Donnerstag, 22. Februar 2018

AI: Rahel Hefti

#Autoreninterview mit Rahel Hefti

Name: Rahel Hefti

Wohnort: Schweiz
Lieblingsbuch: «The Hunger Games» von Suzanne Collins und die Troja-Trilogie von David Gemmell
Lieblingsfilm: «Pirates of the Caribbean 1» und «Corpse Bride»
Lieblingsessen: zählt Schokolade? ;)
Lieblingsfarbe: grün
Lieblingsgeruch: frisch gemahlener Kaffee
Lieblingsurlaubsort: Griechenland und die Schweizer Berge
Hobbys: Sport, Schreiben, Musik


Woher bekommst Du die Ideen für deine Romane und Geschichten?

Die Ideen für meine Romane sind meistens an Musik gekoppelt, da springt mein Kopfkino vollautomatisch an. Die Herausforderung ist es dann, alle losen Ideen zu einem Ganzen zusammenzufügen.


Wie lange brauchst Du für ein Buch? Vom ersten Wort bis zum Erscheinen?

Für einen ersten Entwurf brauche ich ungefähr ein- bis eineinhalb Jahre, allerdings kommt das stark auf die Geschichte an. Wird sie aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dauert das Schreiben meistens etwas länger, als wenn ich ein Manuskript in der Ich-Form verfasse. Wie lange es danach bis zum Erscheinen des Buchs dauert, hängt auch vom Verlag ab.


In welchem Genre finden wir Dich?

Young Adult. Mit «Zürich fliegt» (Emons Verlag) habe ich aber auch schon mal einen Thriller geschrieben.


Wann kommt Dein nächstes Buch heraus? Und wie wird der Titel lauten?

Mein jüngstes Buch erschien kürzlich beim Verlag Literaturwerkstatt: Es heißt «Rette mich nicht» und erzählt die Geschichte einer Freundesclique, von der sich ein Junge von einem Tag auf den anderen lossagt und scheinbar grundlos aggressiv und abweisend wird.


Welche Bücher liegen schon von Dir vor? Die man Wo? Kaufen kann?

Von mir erschienen bisher die Bücher «Das verlorene Dorf» (Young Adult / Mystery, Verlag Literaturwerkstatt), «Alyssa Illusion» (Mystery, Verlag Literaturwerkstatt), «Zürich fliegt» (Thriller, Emons Verlag) und neu «Rette mich nicht» (Young-Adult-Thriller, Verlag Literaturwerkstatt). Alle Bücher sind als Paperback und Ebook im Handel erhältlich.

Wie gemütlich ist dein Schreibtisch eingerichtet?
Neben meinem Laptop steht immer eine Tasse Tee oder Kaffee, dazu läuft pausenlos Musik. Mehr brauche ich eigentlich nicht, um kreativ zu werden. Ich könnte mich auch in ein Café oder auf eine Parkbank setzen.


Wolltest du als Kind schon Autor/in werden oder was war damals deine Berufswahl?

Als Kind wollte ich Regisseurin werden. Ich begann zu schreiben, um Material für meine eigenen Filme zu generieren. Es gefiel mir, also blieb ich hängen. Filme faszinieren mich aber immer noch. Ich gehe so oft wie möglich ins Kino und träume manchmal davon, irgendwann etwas Eigenes auf die Leinwand zu bringen.


Wenn du die Möglichkeit hättest eins deiner Bücher zu verfilmen welche Schauspieler kämen dafür in Frage und wieso? Welches Buch möchtest du gerne von Dir im Kino sehen?

Die Geschichte, die ich am allerliebsten verfilmen lassen würde, ist noch in Arbeit. Bei «Rette mich nicht» könnte ich mir verschiedene Schauspieler vorstellen. Als ich zu schreiben begann, war ich total im «The 100»-Fieber, darum könnte man wahrscheinlich den halben Cast übernehmen – Eliza Taylor (Clarke) als Ellen, Richard Harmon (Murphy) oder Thomas McDonell (Finn) als Darian, Devon Bostick (Jasper) als Ben, Marie Avgeropoulos (Octavia) als Lara ... Für optische Details gibt es Plateauschuhe, Kontaktlinsen und Maskenbildner.


Wann und wie kommst du auf neue Buch Ideen? Gibt es da ein bestimmte Vorgehensweise/ Rituale fliegen die Dir so zu?

Es klingt vielleicht doof, aber sie fliegen mir größtenteils tatsächlich zu. Meistens reicht es, wenn ich passende Musik höre. Viele Ideen entstehen aber auch aus Diskussionen mit meiner Familie und meinen Freunden.


Würdest du dich selbst in deinen männlichen/ weiblichen Protagonisten verlieben oder spricht dich dieser Typ Mann/Frau nicht an?

Meine männlichen Protagonisten sind in der Regel ein paar Jahre jünger als ich, daher kommt diese Frage bei mir gar nicht auf. Aber natürlich verpasse ich ihnen gerne Eigenschaften, die ich selber schätze. Das können Charakterzüge sein oder auch – ganz banal – der Musikgeschmack.


Liest du selbst dein Genre oder lieber andere Bücher?

Ich lese sehr gerne Young-Adult-Bücher, besonders solche mit kleinem Fantasy-Anteil.


Was war das letzte Buch welches Du selbst gelesen hast?

«The Dazzling Heights» von Katharine McGee.


Hast Du eine/n Lieblingsautor/In? Wenn ja welche/R?

Ich mag die Schreibstile von Silvia Götschi und Jennifer L. Armentrout. Bei JLA fliege ich nur so durch die Seiten, auch wenn mich der Inhalt nicht immer anspricht. Außerdem mag ich Suzanne Collins und David Gemmell. Eigentlich mag ich viel zu viele.

Welche Ratschläge kannst du „jungen“ Autoren mit auf den Weg geben?

Nicht aufgeben. Schreiben macht Spaß, ist aber auch harte Arbeit. Irgendwann kommt immer dieser eine Punkt, an dem eine Geschichte scheinbar nicht mehr weitergeht. Dann findet man plötzlich alles doof und würde die Sache am liebsten hinschmeißen. Den «Autoren» unterscheidet hier vom «Amateur», dass er nicht aufgibt, sondern versucht, eine Lösung für das Problem zu finden. Du findest eine Figur dämlich? Dann «ent-dämliche» sie! Der Verlauf der Geschichte passt dir nicht? Schreib ihn um! Je nachdem kann so etwas Wochen bis Monate dauern, aber niemand hat behauptet, dass das Schreiben einfach ist, sonst würden es alle tun. Die Freude, sich am Ende durchgeboxt zu haben, ist aber alle Mühe wert!


Bilder und weitere Informationen auf: www.rahelhefti.ch

Vielen Dank für das tolle Interview!

Dieses Interview wurde mit vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis des Autors veröffentlicht.