Donnerstag, 19. Oktober 2017

Christian Handel (Hrsg) - In Hexenwäldern und Feentürmen

Rezension von Jenny zu „In Hexenwäldern und Feentürmen“ von Christian Handel u.ä.

Klappentext

Tief verborgen in verwunschenen Wäldern leben magische Wölfe, weben finstere Hexen mächtige Zauber und suchen mutige Recken nach Erlösung. Lausche dem Gesang der Sirenen, triff den König der Feen und tanze mit den Wesen der Anderswelt im Mondlicht. Doch achte auf deine Schritte. Denn wer sich in den Schatten dieser Welt verliert, bleibt auf ewig verschwunden. Eine märchenhafte Anthologie.



Meinung

Ich habe lange überlegt, wie ich die Rezension schreiben soll und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich am besten zu jeder Geschichte einen kurzen Absatz schreiben werde. Daher wird die Rezension etwas länger werden. Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis. Das Cover finde ich total schön, es passt auch perfekt zum Inhalt. Was ich nett finde ist, dass am Anfang jeder Geschichte noch ein paar Worte zu den Autoren geschrieben werden, wo auch genannt wird um welche nachfolgende Geschichte es sich handelt. Allerdings – faul wie ich bin – habe ich die meiste Zeit diese übersprungen und mich überraschen lassen worum es in der Anthologie geht. Bei manchen Geschichten kam ich selber einfach gar nicht drauf.

Michelle Natascha Weber – Der Gläserne Turm

Die Geschichte fand ich total klasse und war entsetzt, als sie zu Ende war, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man daraus einen richtigen Roman machen kann. Ich freue mich auf ihr Buch „Die Rabenkönigin“, da dies ein kleiner Spin-off war. Der Schreibstil ist locker und süchtig machend. Ich bin begeistert.

Nina Blazon – Schneefieber

Von Nina Blazon’s Story war ich ein wenig enttäuscht, früher habe ich ihre Geschichten so geliebt, aber irgendwie hat sie es mit dieser Kurzgeschichte es nicht geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Ich fand es ziemlich verwirrend und wenn vorne in der kleinen „Vorstellung“ nicht drin gestanden hätte um welche Märchenadaption es sich handelt, wäre ich da selber nicht drauf gekommen.

Alexandra Fuchs – Rot wie Schnee

Nur so viel kann ich dazu sagen: Wow, wow und nochmal wow. Ich war total gefangen, verwirrt und begeistert von der Geschichte. Ich freue mich schon auf Sturmmelodie und Straßensymphonie, die leider beide noch bei mir subben. Aber sobald ich mit den Rezensionsexemplaren durch bin, gibt es kein halten mehr.

Patricia Briggs – Der Preis

Die Autorin schreibt echt klasse, man war sofort von der Geschichte gefangen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wow. Ich hätte niemals damit gerechnet. So viel will gesagt sein, es geht um eine Weberin, die jemandem etwas verspricht.

Lena Falkenhagen- Goldregen und Weihrauch

Ich muss leider sagen, dass diese Kurzgeschichte nicht im Kopf bleibt. Ich sitze seit 5 Minuten hier und überlege, worum es in dem Buch nochmal ging. *Blättert zurück und liest die erste Seite nochmal* Ach ja, darum geht es. Hier ist in diesem Fall Rapunzel die „Böse“, die in einem Turm gesperrt worden ist, da sie eine… sagen wir mal „dunkle“ Eigenschaft an sich hat. Die Story selber wurde aus Sicht von Prinz Hakon erzählt. Es liest sich gut, ein bisschen erotisch, wenn auch ziemlich flott vorbei.

Nina MacKay – Das Aschenputtel-Vermächtnis

Nina MacKay’s Story fand ich sooooo toll, ich war direkt drin und auch hier enttäuscht, dass es viel zu früh zu Ende war. Da kamen Sachen bei raus, ich kann es euch gar nicht erzählen ohne zu spoilern. Weiter so!

Stephan R. Bellem – Der Jäger

Die Geschichte von Stephan R. Bellem war … wie nenne ich es am besten.. ohne euch zu viel zu verraten. Sie war nicht so wie es scheint. Die Story ist aus Sicht des Jägers geschrieben, der für die böse Königin arbeitet. Er hat einen kleinen Sohn der seinen Vater immer wieder anbettelt eine Geschichte zu erzählen, von der kleinen Prinzessin, die erwachsen wird. Ob die Geschichte ein Happy End hat? Findet es selber heraus.

Halo Summer – Der düsteren Stunden Glanz

Ich fand die Geschichte klasse, war auch gut umgesetzt. Sie war düster, meiner Meinung nach, aber das gab der Story ihren Pfiff. Anni – die Protagonistin – hat von ihrem „Großvater“ nichts weiter vererbt bekommen, als Tanzschuhe, einen Teppich und einen Kelch. Nach einem Jahr ist sie, plötzlich obdachlos und muss die Nacht im Freien verbringen. Was ihr da wohl widerfährt?

