaublich fantasievoll ist (und wegen Ewan McGregor) 
Lieblingsessen: Alles! Besonders Obstkuchen, Mamas Spinatlasagne, Papas Chili und Burger, Gelbes vegetarisches Curry, fast jedes Obst, Pizza und frisches Brot mit gesalzener Butter. 
Lieblingsfarbe: Hab ich noch nie gehabt, Lieblingsfarbkombinationen hingegen schon (dunkelblau-rosegold-sand) 
Lieblingsgeruch: Frisch gesägtes Holz 
Lieblingsurlaubsort: St. Peter Ording und - sorry für das Klische - Disneyland. 
Hobbys: Kochen, Klavier spielen, Tanzen, Architektur/Design und Parties planen, wann immer sich der Anlass bietet ;-). 

  • In welchem Genre finden wir dich? 

Fantasy, Young Adult, Romantasy 

  • Wann kommt dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten? 

Im Mai 2019 erscheint der zweite Band der Nimmroth-Triologie "NebelIch" 

  • Welche Bücher liegen schon von dir vor? 

Der erste Band Nimmroth "TraumLos" 

  • Kann man signierte Bücher von dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo? 

Leider nicht. Aber ich habe schon häufiger Bücher zum Signieren mit Rückporto zugesandt bekommen (wo ein Wille ist …) 

  • Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale fliegen die dir so zu?

Die meisten Ideen entspringen passend zu Nimmroth meinen Träumen. Aber auch an weinseeligen Abenden mit Freunden spinnen wir gemeinschaftlich abenteuerliche, romantische oder fantastische Plots, aus denen sich schon das ein oder andere Manuskript entwickelt hat. 

  • Wie lange brauchst du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen? 

Bislang fürs erste zehn Jahre, fürs zweite zwei Jahre und für das dritte 10 Monate. 

  • Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war damals deine Berufswahl? 

Ich wollte erst Grundschullehrerin werden, dann Musicaldarstellerin und schließlich Schauwerbegestalterin, weil das die nötige Ausbildung war, um bei IKEA die Zimmer im Ausstellungsbereich einzurichten. 

  • Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen da für infrage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von dir im Kino sehen? 

Nimmroth. Natürlich. Tatsächlich höre ich oft von Lesern, dass sie durch meine Beschreibungen den den Film quasi schon vor Augen hatten. Aber die Darsteller, die mir als Vorlage dienen, decken sich meistens nicht mit den Vorstellungen meiner Leser. Für Nimmroth wären Teil der Cast: Barbara Schöneberger, Patrick Dempsey, Jude Law, Amy Adams, David Boreanaz und Claire Danes. Die Vorlagen für Lynni und Tarou behalte ich für mich ;-). 

  • Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an? 

Oh weh, ich glaube, um meinen persönlichen Crush für Tarou zu verbergen, dürfte es etwas zu spät sein … zumindest wenn man der Instagramdiskussion zum Thema #teamtarou vs. #teamjaubert glauben darf. 

  • Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?

Ich lese am liebsten klassische englische Krimis und rätsle gebannt, wer der Mörder sein könnte. 

  • Wie kommst du zum Schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los? 

Mein erstes Buch habe ich einfach drauf los geschrieben (deshalb wahrscheinlich auch die zehn Jahre Entstehungszeit), das zweite war eine Mischform mit grobem Handlungsstrang. Der dritte Band Nimmroth hat einen kapitelweise äußerst detailliert geplanten Plot, um sicherzugehen, dass alle offenen Fragen beantwortet werden und keine Anschlussfehler zwischen den Teilen entstehen. 
Prinzipiell bedürfen Fantasyromane bei mir mehr Planung als Liebesromane. 

  • Hast du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R? 

Agatha Christie, the queen of crime. Zeitlos perfekte Unterhaltung. 

  • Würdest du gerne mit deinem Protagonisten die Rolle tauschen? 

Wenn ich nicht so sehr an meiner Familie hängen würde, sofort! 

  • Hörst du Musik zum Schreiben? Inspiriert dich die Musik zum Schreiben? 

Definitiv! Mit dem Trubel, der beim Schreiben oft um mich herrscht, ist laute Musik auf meinen rosegoldenen Glitzerkopfhören (ein Geschenk meines Mannes, als ich mein erstes Buch beendet hatte) oft das einzige, was mich in meiner Traumwelt hält. 

  • Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet? 

Ich schreibe am Küchentisch, dem Zentrum unseres Familienlebens. Ein großes altes Bauernsofa steht daran, auf dem ich in jeglicher erdenklicher Haltung schreiben kann. Dass der Tisch und das Fensterbrett hinter mir gemütlich dekoriert sind, ist mir sehr wichtig. Absolut essenziell gehören von September bis April Kerzen dazu, im Sommer frische Blumen. 

  • Was möchtest du unseren Lesern noch sagen? 

"Mut und Zuversicht" … wenn ihr mit dem Gedanken spielt, selbst zu schreiben, tut es! Begeistert eure Familie und Freunde für euer Projekt und schämt euch nicht für eure ersten Gehversuche. Je mehr Unterstützung und Interesse ihr von außen erfahrt, desto größer wird eure Motivation sein. Ein Fußballer darf von sich behaupten, dass er Fußball spielt, auch wenn es nur in der Alt Herren Liga des Dorfvereins ist. Genauso müsst ihr keinen Roman auf den Markt gebracht haben, um mit Fug, Recht und vor allem Stolz sagen zu können: "Ich schreibe."

Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.