#Autoreninterview mit Melanie Reichert
Name: Melanie Reichert
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Lieblingsbuch: Stolz und Vorurteil
Lieblingsfilm: The Greatest Showman
Lieblingsessen: Pizza
Lieblingsfarbe: Lila
Lieblingsgeruch: frisch gemahlene Kaffeebohnen
Lieblingsurlaubsort: irgendwo an der Nord-/Ostsee
Hobbys: häkeln, backen (klingt langweilig, ist es aber nicht 😉)
- Woher bekommst Du die Ideen für deine Romane und Geschichten?
Das ist ganz unterschiedlich. Es kann eine Szene im Supermarkt sein, die mich zu einem Charakter inspiriert. Es kann ein Song sein, durch den sich diverse Bilder vor meinem inneren Auge abzeichnen, oder auch einfach nur ein Traum, der mich nicht mehr loslässt.
- Wie lange brauchst Du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen?
Das kommt darauf an, ob man das Buch über einen Verlag veröffentlicht oder es selbst herausbringt. Verlage müssen teilweise Jahre im Voraus planen. Für ungeduldige Autorin – wie ich es eine bin – wird das Warten dann schon mal zur Geduldsprobe. Im Selfpublishing hängt (fast) alles von dir selbst ab. Wenn ich gut plane und entsprechend früh einen Lektor/Korrektor/Coverdesigner buche, dann kann man hier innerhalb weniger Wochen/Monate veröffentlichen – sofern die Muse mitspielt 😉
- In welchen Genre finden wir Dich?
Ich probiere mich momentan noch selbst aus. Es gibt viele Ideen, die ich umsetzen möchte, daher bin ich im Bereich Liebe/Erotik unterwegs, schreibe gerade aber auch eine Fantasystory im Episodenstil, die mit Spannungselementen aufwarten kann. Meine Kinderbücher bringe ich unter dem Pseudonym Nessy Reich heraus.
- Wann kommt Dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten?
Mein nächstes Buch wird "Killing Passion – Angus" sein, das am 15. Februar bei Romance Edition erschienen ist. Danach folgt im März die erste Episode meines Fantasyromans und im Sommer dann ein Young-Adult-Titel bei Hippomonte Publishing.
- Welche Bücher liegen schon von Dir vor? Die man Wo? Kaufen kann?
Bisher habe ich "Paul die kleine Posteule" als Nessy Reich herausgebracht. Das Buch ist im Barsortiment gelistet und hat auch eine ISBN-Nummer, was bedeutet, dass man es überall bestellen kann (egal, ob online, beim Buchhändler des Vertrauens oder signiert bei mir unter info@paulposteule.de)
- Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?
Von gemütlich kann da keine Rede sein, hier regiert das Chaos. Papierstapel, Funko-Pops, Zeitschriften, Steuerunterlagen, Stifte, Notizbücher – alles muss in greifbarer Nähe sein. Irgendwie brauche ich das, auch wenn mein Mann immer meint, dass ich mal aufräumen solle 😉
- Kann man signierte Bücher von Dir käuflich erwerben? Und wenn ja, wo?
Alle meine Bücher kann man (auch in Zukunft) signiert bei mir erwerben. Ich werde immer ein Kontingent bei mir zu Hause haben, weil ich selbst als Leser auch gerne meine Bücher vom Autor signieren lasse. Am besten schreibt man mich über meine Facebook-Seiten an oder per Mail (info@melaniereichert.de).
- Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war damals deine Berufswahl?
Ich habe tatsächlich schon ziemlich früh davon geträumt, ein Buch schreiben zu wollen, weil ich in meiner Kindheit das Mädchen war, das sich lieber in die Ecke des Klassenraums setzte und las, anstatt draußen spielen zu gehen. Irgendwie hat dann aber doch die Vernunft gesiegt und ich habe meine Abi + Ausbildung gemacht. Ganz losgelassen hat mich der Wunsch aber nie, weswegen ich ihn mir jetzt erfülle.
- Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen da für in frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von Dir im Kino sehen?
Ich glaube, "Killing Passion" hätte da schon potential, zumindest in meiner Vorstellung. Emilia Clarke könnte ich mir gut für die Rolle der Teagan vorstellen, für die männliche Besetzung hätte ich tatsächlich spontan niemanden im Kopf.
- Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale fliegen die Dir so zu?
Ideen fliegen mir ziemlich häufig zu, muss ich gestehen. Die richtig guten halten sich dann so hartnäckig und verfolgen mich auf Schritt und Tritt, dass sie dann nach ein paar Tagen die Chance bekommen, in meinem Ideenbuch zu landen. Wenn sie dann immer noch an vorderster Front kämpfen, um gehört zu werden, fange ich an, Charaktere/Setting/Plot auf mein Whiteboard zu übertragen. Meistens brainstorme ich dann mit meinem Mann, was man aus der Idee machen könnte, oder stelle ihm direkt vor, was ich bisher habe. So hat es bisher immer angefangen 😉
- Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an?
Ich glaube, ein Stück weit muss man sich in jeden seiner Charaktere verlieben, weil man sich sonst nicht in sie hineinfühlen kann. Meine Personen sind wirklich sehr unterschiedlich. Beim Young-Adult-Roman sind sie ja gerade mal 17 Jahre alt, während Angus in "Killing Passion" Mitte dreißig ist.
- Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?
Ich lese auch selbst gerne Liebesgeschichten, allerdings faszinieren mich schon seit Jahren Jugendbücher. Ich dachte eigentlich, dass es nur eine Phase sei, aber sobald ich eine Buchhandlung betrete, zieht es mich zuerst in die Jugendbuchecke. Einer guten Geschichte mit düsterem Familiengeheimnis kann ich aber auch nicht widerstehen.
- Wie kommst du zum schreiben? Plottest du erst oder schreibst du einfach drauf los?
Ich plotte ziemlich grob und schreibe dann darauf los. Bevor ich eine Szene verfasse, mache ich mir Gedanken darum, was sie aussagen soll bzw. was geschehen soll, aber ich mag es nicht, allzu festgelegt zu sein.
- Hast Du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R?
Ich liebe die Bücher von Kate Morton. Bisher habe ich wirklich jedes verschlungen. Aber auch Steven King oder Lucinda Riley findet man in meinem Bücherregal vermehrt.
- Würdest du gerne mit deinem Protagonisten die Rolle tauschen?
Ehrlich gesagt: nein. Ich mag meine Rolle, zu entscheiden, was mit ihnen passiert und wie die Geschichte letztendlich für sie ausgeht, aber tauschen möchte ich da nicht.
- Hörst du Musik zum schreiben? Inspiriert dich die Musik zum schreiben?
Ja, Musik ist wirklich wichtig für mich. Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass das Aussuchen der richtigen Szenen-Musik länger dauert, als das Verfassen der Szene selbst 😉
Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis der Autorin/des Autors veröffentlicht.