Sylvia Johanna Sollfrank – Die Flöte im Mondlicht

Die Story ist aus Sicht einer Magd, die ab einem bestimmten Zeitpunkt jeden Tag und Nacht eine Flöte spielen hört, und aus der Sicht ihrer ehemaligen besten Freundin, die die Tochter der Herrschaften ist und natürlich verwöhnt ist. Die Geschichte beginnt traurig und irgendwie war ich von beiden Protagonistinnen genervt. Ich fand es irgendwie verwirrend.

Andreas Suchanek – Träume aus Glas und Stein

Hier muss ich gestehen, hab ich die komplette Geschichte überhaupt nicht verstanden. Klar am Ende kommt heraus, wer die Person ist, aber trotzdem war das eine Story ohne Boden. Man ist aus irgendeinem Grund in einer Höhle, wo lauter Spiegel sind. Plötzlich sind beide Brüder der Protagonistin da und dann erscheint plötzlich ein „Lumpenmann“ und entführt den jüngsten Bruder. Die Protagonistin und der andere Bruder müssen diesen retten in dem sie eine Treppe runter gehen und jeden Spiegel an den richtigen Platz hängen. Ich fand es langweilig, verwirrend und einfach nur zum wegrennen, so wie die Protagonisten in dem Buch nur am rennen sind. Sorry.

Oliver Schlick – Ascherfeld

Diese Geschichte hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich weiß nicht woran es lag, ob am Schreibstil oder an dem Protagonisten, der meiner Meinung nach nur rumgemosert hat. Dass es um Hänsel und Gretel ging, habe ich erst am Ende verstanden.

Katharina Seck – Sirenengesang

Die Geschichte von Katharina Seck fand ich nett geschrieben. Ich kam sehr schnell rein und konnte mir auch alles gut vorstellen. Wie die Protagonistin hoch oben im Leuchtturm sitzt und aus ihrem Fenster das Meer, das Wetter und die Schiffe beobachten konnte.

Jim C. Heck – Schwestern der Hecke

Hier war ich mehr als nur verwirrt. Irgendwie habe ich den Faden für die Anthologie nicht gefunden. Daher kann ich nicht wirklich was dazu schreiben.

Nicole Böhm – Der Grimmfluch

Die Story wird mit einem richtigen Schocker eröffnet. Die Geschichte beginnt leicht und wird dann – meiner Meinung nach – immer verwirrender vor allem die letzten Seiten. Mir hat es irgendwie gar nicht gefallen. Woran es genau lag, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich saß einfach nur da und hab laut „Hä?“ gesagt.

Christian Handel – Wie man Zauberspiegel baut

Die Kurzgeschichte von Christian Handel finde ich super interessant und spannend. Jetzt weiß ich wie ein Zauberspiegel gebaut wird und werde es in nächster Zukunft selber mal herstellen. Haha. Super Story, toll umgesetzt. Leider zu kurz.

Julia Adrian – Das Rattenbiest

Das Rattenbiest ist ziemlich dunkel geschrieben. Aber auch sehr, sehr, interessant. Ich kenne die erste Anthologie nicht und weiß daher nicht, ob die „Schwester“ vom Rattenbiest auch so geschrieben wurde. Das Rattenbiest findet ihr aber auch in der Geschichte von „Die Dreizehnte Fee“.

Bettina Belitz – Der Kristall des blauen Mondes

Die Story ist von Bettina Belitz ist einerseits total schön geschrieben, andererseits aber auch total traurig. Ich fande sie gut gelungen und wäre auch gespannt wie es für die Protagonistin weitergeht.

Marissa Meyer - Die kleine Androidin

Mit der kleinen Androidin kam ich überhaupt nicht klar. Ich habe nicht verstanden worum es geht und konnte auch kein mir bekanntes Märchen daraus entnehmen. Die komplette Story fand ich verwirrend. Ich war mehrmals am überlegen, ob ich diese nicht abbrechen sollte. Schade.

Maggie Stiefvater - Nur so stark wie die Füße, die uns tragen

Die Geschichte von Maggie Stiefvater finde ich total klasse umgesetzt. Wir erfahren hier, die Geschichte hinter „Die Prinzessin auf der Erbse“ aus Sicht des „Kindermädchens“ des Prinzen und wie die Auswahl getroffen wird, welche Prinzessin die Erbse unter der Matratze hat.

Vielen Dank an Christian Handel für die zur Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars und das Vertrauen.

4 von 5 Sternen

Erschienen im Drachenmond Verlag
eBook Preis 4,99 Euro
Buch Preis 14,90 Euro
Seitenzahl 580